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Thema: Medizin als Zweitstudium

  1. #1

    Medizin als Zweitstudium

    Hallo

    Ich studiere Pharmazie im 6. Semester (recht erfolgreich wenn ich das beurteilen kann ^^) und möchte anschließend unbedingt das Medizinstudium ranhängen.
    Kennt sich jemand mit der Zulassung zum Medizinstudium über ein Zweitstudium wirklich gut aus? Am besten wären natürlich selbst Pharmazeuten, die nach Pharmazie nochmal mit Medizin begonnen haben
    Die Sachlage im Internet ist leider sehr undurchsichtig und teilweise sehr schwammig ausgedrückt.
    Ist es nur aus einer begonnenen Promotion möglich, sich wirklich Chancen über "wissenschaftliche Gründe" auszurechnen und wie genau muss dies in dem Gutachten der Uni nun begründet werden? Ich finde es recht schwer nachzuvollziehen, wie man glaubhaft erklären kann, dass ein weiteres Studium (Medizin) für meine weitere wissenschaftliche Karriere notwendig ist.
    Ich wäre sehr dankbar, wenn sich jemand melden könnte, der wirklich Erfahrungen aus erster Hand bieten kann... Also wenn du jemanden kennst, der jemanden kennt, dann gern auf diese paar Zeilen (Hilferuf ) aufmerksam machen.

    Vielen Dank schonmal und eine fröhliche/entspannte Vorweihnachtszeit

  2. #2
    Unregistriert
    Gast
    Ich habe erst Pharmazie studiert und mittlerweile auch Medizin so gut wie fertig. Einschränkend muss ich aber gleich sagen, dass ich mich mit der Materie schon ein paar Jahre nicht mehr beschäftigt habe, soweit ich weiß, hat sich aber nichts groß geändert.

    Habe gerade mal geschaut, die Messzahl um als Zweitstudent zu Medizin zugelassen zu werden, liegt aktuell bei 10. Das heißt, dass du als Pharmazeut zu 99% NICHT zugelassen wirst. Ich bin damals auf 5 Punkte gekommen (sehr guter Abschluss und ein "weiches Kriterium") und wurde gerade so zugelassen. Mittlerweile kommst du als Fachfremder nur noch mit triftigen Gründen rein (berufliche Notwendigkeit wie MKG oder wissenschaftliche Gründe). Wenn du das wirklich willst, dann wirst du - Stand jetzt - nur über wissenschaftliche Gründe eine Zulassung bekommen. Es gibt noch theoretisch andere Optionen wie zB die direkte Bewerbung bei einer Uni oder das Erwerben eines großen Scheines (damit könntest du dann mit den Sachen, die dir auf jeden Fall anerkannt werden, ein Fachsemester höher einsteigen). Diese Optionen wollte ich nur mal pro forma aufzählen, sie sind aber eher schwer bis fast gar nicht realisierbar.

    Wie gut ist denn dein NC? Wenn der entsprechend gut ist, direkt eine Zulassung zu bekommen, dann würde ich an deiner Stelle Pharmazie abbrechen. Dann verlierst du 3 Jahre (Wiedereinstieg wohl jederzeit möglich, da die Pharmazeuten ihre Studienordnung nur alle 500 Jahre ändern) kommst aber halt problemlos in Medizin rein. Wenn du zu Ende studierst, schlimmstenfalls mit nem 3er Abschluss oder so, dann wars das (in Deutschland). Dann könntest du nur noch kostspieligere Wege über ein Studium im Ausland oder einer privaten Uni gehen (was aber als Apotheker in Teilzeit tatsächlich stemmbar ist).

  3. #3
    Vielen Dank für die Antwort Pharmazie abzubrechen und sich "normal" über hochschulstart.de zu bewerben steht leider nicht zur Debatte. Hab mein Abi mit 2,0 bestanden (also über den Weg leider nicht machbar). Ich hab mir schon gedacht, dass es nur über wissenschaftliche Gründe laufen wird. Eine Promotion anzufangen wäre ja auch gar nicht das Hindernis (hätte ich so oder so geplant), aber dann quasi mittendrin abbrechen ist auch nicht optimal ^^

  4. #4
    Unregistriert
    Gast
    eine Promotion reicht leider bei weitem nicht aus, einen antrag auf wissenschaftliche Gründe durchzubekommen ...

  5. #5
    Also dass man nicht einfach eine Promotion anfängt und schwups mit wissenschaftlichen Gründen argumentieren kann ist ja klar deswegen habe ich ja auch gefragt, ob hier jemand diesbezüglich schon Erfolg hatte. Man muss natürlich alle möglichen Gutachten zusammentragen und mit einem späteren Berufsbild argumentieren und und und... und genau diesen Punkt finde ich auf hochschulstart.de sehr unpräzise erklärt (mit Sicherheit gewollt) ^^

  6. #6
    Unregistriert
    Gast
    Ich bin der, der die erste Antwort verfasst hat:

    Ich kenne jemanden, der promoviert hat und während der Promotion mit Medizin angefangen hat. Ganz genau konnte ich das leider nicht nachvollziehen, wie er das gemacht hat, er hatte aber auf jeden Fall die Unterstützung seines Doktorvaters (auch Pharmazeut & Mediziner). Ich könnte mir schon vorstellen, dass der da im Hintergrund was drehen kann, wenn der einen entsprechenden Draht zu den Verantwortlichen an der Uni hat.
    Das ist aber natürlich alles eine sehr wackelige Angelegenheit.

    Was man auch bedenken muss ist, dass es ja gerade ein Grundsatzurteil zu den Zulassungskriterien des Medizinstudiums gegeben hat, in welchem die bisherige Vergabepraxis als unrechtlich angesehen wird. Die Zulassungskriterien werden sich dann wohl vermutlich innerhalb der nächsten Jahre zugunsten eines Systems verschieben, in denen die Abinote eine wesentlich geringe Rolle spielen wird.
    Von daher kannste da vielleicht auch guten Gewissens abwarten.

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