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Thema: Analytisches Praktikum: Umgang mit potenteill krebserregenden Salzen

  1. #1
    Unregistriert
    Gast

    Analytisches Praktikum: Umgang mit potenteill krebserregenden Salzen

    Hi,
    wie läuft bei euch die Ausgabe von potentiell gesundheitsschädlichen Salzen?!

    Wir bekommen neben vielen anderen Salzen auch Cobalt-, Chromat- und Nickelsalze in Probendöschen ohne Gefahrenkennzeichnung ausgeben und müssen dann Kationen und Anionen bestimmen.

    Diese Salze werden dann auch ausserhalb eines Abzuges auf Tüpfelplatten verteilt, um dann mit den beladenen Platten munter durch das ganze Labor zum nächsten freien Flammenfärbungsabzug zu latschen. Dabei landet manches an Salz auf dem Tisch oder dem Fußboden.

    Auch werden wir von der Obrigkeit zu Riechproben ermuntert, was bei Acetaten, Tartraten noch Sinn machen kann. Ich habe aber auch schon Kommilitonen gesehen, die an sonstwas riechen. Ich bin der Meinung, dass sowas in Anfängerpraktika nichts zu suchen hat.

    Was meint ihr dazu?!

  2. #2
    Studi Avatar von Nachi
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    Münster
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    Pharmaziestudentin seit 2010
    Meines Erachtens nach fehlt da dann wohl die Aufklärung. Bei uns gab es das auch im Ersti-Praktikum, wurden aber auch aufgeklärt, was wann drin sein kann und auch zusammengestaucht, wenn jemand meinte mit werweißwas durch's Labor laufen zu müssen. Hilft es denn, wenn ihr die Praktikumsleiter mal darauf ansprecht? Bei uns kann ich mich nicht darüber beschweren, dass wir das schon so früh gemacht haben.

  3. #3
    Unregistriert
    Gast
    im OC Praktikum wirst du dir wünschen nur mit Salzen zu arbeiten. Da steht dann halt u.a. elementares Brom, Phenol und Unmengen Diethylether auf der Liste.

    Das war bei uns im 2. Semester.

  4. #4
    Unregistriert
    Gast
    Ich denke wie sicher / unsicher das Labor ist, hängt davon ab wie gut es halt organisiert ist. Ich würde grundsätzlich niemals an Dingen in der OC / AC riechen. Zum einen weißt du nicht was deine Komillitonen mit Lösungsmitteln etc so veranstalten und zum anderen kann man leider nicht davon ausgehen, fachlich kompetent betreut zu werden - vor allem von Assistenten aus irgendwelchen dubiosen AK´s (Computerchemie etc.) oder solchen die irgendwas irgendwo studiert haben und der deutschen Sprache nicht mächtig sind.

    ... Also immer schön Nitrilhandschuhe an, niemals riechen oder so und bescheißen wo´s nur geht bzw. trauriges Gesicht machen und um Hilfe betteln ... So kommt man gut durch´s Praktikum.

  5. #5
    Unregistriert
    Gast
    früher war das alles eh noch schlimmer. den KTG macht ihr gar nicht mehr oder?

    auch CN-Salze kommen beim Ionen-Lotto nicht mehr dran. Da wurde dann schnell HCN freigesetzt wenn man etwas verdünnte HCl draufgekippt hat.

    Ein älterer Prof. meinte auch, dass sich eine Kommilitonin zu seiner Studienzeit einfach eine zu identifizierende Substanz (verdacht auf Atropin) ins Auge geträufelt hat und geschaut hat, ob sich die Pupillen erweitern...das war dann aber wohl schon im Hauptstudium. Damals hat das wohl niemand so interessiert. Man hat auch so gut wie alles einfach in den Ausguss geschüttet.

    Von daher würde ich sagen haben sich die Sicherheitszustände schon gebessert. Zumindest an manchen Unis. Beim Sicherheitzsseminar des OC Praktikums wurde bei uns auf jeden Fall sehr viel vor den verwendeten Chemikalien gewarnt. Auch die Assistenten waren stets in der Nähe und haben geschaut, dass man nichts dummes macht.

    Aber man studiert halt Pharmazie und es ist auch klar dass die dann einem nicht nur Zucker und Kochsalz in die Hand drücken Man muss halt einfach mit Bedacht arbeiten, Handschuhe wechseln, Substanzen ordnungsgemäß entsorgen und lieber einmal zuviel unterm Abzug arbeiten. Bei uns ist im 1. und 2. Semester nichts schlimmes passiert, außer das sich mal jemand was über die Hand gekippt hat.

  6. #6
    Unregistriert
    Gast
    In unserem Praktikumsbegleitskript wird sogar dazu aufgefordert, bei VERDACHT (!) auf Freisetzung von Essigsäure, usw. eine Riechprobe aus dem Mörser zu nehmen.
    Bei NaH3C-COOH ginge das ja noch, aber einige vergessen dabei ganz schnell, dass sie es bei ihrer Probe mit einem schönen roten Cobaltsalz zu tun haben, dass ein Acetat sein könnte.

    zum anderen kann man leider nicht davon ausgehen, fachlich kompetent betreut zu werden
    Ja, besser kann man es nicht sagen.

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Avatar von mia
    Registriert seit
    09.09.2010
    Beiträge
    229
    Apothekerin
    Cobald ist als Salz nicht flüchtig. Da kannste also so viel dran riechen wie du willst und es passiert nichts. Man fächelt sich ja auch immer erstmal vorsichtig was zu und steckt nicht direkt die Nase rein. Nur Essen sollte man seine Probe nicht.

  8. #8
    Unregistriert
    Gast
    Ich wäre da generell vorsichtig. Du weißt ja auch nie wie sich die Sachen im Gemisch verhalten, ob da irgendwelche Umsalzprozeße stattfinden oder der Siedepunkt im Gemisch erniedrigt ist ... die physikalische Chemie gibt da ja genug Denkbares her. Und eine etwaige Gefährdung durch CMR-Stoffe ist die Sache (Chemiepraktika im Allgemeinen) halt echt nicht wert ...

  9. #9
    Unregistriert
    Gast
    Das "Cobaltsalz" ist Kupfer(I)oxid!!!!!!!

    Vielleicht sollte man sich als Pharmaziestundent bevor man sich beschwert, dass alles so gefährlich ist und sich keiner darum kümmert, erstmal an die eigene Nase fassen und sich mit den Versuchen, den Inhaltsstoffen und der korrekten Durchführung befassen. Damit ist die grösste Gefahrenquelle schon einmal ausgeschlossen. Beim Acetatnachweis soll man ja auch nicht seine Nase in die Substanz stecken, sondern aus der Probe Essisgsäure freisetzen, die man dann sich zufächelt. Solche Informationen stehen in jedem Lehrbuch, das man als Studierender LESEN sollte und nicht erwarten, das man vom Lehrenden einen Trichter auf den Kopf gesetzt bekommt, der einem Wissen in die Birne füllt!

  10. #10
    Unregistriert
    Gast
    Das "Cobaltsalz" ist Kupfer(I)oxid!!!!!!!
    Ne, ne - das Salz war schon Cobaltacetat!

    Vielleicht sollte man sich als Pharmaziestundent bevor man sich beschwert, dass alles so gefährlich ist und sich keiner darum kümmert, erstmal an die eigene Nase fassen und sich mit den Versuchen, den Inhaltsstoffen und der korrekten Durchführung befassen.
    Es reicht schon einer aus, der aan seinem Arbeitsplatz Kaliumdichromat verschüttet verschüttet und einfach liegen läßt. Das gibt es immer.

    Beim Acetatnachweis soll man ja auch nicht seine Nase in die Substanz stecken, sondern aus der Probe Essisgsäure freisetzen, die man dann sich zufächelt.
    Klar, an Acetat würde ich auch riechen. Aber weiß ich, dass das da drin ist? Organoleptische Proben haben für mich nichts mehr im Labor zu suchen. So habe ich das schon in der Schule gelernt.

    Solche Informationen stehen in jedem Lehrbuch, das man als Studierender LESEN sollte und nicht erwarten, das man vom Lehrenden einen Trichter auf den Kopf gesetzt bekommt, der einem Wissen in die Birne füllt!
    Eine Aussage mit Neuigkeitswert!

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