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Thema: Schaffbarkeit des Studiums

  1. #1
    Unregistriert
    Gast

    Schaffbarkeit des Studiums

    Hallo!

    Ich werde nächstes Semester fertig mit meinem Studium. Und leider spricht mir dieses überhaupt (!) nicht zu. Nun habe ich überlegt in einen ganz anderen Bereich zu gehen (und das schon länger): Pharmazie!

    Dass das Studium hart ist, ist mir natürlich nicht neu. Dennoch mach' ich mir sehr viel aus anderen Meinungen - und ich muss sagen diese Eindrücke die man im Internet findet machen mir durchaus Angst! Und deswegen meine Frage: Ist das Studium schaffbar?

    Dadurch dass ich ja doch schon etwas älter bin, möchte ich mir mein nächstes Studium wirklich genau überlegen. Und Pharmazie (der Beruf danach) spricht mir sehr zu. Ich bin wahnsinnig interessiert an Naturwissenschaften und würde mich selber als sehr ehrgeizig bezeichnen, doch bin ich auch psychisch oftmals nicht sehr belastbar (was ich als Schwachstelle für das Studium sehe). Vor allem ist das Studium ja auch ziemlich lang.

    Ich würde mich wahnsinnig über Erfahrungen, Tipps, Anregungen von Menschen denen es zu Studienbeginn vll gleich gegangen ist ,etc. freuen!

    Liebe Grüße.

  2. #2
    Unregistriert
    Gast
    Um das Studium in Regelstudienzeit zu schaffen, brauchst du Glück, starke Nerven, Durchhaltevermögen und Glück.
    Die psychische Belastung solltest du nicht unterschätzen: die Assistenten beleidigen dich zum Teil auf persönlicher Ebene, im Labor musst du dich mit deinen Kommilitonen um Chemikalien/Laborplätze streiten, es werden Glasgeräte geklaut und versteckt, der Erfolg im Labor ist oft mehr Glückssache als Können, längere Krankheitsphasen darfst du dir auch nicht erlauben und ordentlich eingewiesen wird man im Labor auch nicht. Du solltest in der Lage sein, dir in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Stoff zu erarbeiten.

    Aber wenn es dein Traum ist, dann schaffst du die paar Jahre Leid, Frustration und Nervenkitzel.

  3. #3
    Unregistriert
    Gast
    Um das Studium durchzuhalten braucht man sehr große Motivation, hohe Frusttoleranz und Belastbarkeit, um immer wieder Rückschläge wegstecken zu können. Bin jetzt kurz vor dem 2. Staatsexamen und würde es nicht nochmal studieren wollen, man muss halt wirklich so gut wie alles an Freizeit ins Studium investieren.
    Nach den 2 Jahren Grundstudium kommt im Hauptstudium der spannende Teil, der dann die Mühen wieder etwas bezahlt macht. Vielleicht hast du ja die Gelegenheit dich mal in ein paar Pharmazie Vorlesungen reinzusetzen, um heraus zu finden, ob das Studium was für dich sein könnte.

  4. #4
    Unregistriert
    Gast
    Ohje solche Antworten hab ich mir schon erwartet. Vielleicht sollte ich es mir nochmal überlegen, denn ein halb angefangenes Studium wird mir wohl auch nicht viel bringen.

  5. #5
    Unregistriert32
    Gast
    Das Labor ist zwar anstrengend und schluckt Zeit, aber eigentlich schafft das jeder. Ein Grund, das Studium nicht zu schaffen, ist meiner Erfahrung nach IMMER die Theorie (Kolloqs oder Klausuren). Wegen Labor hast du einfach nur weniger Zeit, dich auf die Theorie vorzubereiten.
    Die Schikane im Labor habe ich auch erleben dürfen. Das ist wirklich fies, aber in allen Naturwissenschaftlichen Studiengängen so!

  6. #6
    Unregistriert
    Gast
    Also probieren würde ich es an deiner Stelle schon, wenn man an Pharmazie scheitert dann auch relativ am Anfang. Sprich du verschwendest im Extremfall nicht mehr als 1-2 Jahre.

    Im Grunde klingt es bei meinem Vorrednern schon ganz gut durch: Pharmazie ist eigentlich nicht schwer, es wird an keiner Stelle abstraktes Verständnis wie in der Mathematik oder Physik verlangt und du musst auch keine Unmengen an Stoff (zB Jura) auswendig lernen, man kann hier und da schon was verstehen und auch durchaus erfolgreich auf Lücke lernen. ABER: Pharmazie ist "behindert schwer";Dir werden Steine in den Weg gelegt, wo keine sein müssten. Gestörte und zT psychisch kranke Assistenten profilieren sich auf deine Kosten und spielen sich auf. Die Labore (extrem viel Laborpraktika) sind in aller Regel schlecht organisiert (da haben - kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen - auch die Lehrenden 0,0 Bock drauf) und haben praktisch keinen didaktischen Wert ... man studiert ja immerhin und will nicht zum/zur TA/Handlanger ausgebildet werden. Bedenkt man dann noch die Zeit (bis zu 6h jeden Tag), die du in Laboren verschwendest um Tätigkeiten zu lernen, die normalerweise in Ausbildungsberufen vermittelt werden, kannste dir überlegen wie viel Zeit noch bleibt zum Lernen. Leider ist auch etwa 30-60% (variiert freilich von Uni zu Uni) der Professorenschaft zu nichts zu gebrauchen.

    Kurzum: Pharmazie studieren ist nicht unbedingt geistig herausfordernd, aber man muss in der Lage sein 4 Jahre eine gewisse Menge Blödsinn, widrige Umstände und bescheuerte Leute ertragen zu können.

  7. #7
    Benutzer
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    Heftig, wie eure Assistenten und eure Praktika so sind sind. Also ich habe echt nicht so extreme Erfahrungen gemacht (persönliche Beleidigungen zB). Ich meine ja, es ist eine psychische Herausforderung über lange Zeit, ich hänge bereits auch 1 Jahr, weil es mich u.a. emotional kurzzeitig fertig gemacht hat.. aber jetzt bin ich bereits im 7. Semester und ich bin halt auch nicht so stressresistent. Machbar ist es, es scheint aber schon sehr abhängig von der Stadt/Uni zu sein.

  8. #8
    Unregistriert21
    Gast
    Ok es scheint tatsächlich sehr abhängig von der Universität zu sein also hier in Kiel (ich bin im 6. Semester) sind natürlich auch Assistenten dabei, die man nicht unbedingt mag und man froh ist, wenn das Praktikum rum ist. Das hast du aber wohl überall im Leben. Die meisten Assistenten bei uns sind jedoch sehr hilfsbereit und nett. Auch unsere Profs sind (bis auf zwei Ausnahmen) toll bis großartig und sehr motiviert Ich gebe zu, dass die Laborversuche manchmal auch reine "Beschäftigungstherapie" sind und wenig mit der späteren Arbeit in Offizin, Industrie, Forschung ect. zu tun haben. Was die Zeit fürs lernen angeht, muss man sich schon ein bisschen organisieren können (gerade im Grundstudium) und auch bereit sein, (viel) Freizeit zu opfern. Es ist viel, es ist anstrengend, es kann nervig und auch überfordernd sein, aber es macht auch riesigen Spaß Kiel bereitet ein wirklich gut auf das Examen (1. Stex) vor und mit etwas Glück (beim impp braucht man immer Glück) ist auch eine 1 vorm Komma realistisch Ein studium sollte einen an seine Grenzen und darüber hinaus bringen und das macht das Pharmaziestudium definitiv

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