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Thema: Rücktritt 2. Staatsexamen....

  1. #1

    Rücktritt 2. Staatsexamen....

    Hallo, Leute!

    Ich stecke ziemlich in der Klemme wegen meines 2.Examens.... Bevor ich zwischen Apothekerkammer und Prüfern hin- und hertelefoniere, wollte ich hier mal nachfragen.
    Kurz die Situation: Im Studium lief bei mir alles gut, bin ohne größere Probleme von Semester zu Semester gekommen (lernen war natürlich zur Genüge angesagt, aber es lief eben!) und habe auch den Arbeitsvertrag für meine Traum-PJ-Stelle vor mir liegen .
    Im 8. Semester hab ich schon gemerkt, dass mir die Puste etwas ausging, bin zu den Klausuren gleich zu den Nachholterminen gegangen usw...Hab mich aber trotzdem zum Examen gemeldet, man will ja auch fertig werden und aufs PJ hatte ich schon richtig Bock!
    Die 1. Prüfung habe ich auch schon bestanden, der Weg dorthin war schon eine Qual, die Prüfung erst recht und ich bin an dem Punkt angelangt, wo einfach NICHTS mehr geht!!
    Die nächsten Prüfungen stehen vor der Tür, ich bin darauf nicht mehr vorbereitet, mich treibt nichtmal mehr die Angst durchzufallen oder meine PJ-Stelle zu verlieren an und der dann drohende Stress im Elternhaus....absolute Leere und (geistige) Erschöpfung!! Da ich unproblematisch durch das Studium kam, nimmt mich auch keiner ernst deswegen.
    Ich könnte das noch Stunden weiterschreiben, aber ich versuche es erstmal kurz zu halten...

    Mir nutzt es auch nichts mehr, jetzt vielleicht eine Krankmeldung zu erhaschen und noch 2-3 Wochen Lernzeit rauszuschlagen....

    Was würdet ihr in meiner Situation tun? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder kennt Möglichkeiten?

    Viele Grüße!!!

  2. #2
    Unregistriert
    Gast
    Hallo Blackbird,

    ganz ehrlich: An deiner Stelle würde ich es durchziehen. Wenn es dir wirklich schlecht geht, lern weniger und schlaf mehr. Geh viel an die frische Luft und geh auch mal mit Freunden weg. Ich bin mir fast 100%-ig sicher, dass du auch so durch die Prüfungen kommst. Denn am wichtigsten ist in den Prüfungen, dass man sich Dinge durch gesunden Menschenverstand erarbeiten kann; das angelernte Wissen ist, meiner Erfahrung nach, eher nebensächlich. Auch die Noten lassen sich nicht beeinflussen, deshalb mach dir wegen denen keinen Kopf. Hauptsache du bestehst und kannst endlich ins Berufsleben einsteigen. Du hast jetzt wahrscheinlich noch vier nervenaufreibende Wochen vor dir, aber denk immer daran, dass du danach deinen Traumjob ausführen darfst! Ich würde die Stelle auf keinen Fall dadurch aufgeben, dass du nicht mehr zu den Prüfungen gehst.
    Ich wünsche dir alles Gute! Halt die Ohren steif, du hast es bald geschafft!

  3. #3
    Unregistriert
    Gast
    ganz ehrlich: das hört sich ernster an ... ich bin keine psychologe, aber das klingt schon heftig...ich würds abbrechen und zum psychologen gehen. bevor du zusammenbrichst...ich hab das ganze examens theater gerade durch...das stresst einfach ungemein und ich war kein mensch mehr...wenn man dann schon vorbelastet ist oder sich noch mehr druck macht....puh, das wird heftig. wenn du richtig zusammenbrichst, dann kommste mehrere monate nicht mehr hoch, also lieber vorher die reißleine ziehen....PJ stelle, schön und gut, aber praktika kann man überall auch nach dem examen noch machen. deine gesundheit ist einfach wichtiger.

  4. #4
    Unregistriert
    Gast
    Ich bin die 1. Unregistriert von oben und ich war auch nicht mehr ich selber während der Prüfungen. Man steht einfach wochenlang unter Dauerstress und natürlich ist das nicht gesund. Aber man steht es durch und ich kann nur von meiner eigenen Erfahrung reden, aber als ich aus der letzten Prüfung rausgegangen bin und mir klar wurde, dass ich es hinter mir hatte, war ich einfach nur euphorisch! DAS hat mir wieder Kraft gegeben. Wenn du nach den Prüfungen trotz allem noch ausgebufft sein solltest, dann frag deinen zukünftigen Chef lieber, ob du das Praktikum nicht nen Monat nach hinter verschieben darfst. Dann hättest du Zeit, dich richtig auszuruhen.

  5. #5
    Hallo, ich wollte mich nur schnell für eure Antworten bedanken!!
    Ich antworte ausführlicher, wenn ich an meinen PC kann heute Abend!

    Viele Grüße!

  6. #6
    Neuer Benutzer
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    Mach dir nicht so viele Gedanken um´s Durchfallen und so. Das ist doch alles gar nicht so wild!

  7. #7
    Hallo, nochmal.

    "Unregistriert 1", ich danke dir für deine aufmunternden Worte, das ist sehr lieb . Und Glückwunsch, dass du es schon geschafft hast! Was du vorgeschlagen hast, macht natürlich alles Sinn!! Habe auch schon versucht so zu denken, da ich mich schon während des 1. Examens schon total runtergezogen habe, rumgeheult habe und völlig neben mir stand. Das ist auch in gewisser Weise normal, denke ich. Aber es war auch viel "positiver Stress" und Ehrgeiz dabei, der mich an den Schreibtisch und die Bücher getrieben hat. Viel Aufregung kam auch daher, dass man quasi mit dem Stoff sowas von vollgestopft war. Man konnte kaum abwarten, die Prüfung zu erledigen und wusste auch im Hinterkopf: das wird was.
    Jetzt ist es leider gar nicht so. Ich hab mich auch schon länger psychisch angeschlagen gefühlt. Alles war wegen des Studiums so in den Hintergrund getreten, dass es mir jetzt auch egal geworden ist. Dachte eigentlich, dass mich die Aussicht auf das PJ nochmal "pusht", aber das klappt auch nicht. Motivation, Konzentration und bisheriges Basiswissen (komischerweise) ist irgendwie auf 0. Und ich muss persönlich gut vorbereitet sein, sonst merkt man mir das schnell an und auch solche "Erarbeitungsaufgaben" bekomme ich dann nicht auf die Reihe. Aus der 1. Prüfung kam ich auch alles andere als euphorisch .

    Dazu kommt, dass ich von dem Studium total enttäuscht wurde. Viele Vorlesungen waren schlecht und oberflächlich, gingen teilweise über gutes Oberstufenwissen gar nicht hinaus, man hat kein selbständiges Arbeiten oder Recherchieren gelernt, musste aber jeden Detailmist auswendig lernen. Und das wars jetzt tatsächlich....Dann bin ich noch an der Einstellung von Kommilitonen verzweifelt (die Profs vielleicht auch?!) "Wozu soll ich soviel lernen? Ich will doch nur in die Apotheke."...

    "Unregistriert 2", dir auch Glückwunsch zum Examen! Ja, ich habe auch Angst, dass mir die Sicherungen komplett durchknallen und ich wirklich nichtmehr hochkomme, ich hoffe, dass es bei dir nicht der Fall eingetreten ist...

    Nun ja, lange Rede kurzer Sinn (hat aber gut getan, das mal zu schreiben!!). Ich stehe momentan mit dem Rücken zur Wand, ohne Joker oder sowas in der Hinterhand.
    Dem nächsten Prüfer kann ich nur sagen, wie es momentan aussieht. Ich erhoffe mir gerade von diesem Prof. Verständnis und Tipps, wie ich weiter vorgehen kann ohne am Ende mit leeren Händen dazustehen. Was ich meinen Eltern auftischen soll, weiß ich noch nicht. Ich kann sehr gut überspielen, wenn es mir schlecht geht und habe Angst, dass mir mein Verhalten als Faulheit ausgelegt wird. Das ist aber ein anderes Thema....

    muggimax, das freut mich, dass du das so sehen kannst !!

    Viele Grüße

  8. #8
    Unregistriert
    Gast

    Das scheint normal zu sein bei euch..

    Wo hier von Psychologen gesprochen wurde: Ich bin ein werdender. Und mein Studium scheint mir unglaublich viel leichter als Eures. Warum bin ich hier? Und warum schreibe ich in einen Thread von Asbach-Uralt? Weil meine Freundin gerade das Studium durchmacht und ich irgendwo loswerden muss, dass ihr ja wohl eine vollkommen hirnrissige Prüfungsstruktur und PO haben müsst - und ich mich frage, wieso ihr dagegen nicht rebelliert.

    Nach der 3 von 5 Prüfungen steht sie kurz vor ihrem 20 Nervenzusammenbruch - und ihr könnt euch vorstellen, wie emotional belastend das für ihre Umwelt und Beziehung ist. Wie kann eine staatliche Prüfung den Menschen sowas antun? Und wieso rastet ihr nicht kollektiv aus und versucht mal was an dieser Untat was sich momentan noch "Studium" nennt bei euch zu ändern?

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Avatar von mia
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    Apothekerin
    Weil es so verdammt schwierig ist, ein Studium mit Staatsexamen zu ändern.
    Bei uns haben die Profs größtenteils Verständnis, und versuchen auch das ganze halbwegs erträglich zu machen. Aber die Professoren müssen eben im Rahmen der Approbationsordnung bleiben. Und wenn diese geändert werden soll, wirds gleich politisch, mit allem Lobbyismus die die Pharmabranche aufbringen kann.
    Der BPhD z.B setzt sich ja schon dafür ein, ein Ansatz wäre z.B. das Studium auf 9 Semester zu verlängern. Das würde aber bedeuten, dass man ein halbes Jahr später ins Berufsleben einsteigt, und eben auch ein halbes Jahr später erst in die Rentenkasse einzahlt.
    Und für ein Naturwissenschaftliches Fach ist ja auch ziemlich normal, 1-2 Semester länger als Regelstudienzeit zu studieren. Ein weiterer Punkt ist meiner Meinung nach, das im Studium auch einfach nicht die Zeit bleibt, einen 'Wiederstannd' zu organisieren. Wer täglich 10h in der Uni hockt und abends noch Protokolle schreibt und lernt, macht danach garnichts mehr.

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lisel
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    137
    Apothekerin
    Seh ich auch so wie mia. So gut wie jeder Prof bei uns bedauert uns und sagt er hat dafür verständnis, dann kommt aber immer das ABER- andere schaffen es ja auch und man bekommt das schon hin usw. Das ist mit das größte Problem, es funktioniert im Moment eben noch- zwar nicht gut für uns aber irgendwie läuft es und selber was zu machen ist dazu dann unmöglich und nach dem Studium will man glaube ich einfach nichts mehr davon sehen oder hören. Und wenn das Studium länger wird, dann wird garantiert nicht das vorhandene auseinander gezogen sondern es kommt neuer Stoff dazu. Also auch nicht so das Wahre.

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