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Thema: Giftige Gase im chemischen Labor

  1. #1
    Benutzer
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    Giftige Gase im chemischen Labor

    Hallo alle zusammen,

    mich würde mal interessieren was ihr über giftige Dämpfe im Chemiepraktikum denkt.
    Na klar, es gibt Abzüge .. Aber kann man sich wirklich darauf verlassen, dass jeder auch seine Versuche im Abzug macht, die da hingehören?
    Gerade wenn man mal eine Pause an der frischen Luft gemacht hat und wieder zurück ins Labor kommt - jeder der das Praktikum einmal gemacht hat kennt den Geruch. Vor allem Ammoniakgase verbreiten sich schnell und auf den Geruch könnte ich nun wirklich verzichten - wenn es sich dann auch noch um konzentrierte Ammoniaklösung handelt......
    Bin gespannt auf eure Erfahrungen.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Thomas
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    Tjoah Ammoniak, HCL und Essigsäure riechen muss auch ja irgendwann mal gelernt werden ;-)
    Später kommen nachher auch öfters die beliebten Ether-Gerüche

    Habe auch noch nie erlebt das in der Apotheke für diese Stoffe unter den Abzug marschiert wurde, gut bei rauchender HCL oder reiner Essigsäure ist es angebracht, aber ich sah es immer als gratis-Behandlung der verstopften Nasen im Praktikum an.

  3. #3
    Administrator Avatar von ooonja
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    Bei uns war es auch normal, dass es im Labor eher nicht so toll riecht. Mein persönlicher Favorit ist dabei Schwefelwasserstoff... Es sind einfach zu viele Leute im Labor und damit ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand mit stinkenden Chemikalien am Platz und nicht unter dem Abzug hantiert recht groß (sei es jetzt aus mangelndem Platz im Abzug, oder einfach Faulheit, Schussligkeit). Ich hatte insbesondere nach den Chemiepraktika auch regelmäßig Kopfschmerzen - die Gerüche haben dabei sicher ihren Teil dazu beigetragen.
    Wenn man mitbekommt, dass jemand mit Chemikalien "rumstinkt" kann man ihn ruhig mal auf den Abzug hinweisen. Ansonsten Nase zu und durch; und wenn möglich kurze Pause an der frischen Luft (oder auch im Flur) machen.

    lg

  4. #4
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    Also bei Ammoniak/HCl/Essigsäure würde ich mir keine so großen Gedanken machen, solange jemand seiner Analyse nicht auch noch Feuer unter dem Hintern macht, sodass sehr große Mengen auf einmal verdampfen. Wo ich aber auf jeden Fall etwas sagen würde, wäre bei Salpetersäure (Stickoxide), Schwefelwasserstoff und bei irgendwelchen möglicherweise karzinogenen organischen Lösemitteln. Mit sowas muss definitiv unter dem Abzug gearbeitet werden, obwohl ich es natürlich auch schon erlebt habe, dass ich unter Zeitdruck war und unter dem Abzug einfach kein Platz war. Man kommt in diesem Moment sicherlich in Versuchung, die Arbeit außerhalb des Abzugs zu machen, aber eigentlich ist es verantwortungslos, das muss man ganz klar so sagen.

  5. #5
    Apothekerin Avatar von 1981engelchen
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    Also, ich würde schon dringend empfehlen mit den "stinkenden" Chemikalien unter dem Abzug zu arbeiten, wenn man das den ganzen Tag einatmet, kann es sonst nur mit Megakopfweh enden - vor allem wenn das Ether und Pyridin und dieses ganzes leckere Zeug dazukommen. Zwischendurch auch auf jeden Fall mal an die frische Luft und durchatmen, gesundheitsförderlich ist das ja auch alles (größtenteils) nicht unbedingt - und je mehr davon in der Luft rumschwirrt, desto schlimmer! Also: Ab unter´n Abzug ihr Stinker!

  6. #6
    Studi Avatar von Nachi
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    Jaja...das gute H2S aus dem ersten Semester. SO2 finde ich allerdings auch klasse. Wir arbeiten eigentlich fast ständig unter'm Abzug und unsere Assis greifen auch hart durch, wenn da jemand meint, er müsse das nicht tun. Leider lässt sich das Gestinke nicht vermeiden, da die Abzüge auch immer mal wieder geöffnet werden oder auch mal jemandem etwas runterfällt. Gestern haben wir Chlorcyclohexan destilliert und wir sollten die Glasgeräte unter unserem Abzug ausspülen und die Flüssigkeit direkt in einen Behälter geben, der ebenfalls dort stand. Tja, und dann war wohl jemand hektisch oder einfach kurz unaufmerksam und zack, da rutscht es einem auch schon aus der Hand. Ist dann auch für denjenigen sehr ärgerlich. Musste sich mit PEG waschen und alles und das Labor roch natürlich entsprechend toll. Ist doof, aber kann jedem passieren.

  7. #7
    N06BC01 Avatar von Shimone
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    Das Labor ist doch dafür da um ein paar unnötige Lebensjahre bei Seite zu schaffen :P
    Ne ganz im ernst da muss man einfach durch, man stirbt schon nicht davon und später hat man dann auch sicher bessere Arbeitsbedingungen.
    Für mich waren die Abzüge bis jetzt immer eher eine Art dekoration, denn entweder standen da 2-6 Leute und das Teil war sperrangelweit offen oder es lag irgend ein müll drunter (z.B. die Wasserbäder während unseres Phytochemie PRs) so das man erst gar nicht darunter arbeiten konnte.
    Und bis auf ein paar Kopfschmerzen oder Hunger hatte bei uns keiner was.
    Es gibt so viele alte ApothekerInnen, da kann das doch nicht so schlimm sein
    Und ich so: "Jetzt guck doch mal über den verdammten Tellerrand hinaus"
    Und er so: "Ah da ist der Löffel"

  8. #8
    Unregistriert
    Gast
    Ich freue mich, das Labor im ersten Semester überhaupt überlebt zu haben. Ich hatte im Praktikum Leute, die immer wieder mit u.a. Arsenverbindungen am Platz und nicht unter Abzug gearbeitet haben oder auf die Ideen kamen, Hexacyanoferrate selbst herzustellen ohne wirklich Ahnung davon zu haben was sie da tun (natürlich auch am Platz und nicht unter Abzug)...

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