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Thema: Arbeiten in einer Apothekenkette

  1. #1
    Pharmina
    Gast

    Arbeiten in einer Apothekenkette

    Hallo ihr Lieben,

    ich bin gerade im PJ und habe meine erste Hälfte in einer kleinen öffentlichen Apotheke gemacht. Für die zweite Hälfte habe ich an eine Kette gedacht. Hier hat man ja mit Filialleitung etc auch einige Aufstiegsmöglichkeiten und wirtschaftlich gesehen, geht es denen ja gut (sollte ich später mal da arbeiten können).
    Allerdings raten mir alle in meiner jetzigen Apotheke davon ab. Angeblich haben die so einen schlechten Ruf.
    Was haltet ihr von Apothekenketten?

  2. #2
    Unregistriert
    Gast
    Ich weiß nicht, ob man bei dem beschränkt erlaubten Mehrbesitz schon von "Ketten" sprechen kann.

    In der Bevölkerung haben die "Mini-Ketten", wie ich sie mal nennen möchte, eigentlich gar keinen Ruf, zumal dem Kunden/Patienten nicht unbedingt bewußt ist, daß "seine" (Stamm-)Apotheke eine Filiale ist. Man tritt ja auch nicht unbedingt unter einheitlichem Namen/Logo auf.

    Bei den Beschäftigten gehen die Meinungen auseinander, was auch an der Persönlichkeit und Führungskonzeption des Inhabers liegen dürfte.

    Manche Inhaber halten ihre Filialleitungen an der ganz kurzen Leine; andere sind froh, wenn sie sich selbst so weit wie möglich zurückziehen können.

    Wenn man davon absieht, daß sich wohl niemand gerne in jeden einzelnen Handgriff hineinreden läßt, sollte man sich daher überlegen, wie man selbst arbeiten möchte und möglichst danach seinen Arbeitsplatz suchen:

    Will man sich gerne so weit wie möglich dem Fachlichen widmen und ist man froh, wenn der Inhaber die unternehmerischen Fäden zieht?

    Oder will man gerne wirklich leitend tätig werden (Stichwort Personalführung, nicht nur im Sinne der Aufsichtsfunktion des Apothekers) und auch unternehmerische Entscheidungen treffen und verantworten, sozusagen als angesteller "Apothekenmanager"?

    Daneben sollte man noch eine andere Frage klären: Wenn man eine längerfristige berufliche Perspektive sucht, dann sollte die Filiale, in der man tätig wird, wirtschaftlich gesund sein. Von allen kann man das leider nicht behaupten.

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von mia
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    229
    Apothekerin
    Ich denke hier ist nicht die Zweitapotheke des Inhabers gemeint, sondern die 'franchise-apotheken' wie DocMorris, Easy & Co

    Bei deinen jetzigen Chef sind es warscheinlich unliebsame Konkurrenten. Wenn es dich interessiert, dann schaue es dir doch genauer an. Für einen späteren Arbeitgeber kann es eigentlich nicht von Nachteil sein.

  4. #4
    Unregistriert
    Gast
    Zitat Zitat von mia Beitrag anzeigen
    Ich denke hier ist nicht die Zweitapotheke des Inhabers gemeint, sondern die 'franchise-apotheken' wie DocMorris, Easy & Co
    Das kann natürlich sein. Wenn es so gemeint ist, dann wäre zu berücksichtigen, daß diese Apotheken, wenngleich einer Kooperation angeschlossen, oft inhabergeführte Einzelapotheken sind und in dem Fall ohne Filialleitung auskommen.

  5. #5
    Neuer Benutzer
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    Apotheker seit 1987
    Bei maximal 4 Apotheken, die einem einzelnen Apotheker oder einer Apothekerin gehören dürfen, kann man sicherlich nicht von einer Kette sprechen.
    Es sind vielmehr Filialverbünde bzw Unternehmungskonzepte.
    Was das Arbeitsklima allgemein angeht, so macht es deutlich mehr Spaß, in grossen Filialen mit bis zu 70 Std /Wo Öffnungszeit zu arbeiten. Man hat es nicht immer 1:1 mit den gleichen Mitarbeitern zu tun. Ausserdem hat man bei seiner tarifl Wochen-Arbeitszeit oftmals zwei ganze Tage frei ohne Urlaubstage.
    Wer flexibel ist, wird in einer Kooperation sich bestimmt wohlfühlen. Ich rede aus eigener Erfahrung und > 30 Apotheken, in denen ich tätig war. Am besten sich selbst ein Urteil bilden ...............
    Geändert von nebbomuck (14.01.2015 um 15:36 Uhr)

  6. #6
    Pharmina
    Gast
    Vielen Dank für die Antworten!
    Ja es handelt sich um ein kleines Franchising Unternehmen. Die "Kette" hat mehrere Inhaber und die einzelnen Apotheken haben jeweils eine Filialleitung. Ich denke auch, dass das letztendlich Geschmackssache ist und werds mir ja sowieso noch anschauen.

  7. #7
    Neuer Benutzer
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    Apotheker seit 1987
    Mich würde in diesem Zusammenhang interessieren, worin der >schlechte> Ruf besteht. Preiskampf ist nicht erst seit dem Wegfall der Preisbindung auf OTC, auch soll es bekanntlich eine ganze Reihe von "Kameraden" unter uns geben, die unter voller Mißachtung der Rabattverträge den Kunden d a s Präparat vom Hersteller XYZ abgeben, was sie haben möchten. Was auf das Rezept gedruckt und abgerechnet wird, möchte ich gerne so manchmal sehen.
    In Apotheken zu arbeiten, wo der letzte Personalwechsel einige Dekaden zurückliegt, ist auch nicht unbedingt immer der Reisser, insbesondere nicht für den "jungen" Berufsanfänger. Hier punkten auf jeden Fall sehr grosse Apotheken mit langen Öffnungszeiten und entsprechendem Personalbedarf. Auch die 2 Std unbezahlte Zwangspause mittags gibt es dort nicht. Am besten ausprobieren, was einem am besten liegt.
    Besonders angenehm zu arbeiten ist in Apotheken, die keine Zugaben und/oder Kundenzeitungen verteilen........

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