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Thema: Protest gegen Neonaziaufmarsch

  1. #1
    Administrator Avatar von ooonja
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    Protest gegen Neonaziaufmarsch

    "Am 17. Oktober wollen Neonazis [...] wieder eine Großdemonstration durchführen."

    Die Aktion "Leipzig nimmt Platz" will sich genau dem widersetzen. Geplant sind dabei Kundgebungen, Straßenfeste, Kulturveranstaltungen sowie friedliche und gewaltfreie Widersetz-Aktionen.
    Wir als Leipziger Studenten und Bewohner dieser schönen Stadt sollten nicht einfach wegschauen, sondern etwas tun!

    Zur Vorbereitung findet am 11.10. ein Aktionstrainingstag statt, Dabei bekommt man rechtliche Hinweise, kann an einem Aktionstraining teilnehmen, oder sich beim Transparente-Malen nützlich machen. Das ganze findet im Kulturcafé Knicklicht, Dresdner Straße 79, 04317 Leipzig ab 11:30 Uhr statt.

    Mehr Infos findet ihr auf Leipzig nimmt Platz

  2. #2
    hausmeister Avatar von wundi
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    So Leute,
    heute gilt es Platz zu nehmen! Bin selbst grad auf dem Weg - auf der oben genannten Seite gibt es auch Live-Infos! Also kommt vorbei und verhindert solche rechten Demonstrationen in unserer Stadt!

    Nachtrag:

    Wieder (unbeschadet) daheim...

    Hier mal die beste Info, die es heute dazu gab:

    15:58
    die nazidemo ist aufgelöst, da es angriffe auf die polizei gegeben hat. die wasserwerfer wenden sich gegen die nazis. bleibt bitte zusammen, seid vorsichtig! die party auf der eisenbahnstraße geht bis auf weiteres weiter.
    Geändert von wundi (17.10.2009 um 19:05 Uhr)

  3. #3
    Administrator Avatar von ooonja
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    Der Protest war ein voller Erfolg, denn auf Grund von 2000 Gegendemonstranten konnten die ca. 1000 Neonazis ihren Marsch durch die Stadt nicht einmal beginnen. Nachdem ihnen stundenlang der Weg versperrt war, fingen sie an Polizisten mit Steinen, Holzstangen und Flaschen zu attackieren, dabei wurden 4 Polizisten verletzt, einer davon schwer. Nach diesen Übergriffen löste die Polizei die Veranstaltung. Die Teilnehmer der Nazidemo wurden wegen Landfriedensbruch angezeigt. Außerdem kann die Stadt in Zukunft leichter Nazidemos verbieten.

  4. #4
    Neuer Benutzer Avatar von Mademoiselle
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    Es ist doch immer wieder schön zu merken, dass man doch etwas bewirken kann!

  5. #5
    stud Avatar von Katha
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    traurig, dass es nur 2000 waren. es hätte sich auch ruhig mal wenigstens die hälfte der "demokraten" hinbewegen können, die sich beim Lichtfest haben feiern lassen.

  6. #6
    Administrator Avatar von ooonja
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    Aktion Dresden nazifrei

    So, wer diesen Samstag noch keine Pläne hat, für den habe ich einen Vorschlag:
    "Am 13. Februar 2010 werden wir zusammen mit tausenden von Menschen den größten Naziaufmarsch Europas in Dresden verhindern."

    Wie schon seit einigen Jahren, findet wieder ein Aufmarsch von Neonarzis in Dresden statt - einer der größten in Europa. 8000 Teilnehmer werden dazu erwartet.

    Um dies zu verhindern wird es friedliche Menschblockaden geben, doch dafür sind mehr Menschen notwendig als am 17. Oktober in Leipzig! Für das Ziel "Nie wieder Faschismus" muss man etwas tun und zwar am Samstag in Dresden!

    Mehr Infos findet ihr auch unter: DRESDEN NAZIFREI

    Nun die Frage an euch: Wer kommt mit?

  7. #7
    Administrator Avatar von ooonja
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    Wie die meisten sicher schon gehört haben, konnte zum ersten Mal der jährliche Nazi-Aufmarsch in Dresden verhindert werden, durch Blockaden um den Neustädter Bahnhof. Stundenlang wurden die Blockaden aufrecht gehalten, bei Minusgraden. 17:27 Uhr gab die Polizei bekannt, dass der "Trauermarsch" nicht statt finden kann, da eine kleinere Alternativroute nicht schnell genug geräumt werden konnte. Damit war die Sicherheit der Nazis nicht mehr geleistet und sie mussten wieder nach Hause fahren. Doch leider gab es auch Verletzte, wie beim Überfall auf das AZ Conni.

    Mehrfach gab es Blockaden der Zuggleise, sodass Züge den Neustädter Bahnhof nicht erreichten, sondern nur bis Radebeul Ost verkehrten. Somit wurde die Anreise vieler Nazis verzögert, doch auch für Gegendemonstranten wurde es komplizierter nach Dresden zu kommen, zumal die Routen der Straßenbahn durch Blockaden geändert werden mussten.

    An der Menschenkette um die Dresdener Innenstadt waren ca. 15.000 Menschen beteiligt. Das ist eine beeindruckende Zahl. Und auch wenn die Idee nicht schlecht ist, so hätte sie doch nichts verhindert.

    In diesem Sinne: weiter so!

  8. #8
    Administrator Avatar von ooonja
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    Auch dieses Jahr wollen Nazis wieder durch Leipzig marschieren. Für den 16. Oktober 2010 wurden bisher 4 Veranstaltungen angemeldet und genehmigt!
    Deshalb ruft das Aktionsnetzwerk "Leipzig nimmt Platz" dazu auf die Aufmärsche friedlich und gewaltlos zu verhindern:

    "WIR ERKLÄREN:
    1. Wir sind entschlossen, Neonaziaufmärsche in Leipzig zu verhindern.
    2. Neonazistisches Einstellungen und Ideologien der Ungleichwertigkeit (wie Rassismus, Antisemitismus, Faschismus, Nationalismus und die Reduzierung von Menschen auf eine Verwertungslogik) haben in Leipzig keinen Platz.
    3. Wir sind solidarisch mit allen, die diese Ziele mit uns teilen.
    4. Wir wollen das in gemeinsamen und gewaltfreien Aktionen erreichen.
    5. Wir werden den Neonazis mit Widersetz-Aktionen zeigen, dass wir sie weder in Leipzig noch anderswo dulden."

    Insgesamt wurde eine Teilnehmerzahl 1500 für folgende Routen angemeldet:
    • Aufmarsch – West („Gegen Polizeiwillkür und staatliche Gewalt“)
      Plagwitz – Engertstrasse/ Karl-Heine-Straße über Käthe-Kollwitz-Straße, Friedrich-Ebert-Straße, Jahnallee, Ranstädter Steinweg und Tröndlinring bis zum Hauptbahnhof
    • Aufmarsch – Nord („Zukunft statt Krisenzeiten“)
      Rathaus Wahren. Georg-Schumann-Straße (Zwischenkundgebung an Arbeitsagentur), Eutritzscher Straße, Gerberstraße, Hauptbahnhof
    • Aufmarsch – Innenstadt („Kapitalismus abschalten – Zinsherrschaft brechen“)
      Hauptbahnhof über Tröndlinring, Goerdelerring, Dittrichring, Martin-Luther-Ring, Roßplatz, Augustusplatz und Georgiring zum Hauptbahnhof.
    • Aufmarsch – Süd („Gegen linksradikale Hetze durch Roter Stern Leipzig“)
      Bruno-Plache-Stadion – Connewitzer, Probstheidaer und Zwickauer Straße, Dankwartstraße, Liechtensteinstraße, Bornaische Straß, Karl-Liebknecht-Straße über den Petersteinweg bis zum Martin-Luther-Ring.


    Also nehmt erneut Platz um die Aufmärsche der Nationalsozialisten zu verhindern! Dass es funktionieren kann, hat man letztes Jahr gesehen. Jetzt liegt es an uns, ob wir es zulassen wollen, dass Nazis durch unsere schöne Stadt ziehen. Aber nicht nur Leipziger sind aufgerufen, für Nicht-Leipziger wird es eine Anreisekoordination geben.

    Die genauen Infos gibt es wieder auf: Leipzig nimmt Platz

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  9. #9
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    Es gibt (wenn auch erstmal vorläufig) gute Neuigkeiten!
    Zum einen wurde die Demonstration im Süden von Leipzig von der Stadt auf Grund der „unmittelbaren Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung“ verboten. Für die anderen drei Aufmärsche im Westen, Norden und den Innenstadtring wurde verfügt, dass nur am Hauptbahnhof demostriert werden darf (der Platz darf nicht verlassen werden). Damit wird es (wahrscheinlich) keine Märsche durch Leipzig geben. „Wir haben zwar genügend Polizeikräfte für den Schutz einer Versammlung aus dem rechtsradikalen Spektrum, aber nicht für drei“, so Rosenthals Begründung. Am Samstag finden in Leipzig außerdem der Leipziger Opernball, eine Show von Mario Barth oder ein RB-Spiel gegen Wolfsburg II statt.

    Allerdings wurde von Seiten der Anmelder der Veranstaltungen Widerspruch beim Verwaltungsgericht Leipzig eingereicht. Eine Entscheidung wird es am Freitag geben. Aber wie das Urteil auch ausfallen mag - in Leipzig ist kein Platz für Nazis!

  10. #10
    Administrator Avatar von ooonja
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    Nachdem sowohl das Verwaltungsgericht Leipzig und das Oberverwaltungsgericht Bautzen die Entscheidung der Stadt Leipzig bestätigt hatten, blieb den Nazis nur die Kundgebung am Hauptbahnhof. Zu dieser kamen jedoch weit weniger als die erwarteten 1.500 - es war kaum etwas von ihnen zu sehen. Insgesamt blieb es recht ruhig, die Veranstaltung wurde auch schon vor 17 Uhr als beendet erklärt (wegen Teilnehmermangel) und die Nazis von der Polizei zu den Zügen geleitet.
    Laut Polizei kam es in den frühen Morgenstunden zu 2 Sachbeschädigungen an der Elektronik von Signalanlagen der Deutschen Bahn - wahrscheinlich um die Anreise von Nazis nach Leipzig zu erschweren.
    Die Zugänge zur Odermannstraße (Lindenau), in der sich der Sitz des Abgeordnetenbüros eines NPD-Landtagsabgeordneten und der Anlaufpunkt der neonationalsozialistischen Freien Kräfte befindet, wurde von Gegendemonstranten abgeriegelt. Damit gab es auch "Kein Bier für Nazis" , da der bestellte Bierwagen nicht zu dem Büro durchdringen konnte.
    Aber auch sonst gab es viele Aktionen in der Stadt - so fanden z.B. in vielen Kirchen Mahnwachen statt.

    Leipzig hat gezeigt, dass hier kein Platz für Nazis ist. Danke!

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