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Thema: Zweitstudium Medizin nach Pharmazie

  1. #1
    OnAMisson
    Gast

    Zweitstudium Medizin nach Pharmazie

    Hallo ihr lieben,
    ich bin seit Mitte letzten Jahres approbierte Apothekerin und möchte nun anschließend ein Medizinstudium absolvieren. Ich habe mich bereits letztes Semester auf einen Studienplatz beworben, erhielt jedoch für mein Begründungsschreiben ( Facharzt für Pharmakologie) lediglich einen Trostpunkt . Befindet sich hier jemand im Forum der erfolgreich mit der Bewerbung fürs Zweitstudium Humanmedizin war?

    Ich danke euch für die Hilfe.

    Liebe Grüße

  2. #2
    Unregistriert
    Gast
    Guten Abend,

    ich hatte mich da auch schon mal etwas schlau gemacht. Meines Wissens nach müsste man sich auch direkt an den Unis als Quereinsteiger bewerben können, was den Vorteil hat, dass man nicht auf die Punkte für die Begründung im zentralen Vergabeverfahren angewiesen ist. Da gelten dann wieder eher die Noten usw.. Vorraussetzung ist allerdings, dass man sich 1-2 Semester anrechnen lassen kann. Dafür braucht man einen Nachweis, dass die Scheine aus dem Pharmaziestudium auch für das Medizinstudium relevant sind. Da könntest du einfach mal bei der Medizinischen Fakultät deiner Uni nachfragen, ob sie so einen Schrieb schon mal für jmd anderes ausgestellt haben (ist denk ich gar nicht so unwahrscheinlich).
    Im Medizinstudium gibt es zwar verhältnismäßig wenige Studienabbrecher, aber hin und wieder werden trotzdem Plätze in höheren Semestern frei, auf die man sich bewerben kann. Da muss man sich dann aber auch nochmal informieren an welchen Unis welche Regularien und Formalitäten einzuhalten sind.

    Ist schon etwas her, dass ich da ein bisschen drüber gelesen habe, weiß also nicht wie aktuell das ist. Am besten einfach nochmal etwas selber recherchieren, Stichwort Quereinstieg ;-)

    Viel Erfolg!

  3. #3
    OnAMission
    Gast
    Vielen Dank für deine Antwort. Über den Quereinstieg hab ich mich bereits informiert. Die Medizinprof. an meiner Universität sind leider nicht bereit meine bereits erworbenen Scheine aus dem Pharmaziestudium als äquivalent anzuerkennen. Der Weg ist mir also verbaut ... . Bleibt wieder nur die Bewerbung auf s erste Fachsemester über die zvs.
    Liebe Grüße

  4. #4
    Zorngiebel
    Gast
    Zitat Zitat von OnAMission Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für deine Antwort. Über den Quereinstieg hab ich mich bereits informiert. Die Medizinprof. an meiner Universität sind leider nicht bereit meine bereits erworbenen Scheine aus dem Pharmaziestudium als äquivalent anzuerkennen. Der Weg ist mir also verbaut ... .
    Die werden sie schon anerkennen, d.h. du müsstest wahrscheinlich kein Chemie- oder Physikpraktikum mitmachen, aber viel mehr dürfte nicht drin sein. Die anderen Scheine aus dem Pharmaziegrundstudium sind ja nicht so relevant fürs Medizinstudium. Daher wird das für eine Einschreibung in ein höheres Fachsemester wohl nicht reichen.

    Bleibt wieder nur die Bewerbung auf s erste Fachsemester über die zvs.
    Für Zweitstudienbewerber sind auch nur 3 % der Plätze im ersten Fachsemester reserviert. Wärst du bereit überall hinzugehen? Oder legst du dich nur auf eine Uni fest?

  5. #5
    Unregistriert
    Gast
    Hallo, ich habe vor 4 Jahren einen Zweitstudienplatz für Medizin bekommen, ich habe mich also recht ausführlich mit dem Thema beschäftigt. Allerdings war "zu meiner Zeit" eine wesentliche Sache anders: Man brauchte 4-5 Punkte für einen Platz, aktuell 10!

    Vorwort: Das ganze ist, leider, auch etwas Glück & Sachbearbeiter abhängig - dazu später mehr. Ferner ist der Punktewert aktuell so hoch, das meines Erachtens nach nur Leute einen Platz bekommen, die tatsächlich einen Grund haben oder halt einfach Glück.

    1. Es gibt für das LPA keinen nachvollziehbaren Grund Medizin nach Pharmazie studieren - warum auch? Facharzt für Pharmakologie & Toxikologie klingt zwar gut, allerdings ist das Pharmaziestudium hierfür nicht mehr als ein nettes Add-on, keinesfalls aber nötig.
    2. Es gibt tatsächlich nur einen Grund, für den das LPA Bonuspunkte vergibt und das ist Wissenschaft. Ich selbst habe mich aus einer laufenden Promotion in der Pharmazie beworben, aber kA ob da was anerkannt wurde.
    3. Eine andere Möglichkeit Bonuspunkte zu bekommen sind so Sachen wie Zivildienst, Behinderung und halt so softe Faktoren. Solche Sachen geben aber erstmal a) nicht so viele Punkte wie aktuell nötig und b) natürlich schwer dran zu kommen.

    Es gibt meiner Meinung nach momentan (momentan in dem Sinne das >5 Punkte nötig sind) nur 3 Möglichkeiten:

    1. Glück - Einfach bei allen Hochschulen bewerben, vor Ort mit den Leuten reden, versuchen 2 große Scheine als äquivalent anerkannt zu bekommen (Scheine werden durchaus inhomogen anerkannt, ein Bekannter von mir hat Physik anerkannt bekommen, ich nicht), usw. Sowas kann in seltenen Fällen funktionieren.
    2. Ausland bis zum Physikum, ist mit einem Apothekergehalt ja möglich.
    3. Promotion anfangen und daraus bewerben, idealerweise mit Veröffentlichung.

    Ich sehe sonst keine realistischen Optionen für dich reinzukommen.

  6. #6
    Unregistriert
    Gast
    Kleiner Zusatz noch: Natürlich ist deine Note aus 1. und 2. Stex noch wichtig. Es sollte, wenn man ehrlich ist, schon ein sehr guter Abschluss sein. Mit einem "befriedigend" würde ich die ganze Sache gleich sein lassen und versuchen über die geschilderten Umwege an einen Platz zu kommen.

  7. #7
    Unregistriert
    Gast
    Danke für den ausführlichen Beitrag. In Medizin einen Platz fürs Zweitstudium zu bekommen scheint also (wie erwartet) definitiv schwerer zu sein als bei Pharmazie.

    Zitat Zitat von Unregistriert Beitrag anzeigen
    1. Es gibt für das LPA keinen nachvollziehbaren Grund Medizin nach Pharmazie studieren - warum auch? Facharzt für Pharmakologie & Toxikologie klingt zwar gut, allerdings ist das Pharmaziestudium hierfür nicht mehr als ein nettes Add-on, keinesfalls aber nötig.
    Also "berufliche Gründe" kann man wahrscheinlich fast immer geltend machen, aber ich meine, da gab es doch noch "zwingende berufliche Gründe". Aber das trifft vermutlich nur zu, wenn man bereits Zahnarzt ist und Kieferchirurg werden will oder ist da noch etwas anderers denkbar?

    2. Es gibt tatsächlich nur einen Grund, für den das LPA Bonuspunkte vergibt und das ist Wissenschaft. Ich selbst habe mich aus einer laufenden Promotion in der Pharmazie beworben, aber kA ob da was anerkannt wurde.
    War es nicht so, dass wenn man "wissenschaftliche Gründe" geltend machen möchte, man ein Gutachten oder Empfehlungsschreiben von einer Universität brauchte?

    2. Ausland bis zum Physikum, ist mit einem Apothekergehalt ja möglich.
    Dann hat man wahrscheinlich nicht mehr so viel Zeit zum Arbeiten, um ein Apothekergehalt regelmäßig ranzuschaffen...

  8. #8
    Unregistriert
    Gast
    Prinzipiell braucht man ein Empfehlungsschreiben, sofern es aus der Vita nicht ersichtlich wird. Wenn du aber schon Veröffentlichungen hast oder so, ist dieses Schreiben aber entbehrlich - ganz sicher bin ich mir da aber auch nicht mehr.

    Berufliche Gründe, die auch >1 Punkt geben, kannst du als Pharmazeut nicht geltend machen. Hierunter versteht man dann halt so Sachen wie Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie etc. (wofür es ja gesetzlich nötig ist beides studiert zu haben). Es gibt halt keinen Beruf wo diese Kombination sinnvoll ist.
    Hier ist das ganz gut erklärt mit den beruflichen Gründen: https://www.uni-due.de/studierendens...lgruppen.shtml

    Das mit dem Ausland (als EU-Ausland!) ist zwar keine bequeme Option aber ich denke schon, dass es eine realistische Option ist. Ich arbeite zB im Schnitt 20 Stunden die Woche unterm Semester (was auch problemlos möglich ist) und in den Ferien auch mehr. Damit kommt definitiv genug Geld ran. Medizin ist bei weitem nicht so anwesenheitslastig wie Pharmazie (2-3 Tage frei die Woche im Grundstudium).

    Eine Option die mir noch eingefallen ist: http://studienplatz-klage.de/alles-z...eitstudium/u.a.
    Du kannst dir auch einen ggf. einklagen, aber mit sowas kenne ich mich gar nicht aus.

  9. #9
    Zorngiebel
    Gast
    Zitat Zitat von Unregistriert Beitrag anzeigen
    Prinzipiell braucht man ein Empfehlungsschreiben, sofern es aus der Vita nicht ersichtlich wird. Wenn du aber schon Veröffentlichungen hast oder so, ist dieses Schreiben aber entbehrlich -
    Kann ich mir ehrlich gesagt kaum vorstellen. Dann müssten sie ja bei hochschulstart die Publikationen des Bewerbers evaluieren...

    Das mit dem Ausland (als EU-Ausland!) ist zwar keine bequeme Option
    Man muss halt bereit sein Budapest oder so zu gehen. Möglichst "bequem" wird es den Studenten aus Dutschland dort ja anscheinend gemacht, aber man muss halt ~5000 EUR pro Semester in die Hand nehmen. Und eine Garantie, dass es mit dem Wechsel nach Deutschland nach dem Physikum klappt, hat man natürlich auch nicht.

  10. #10
    Unregistriert
    Gast
    Wo im Leben hat man schon Garantien? Ausland ist aber halt ein relativ safer Weg schnell an einen Platz zu kommen - alle anderen Wege sind momentan als Pharmazeut eher theoretischer Natur, außer man hat ein paar dolle Publikationen.

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