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Thema: Pharmaziestudium sehr schwer?

  1. #1
    Vani
    Gast

    Pharmaziestudium sehr schwer?

    Hallo!
    Ich überlege nach dem Abi Pharmazie zu studieren, habe aber gehört, dass das Studium sehr anstrengend und schwer sein soll. Momentan gehe ich noch zur Schule und Naturwissenschaften (Bio, Chemie) sind jetzt keine besonderen "Feindfächer". Ich könnte mir gut vorstellen, was in Richtung Arzneimittel etc. 'zu machen' oder vielleicht in einer Apotheke zu arbeiten.

    Allerdings habe ich gehört, dass das Pharmaziestudium sehr sehr schwer sein soll und man kaum noch Freizeit hätte. Im Vergleich zu anderen Fächern, würde man fast den ganzen Tag an der Uni sein (und die Zeit zuhause dann mit Lernen, Nacharbeiten und Vorbereiten verbringen). Das schreckt mich doch schon etwas ab. Ich bin kein Mensch, dem alles einfach so zufliegt, sondern ich brauche meine Zeit zum Lernen. Und immer nur mit einer 4 alles bestehen will ich auch nicht (man muss ja auch an seine Berufschancen später denken).

    Könnt ihr mir sagen, wie anstrengend es ist Pharmazie zu studieren? Hat man wirklich kaum noch Freizeit? Ist es möglich auch mal einen Tag in der Woche für sich zu haben, ohne in der Angst leben zu müssen, dass man die nächste Prüfung nicht bestehen könnte (weil man nicht lernt)?

    Liebe Grüße und ich danke euch bereits für Antworten.

  2. #2
    Administrator Avatar von ooonja
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    629
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    Hallo,

    schau doch mal in die Themen rein (da wurde das Thema auch mit diskutiert):
    Pharmaziestudium: Einige Fragen
    pharmazie ja oder nein?

    lg

  3. #3
    Vani
    Gast
    Hallo ooonja,
    danke für die schnelle Antwort. Die Themen kenne ich bereits (hab mich hier schon etwas umgeschaut), aber da geht es ja eher darum, kein Chemie in der Oberstufe gehabt zu haben (und die Zeit oder den Stoff aufzuholen) u.s.w.

    Ich hab halt wirklich Angst, dass ich beim Pharmaziestudium gar keine Freizeit mehr haben werde, dabei interessiert mich die Thematik doch eigentlich schon. Aber 4 Jahre lang extremer Druck und Stress sind es mir dann wieder nicht wert. Im Netz habe ich wirklich sehr viele "Horrorgeschichten" gefunden, was das Studium angeht: Angefangen von Trennung vom Partner, weil einfach NULL Zeit für eine Beziehung bleiben würde, bis hin zu psychischen Problemen. So etwas verunsichert doch schon etwas. :s

    Wollte einfach mal Meinungen und Erfahrungen aus erster Hand hören. Die können sowohl negativ als auch positiv sein. Ich lasse das erst einmal auf mich einwirken.

  4. #4
    Administrator Avatar von ooonja
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    Ich sage es mal so: wenn es wirklich so schlimm wäre, würde es doch keiner machen, oder? Man muss wissen worauf man sich einlässt und dann das beste daraus machen. Mit der Vorstellung, dass man erst mittags zur Uni geht, sich ein bisschen was anhört und dann den Rest des Tages frei hat, braucht man gar nicht anfangen. Aber es ist möglich noch Freizeit zu haben und wir sind auch nicht alle Singles mit psychischen Problemen
    Es kommt aber auch darauf an, was für ein Typ man ist, ob man mit Belastung gut umgehen kann oder eher nicht. Außerdem haben Pharmaziestudenten im Vergleich zu anderen Studenten den Vorteil, dass sie keine Hausarbeiten oder soetwas schreiben müssen.

    Und der Zeitaufwand schwankt auch zwischen den einzelnen Semestern. Vor dem ersten Stex hatten wir einen recht schönen Stundenplan, so dass man sich auch vorbereiten konnte. Also man hat noch Freizeit, wenn auch nicht übermäßig viel und je besser man sich organisiert um so mehr Freizeit hat man.

    lg - man wächst mit seinen Aufgaben
    Geändert von ooonja (30.07.2010 um 15:11 Uhr)

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von Thomas
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    Pharmaziestudent seit 2010
    Ok ich kann Dir zumindest mal meine Erfahrung aus dem 1. Semester mitteilen, es wird Panik gemacht von allen Seiten das stimmt schon. Aber Du kannst es locker schaffen Beziehung, Hobby und das Pharmaziestudium unter einen Hut zu bringen, alles ne Frage der Organisation. Und ganz wichtig KEINE PANIK!, das sollte eh auf jeder Fachschaftsbroschüre und nicht nur auf dem Reiseführer zur Galaxis stehen. Wir haben welche im Semester, die brechen im Labor bei A- (respektive C)-Analysen in Tränen aus oder bei einer Klausur die in den Sand gesetzt wurde. Es ist alles machbar! Und mit der Panik läuft eh alles schief und die Panik wird noch schlimmer, konzentriert aber locker an alles rangehen!
    (Und wenn Du in jedem Fach ne 4 schreibst, ist es übrigens auch ziemlich egal, die Staatsexamens-Noten zählen und kein anderes Fach...es sei denn du studierst in Heidelberg...)

  6. #6
    AlterEgo
    Gast
    Also, ich würd mich in allen Punkten meinen Vorrednern anschließen.
    Ich finde schon, dass es ein recht anspruchsvolles Studium ist, aber ich denke, dass sollte einen nicht direkt abschrecken. Organisation ist alles
    Man darf sich auch auf keinen Fall von irgendwelchen nicht bestandenen Prüfungen entmutigen lassen. Hab auch die ein oder andere Klausur mehrmals geschrieben und sogar schon beim allerletzten Versuch bestanden. Und ich studier immernoch
    Ich würde aber generell jedem raten, der sich mit dem Gedanken trägt Pharmazie zu studieren, es nur anzufangen, wenn man das wirklich will! Wenn man sich das so aus ner Laune heraus überlegt, kann das schief gehen (hab ich bei ein paar Leuten an meiner Uni erlebt...haben irgendwann aufgehört :dodgy: ). Aber das haben schon ganz andere Leute geschafft, sag ich mir dann, wenn ich mal wieder am verzweifeln bin... Du kannst ja auch mal den Apotheker deines Vertrauens nach seinen Erfahrungen fragen. Vielleicht hilft dir ja auch ein kurzes Praktikum in einer Apotheke oder sonst irgendeiner pharmazeutischen Einrichtung. Wenn du dann merkst, dass dich dieses Berufsfeld doch nicht so sehr interessiert, solltest du das ganze vielleicht doch noch mal überdenken, obwohl du ja wirklich viele Berufsmöglichkeiten als Pharmazeut hast.
    Ich kann dir auch nur empfehlen, dir vorher gut anzuschauen, was dich an Stoff vor allem in den ersten Semestern erwartet. Es sind doch immer wieder viele überrascht, wie viel die Chemie prozentual ausmacht im Vergleich zu den anderen Fächern. In den ersten Semestern werden vor allem erst mal die Grundlagen gefordert, weshalb man manchmal gar keinen direkten Bezug zu den 'typisch pharmazeutischen Dingen' hat. Da darf man sich auch nicht entmutigen lassen.
    Ich persönlich würde mich immer wieder für dieses Studium entscheiden, allein schon deshalb, weil das Studium so viele Themengebiete umfasst (Chemie, Biologie, Physik, Medizin,...später muss man sich auch mit Apothekenrecht und evtl. mit betriebswirtschaftlichen Dingen beschäftigen). Man macht auch viele Laborpraktika, es ist also nicht nur die Theorie, die den Stundenplan so füllt. Dann hat man eigentlich auch nach wie vor gute Berufsaussichten und man kann auch vergleichsweise gut die Arbeit mit einer eigenen Familie vereinen (zumindest in der öffentlichen Apotheke)
    Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen

  7. #7
    Benutzer
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    Süpplingen
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    Ich habe mir vorher extra mal eine Vorlesung angehört!

    2.Semester war sogar recht einfach die Fragen konnte man it Chemie-Lk Wissen gut beantworten.

    Thema war übrigens PET im fach Chemie für Pharmazeuten.

    der Stundenplan ist zwar recht voll, aber in Chemie muss man promovieren und das dauert dann 7-8 Jahre. Lieber in 4 Jahren fast fertig und gute Verdienstmöglichkeiten und mal ein bisschen Stress!

  8. #8
    Mena Troirrat
    Gast
    Hallo Ihr Lieben,

    Es wird immer sehr viel von Chemie und Biologie gesprochen. Was hat es aber mit der Physikalischen Chemie im Studium auf sich? Ich habe mal eine Blick in ein Lehrbuch der Physikalischen Chemie geworfen und bin fast vom Stuhl geklappt: da waren nur Formeln über Formeln drin und es sah schwer nach viel Mathematik mit all seinen Integralrechnungen und dergleichen aus. Was sagt die Realität an der Uni Leipzig? Könntet ihr darüber bitte was schildern?
    Ich habe hier über das Forum die Stundenpläne fürs Pharmaziestudium gefunden. Leider aber nur 1., 3., 5. Semester. wo finde ich die Pläne der geraden Semester? Hätte da jemand den Link zu? Danke.

  9. #9
    Administrator Avatar von ooonja
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    Tübingen
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    629
    Apothekerin seit 2013
    Hallo,

    ich denke ich kann dich ein bisschen beruhigen. Sicher gibt es in PC (physikalische Chemie) viele Formeln, von denen man auch so einige lernen muss. Du wirst längst nicht alle Formeln brauchen, die du in dem Lehrbuch gesehen hast. Zu Mathe: in PC braucht man es kaum - zumindest so Sachen wie Integralrechnung ect.. So etwas ist für die Herleitung von Formeln nützlich und wird auch ab und zu an der Tafel gezeigt, aber in Klausuren kommt so etwas nicht dran. Es ist auch eher ein Nebenfach und das Praktikum war auch recht human.

    Wir stellen immer nur die aktuellen Stundenpläne von dem jeweiligen Semester rein, weil in Leipzig ja nur zum Wintersemester immatrikuliert wird. Es gibt ein Thema mit Links zu allen Stundenplänen: Stundenpläne
    Durch die Modularisierung wird der Stundenplan für das nächste zweite Semester wohl ein bisschen anders aussehen.

    lg

  10. #10
    Mena Troirrat
    Gast
    @ooonja

    Vielen lieben Dank. Doch nicht soviel Mathe, das beruhigt mich. Chemische Formeln sind okay...bei mir ist das Abi und damit auch Mathe verdammt weit her. ;-)
    Ich habe zuvor auch die Klausuren vergangener Semester hier im Forum gefunden. Inhaltlich konnt ich damit was anfangen. Danke an alle fürs Einstellen. Ist echt ein super hilfreiches Forum. Ich bin begeistert.
    Danke, ooonja, für Stundenpläne. Was bedeutet oder was meinst du mit "Modularisierung"? Was wird da passieren? Weißt du Genaueres?

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