Ergebnis 1 bis 3 von 3

Thema: Sertralin vernünftig absetzen

  1. #1

    Sertralin vernünftig absetzen

    Hallo Zusammen,

    mein Bruder ist schon zwei Mal am Absetzen von Sertralin 100mg gescheitert. von 100 auf 50 runter ging meist vergleichsweise Problemlos, aber von 50 auf 25 und dann auf 0 waren dann immer zu hart für ihn. Habt ihr Tipps, wie ich ihm da unter den Arm greifen kann oder selber Erfahrung mit dem Absetzen von Sertralin? Dieses Mal soll es echt klappen, es wird ja immer schlimmer, mit jedem gescheiterten Versuch... Wenn ich jetzt schon sehe, wie nervös er ist, wenn er über das Absetzen redet, bricht es mir das Herz...

  2. #2
    Studi Avatar von Nachi
    Registriert seit
    13.09.2010
    Ort
    Münster
    Beiträge
    930
    Pharmaziestudentin seit 2010
    Wurde darüber denn schon mit dem Arzt gesprochen? Ich habe auch schon von Fällen gehört, in denen versucht wurde das Medikament abzusetzen und es nicht geklappt hat. Manche Personen sind dann leider so krank, dass sie ein Leben lang das Medikament nehmen müssen. Es ist dann eben wie beispielsweise bei herzkranken Patienten. Da kann man auch irgendwann einmal Versuchen, die Dosis zu reduzieren oder das Medikament ganz abzusetzen und bei vielen ist dieser Versuch nicht mit Erfolg gekrönt. Es ist schade und traurig, wenn man lebenslang auf ein Medikament angewiesen ist. Ich weiß ja nun auch nicht, wie gut oder schlecht es deinem Bruder denn MIT dem Medikament geht. Sicher möchte man eigentlich nicht von Medikamenten in diesem Sinne abhängig sein, dass es einem NUR damit gut geht, aber man sollte sich das dann wirklich wie jede andere chronische Krankheit vorstellen. Ich selbst kann keine wirklichen Tipps geben, sondern nur raten, es mit dem Arzt abzusprechen, wenn das nicht schon passiert ist.

  3. #3
    Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass der Psychiater eingeweiht ist, komplett auf eigene Faust Antidepressiva abzusetzen ist nämlich höchst fahrlässig!

    Ich habe selber mal eine kurze Zeit Sertralin genommen, bin dann aber, weil es bei mir nicht so gut gewirkt hat, auf Escitalopram umgestiegen. Grundsätzlich ist es auf jeden Fall vernünftig, sie in langsamen Schritten auszuschleichen. Wenn der Übergang von 100 auf 50 relativ reibungslos verläuft, warum bleibt er dann nicht einfach bei 50? Oder wirds nach ner Zeit dann wieder schlimmer?

    Was man auf jeden Fall auch probieren kann, ist von 50 auf 37,5 auf 25 auf 12,5 auf 0 zu gehen, d.h. die Intervalle einfach noch kleinschrittiger zu machen. Dafür bräuchte man allerdings einen Tablettenteiler, weil es meines Wissens Sertralin teilbar nicht unter 50mg gibt. Schaut doch einfach mal vorher nach, ob man Sertralin überhaupt teilen darf: https://www.ntvital-shop.de/tablettenteiler/ (dürfte aber eigentlich nichts gegen sprechen).

    Viel Erfolg beim Absetzen dieses Mal. Wenn er allerdings sehr nervös bei dem Gedanken ans Absetzen wird, dann ist er mMn nach auch mit kleineren Schritten und Tablettenteiler noch nicht weit genug dafür...

Ähnliche Themen

  1. Dunkelfärbung des Stuhlgangs auch nach Absetzen von Ferro Sanol
    Von Thesorizus im Forum Off-Topic und Plauderecke
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 19.07.2019, 14:33
  2. Verlauf einer Arzneistofftoleranz nach Absetzen
    Von Unregistriert im Forum Pharmakologie
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 18.09.2014, 23:06
  3. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 19.04.2013, 17:36

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •