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Thema: Pharmaziestudium mit 34 Jahren beginnen?

  1. #1
    citsch
    Gast

    Pharmaziestudium mit 34 Jahren beginnen?

    Hallo!

    Ich würde gerne wissen wie ihr meine Chancen später am Arbeitsmarkt (in Forschung, Industrie und als Apotheker) einschätzt, wenn ich mit meinen 34 Jahren ein Pharmaziestudium beginnen würde.

    Zu mir sollte man noch folgendes wissen: Ich habe schon mal Biologie studiert, bin dann kurz vor dem Diplom krank geworden und musste das Studium abbrechen. Letztes Jahr habe ich nach der Krankheit meine Umschulung zum Industriekaufmann abgeschlossen, finde aber keine Arbeit.

    Vielen Dank für ein mögliches Feedback und viele Grüße,

    citsch.

  2. #2
    Hallo,

    In der Industrie in der Forschung und den meisten anderen Bereichen ganz schlecht, da man dort eher zusätzlich einen Doktor (noch mal 3-4 Jahre Zeitverlust nach dem Studium) braucht, den du nach deinem Pharmaziestudium mit 39? kaum noch machen wollen würdest.

    Aus deinem Biostudium werden sie dir aufs Pharmaziestudium maximal 2 Semester (wenn überhaupt) anrechnen, das heisst bis zum Apotheker bräuchtest du im allerbesten Fall 4 Jahre oder eben 5 Jahre wie alle anderen.

    Als Apotheker aber bekommst du wahrscheinlich in einer Apotheke dann schon einen Job.

    Ich würde dir lieber empfehlen, sofern möglich, entweder sich wieder in das Biologiestudium einzuschreiben und zu Ende zu machen oder eben eine verwandtere Studienrichtung (Biochemie, Molekulare Biotechnologie) auszusuchen, wo dir einfach mehr als im Pharmaziestudium aus deinem Biologiestudium angerechnet werden kann. Vielleicht kannst du auch direkt mit einem Master anfangen, wenn du sagst, dass du kurz vorm Diplom damals warst.

  3. #3
    Unregistriert
    Gast

    Pharmastudium

    Mach auf keinen Fall das Biostudium. Absoluter Quatsch, weil es auf dem Arbeitsmarkt für Biologen mehr als düster aussieht. Ich kann dir nur zum Pharmaziestudium raten. Da gibt es einige Leute, die sogar noch älter sind nd die Berufsaussichten, zumindest in der Apo, sind sehr gut. Allerdings würde ich nicht mit Anerkennungen aus dem Biostudium rechnen. Damit tun die sich leider sehr schwer. Pharma ist sehr interessant und du wirst merken, dass du schon ne Menge Vorwissen mitbringen wirst. Viel Erfolg!

  4. #4
    Hallo und vielen Dank für die Antworten!

    Ich rechne nicht damit, dass mir irgendwas anerkannt wird. Ist doch schon sehr lange her und es war halt ein Diplomstudiengang.

    Was mir an dem Biologiestudium gefallen hatte waren vor allem Neurobiologie und Mikrobiologie / Virologie. Sollte ich deswegen vielleicht lieber Medizin studieren? Die notwendigen Wartesemester dazu hätte ich so langsam.

    Beste Grüße, citsch.

  5. #5
    Molbiogast
    Gast
    Hey citsch,

    mir geht es da ähnlich wie dir. Ich habe einen Bachelor und Master in Molekularer Biotechnologie in Österreich gemacht und während des Masters angefangen, parallel BWL zu studieren (aus Interesse). Bin nun 27 und mache gerade den BWL-Bachelor in Deutschland fertig (bin nach dem Master wieder zurück in die Heimat gezogen).

    Habe aber derzeit richtig Panik - in meinem Alter habe ich mit einem BWL-Bachelor in kaum einem Unternehmen eine Chance (außer vielleicht irgendwo ein Sachbearbeiterposten), und meine Träume von einer Forschungslaufbahn wurden spätestens während der Masterarbeit zerstört. In die Industrie schafft man es, auch mit Promotion, eher weniger gut, und ansonsten kann man sich eben nur von PostDoc- zu PostDoc-Stelle in Uniforschungsgruppen zu einem kleinen Gehalt bei einer 60-Stunden-Woche (oder mehr) hangeln. Einige ehemalige Kommilitonen von mir sind nach dem Master in die Industrie, allerdings eben "nur" als Techniker. Da kriegt man dann 2300 Euro brutto...

    Bin nun derzeit auch stark am Überlegen, Pharmazie oder Medizin zu machen. Allerdings bin ich mir bei Pharmazie bezüglich der Chancen nicht sicher (insbesondere mit der Eröffnung einer eigenen Apotheke).

    Es ist zum Verzweifeln...

  6. #6
    Unregistriert
    Gast
    Wer sagt denn, dass man nach dem Pharmaziestudium eine eigene Apotheke aufmachen soll / muss?

    Die Chancen als Angestellter sind, sofern man nicht völlig "neben der Spur läuft" sicherlich sehr gut. Mal davon ab würde ich mich das heute auch nicht mehr trauen eine Apotheke zu eröffnen. Dafür sieht die Gesetzgebung moment zu düster aus, und der Fall des Fremd- und Mehrbesitzverbotes ist garantiert auch nur noch eine Frage der Zeit ... und mit einer Aktiengesellschaft würde ich als kleine Apotheke sicher nicht konkurrieren wollen.

  7. #7
    Molbiogast
    Gast
    Das hatte ich vergessen zu erwähnen. Wenn Pharmazie, dann würde ich irgendwann selbst gerne eine öffentliche Apotheke haben.
    Meine Schwerpunktinteresseren waren schon immer Wirtschaft (bzw. Selbstständigkeit) und Naturwissenschaften (daher auch die bisherige Studienwahl).

  8. #8
    Hallo Molbiogast,

    ich habe Letztens von einer Frau gelesen, die noch mit über 40, nachdem ihre Kinder groß waren, BWL studiert und einen guten Job in der Industrie ergattert hat... Habe keine Ahnung, vielleicht ist das ja auch ein Einzelfall...

    Sich selbstständig zu machen wäre natürlich ein großer Traum. Aber dazu braucht man dann schon Geld. Derzeit hab ich welches, aber das wäre nach dem Studium weg. Also auch ein wenig eine verzwickte Situation...

    Viele Grüße, citsch.

  9. #9
    Benutzer Avatar von GenieundChaos
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    07.08.2013
    Ort
    Kiel
    Beiträge
    55
    Pharmaziestudentin
    Hallo Citsch!

    Ich kann dir nur raten, es zu probieren, wenn es dir wirklich wichtig ist, allerdings wirst du ne Menge Gegenwind ernten, wenn es dir wie mir ergeht.

    Ich bin jetzt 31 und studiere im ersten Semester.
    Ich habe ein abgebrochenes VWL-Studium hinter mir, dann eine Ausbildung in der pharmazeutischen Industrie gemacht und nach 5 Jahren in dem Beruf mir überlegt, wie es für mich weitergehen soll und mich dann dafür entschieden, nicht einfach einen Meister zu machen, sondern nochmal zu studieren.

    Bei Beratungsgespräch bei der Studienberatung waren die sehr freundlich und haben sich gefreut, dass ich den Schritt wagen will, allerdings war die Fachberatung dann sehr geteilter Meinung:
    Ich saß dort mit 2 Professoren und der eine fands super und der andere meinte es wär vergebliche Liebesmüh.

    Die Skepsis rührte wohl daher, dass ich halt schon so "alt" war, zum zweiten an meiner Ausbildung und zum dritten, dass ich gezwungen bin, relativ viel neben dem Studium zu arbeiten, damit ich meinen Lebensunterhalt bestreiten kann.

    Ich habs trotzdem gewagt und würde sagen, es ist ein Haufen Arbeit und Freizeit habe ich de facto kaum.
    Aber mir ist es das wert, weil mein Herz dran hängt.

    Also würde ich sagen, überleg dir genau, was dir wichtig ist, welche Kompromisse du bereit bist einzugehen, wo du eventuell Hilfe findest und mach dann deinen Weg.
    Und wenn dir noch ne konkrete Frage auf der Seele brennt, schreib mich gern an.

    Gruß
    Chaos
    Menschen sind Engel mit nur einem Flügel, um fliegen zu können, müssen sie sich umarmen!

  10. #10
    Unregistriert
    Gast

    mir gehts auch so

    Hallo,

    mir geht es ähnlich. Ich bin 31 und überlege ebenso mit dem Pharmaziestudium. Wenn ich anfangen könnte, wäre ich 32-33. Ich bin allerdings PTA mit Abitur, daher etwas vorbelastet und unzufrieden (interessant dazu: PTA-Sackgassenberuf hier im Forum). Aber ich habe wirklich keine Ahnung mehr von der Ausbildung, da der Beginn dieser schon 10 Jahre her ist.

    Es muss auch nicht unbedingt Pharmazie sein, aber andere Möglichkeiten für eine PTA in der öffentl. Apo aufzusteigen, gibt's gar nicht... Das macht mich wütend.

    Mal will ich, mal nicht....

    Viele Grüße und dir eine gute Entscheidung.

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