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Thema: Nach 10 Jahren öffentliche Apo in KH wechseln? PTA

  1. #1
    Unregistriert
    Gast

    Nach 10 Jahren öffentliche Apo in KH wechseln? PTA

    Hallo,
    die KH-Apo vor Ort sucht eine PTA in Vollzeit. Ich habe mich schon immer etwas interessiert bzw. war neugierig, wie es ist, dort zu arbeiten. Das hat sich nie so ergeben und ich habe auch nur für das sechsmonatige Praktikum, mich bemüht, dort hineinzuschnuppern. Es hat aber nie geklappt.
    Nun ist es so, dass ich an einem Punkt bin, an dem die öffentliche langweilig ist. Gleichzeit habe ich aber alles, und damit meine ich wirklich nahezu alles, an chemischen, galenischen Kenntnissen verloren. Ihr kennt das sicherlich. 10 Jahre in der öffentlichen und man rührt vielleicht mal zwei Salben pro Tag im Unguator. Aber sonst nichts. Naja gut, Gesichtswasser;-)
    Will sagen, letzendlich keine Ahnung mehr von der PTA Schule. Auch nicht was das Prüfen von Ausgangsstoffen anbelangt, das wird nur auf Papier gemacht bei uns.:-).
    Kapseln habe ich gehasst, weil sie immer unterschiedlich schwer waren bei mir.

    Dennoch bin ich neugierig auf KH- auch aus der Situation heraus in der öffentlichen unzufrieden zu sein (Langweilig, wenig Abwechslung, pampige Kunden, Rabattverträge, Genehmigungen, Chef-Hierarchie etc., und auch die Arbeitszeiten)

    Wie ist es nach so langer Zeit in die KH zu gehen? Lernt man das nochmal? Kriegt man das alles in Ruhe beigebracht? Geht man noch mal sowas wie Kapselherstellung oder das Prüfen von Arzneimitteln durch, wann arbeite ich unterm Abzug, wie funktioniert nochmal der Peleusball, wie, wie, wie?
    Bin total verunsichert, weil ich das schon fast peinlich finde, aber man baut so extrem an Wissen ab nach 10 Jahren in einer Dorf-Standard-öffentlichen-Apo;-(
    Vielleicht kann mir jemand was Nettes schreiben oder Tips geben.
    Danke schonmal.

  2. #2
    Atavar
    Gast
    Das ist leider nicht so einfach zu beantworten :-(

    Es hängt sehr von der jeweiligen Apo und den dort arbeitenden Kollegen ab. Aber grundsätzlich ist es meist nicht schlimm, wenn das theoretische Wissen nicht mehr Top ist. Auch in der KH-Apo arbeiten nur Menschen und Dinge, mit denen man sich nicht mehr befasst, fallen irgendwann einfach hintenüber.
    Hatte heute aktuell eine Frage zu Rezeptabrechnung und musste echt grübeln (kaum zu glauben, dass das vor ein paar Jahren mein täglich Brot war^^).

    Und grad so Kniffe im Labor hat man schnell wieder drauf. Also nur Mut! Wenn du es wirklich willst, mach es!
    Ich vermisse die öffentliche zwar schon ein bisschen, fühle mich im KH aber auch sehr wohl und kann nicht Klagen :-)

  3. #3
    Unregistriert
    Gast
    Bin kein PTA, sondern Pharmaziestudent, habe aber 2x 4 Wochen Praktikum in zwei verschiedenen Krankenhäusern gemacht: es kommt doch sehr auf das KH an aus meiner Sicht. In dem kleineren Kreiskrankenhaus wurde noch sehr viel per Hand einsortiert (fand ich persönlich öde), die Belegschaft bestand aus 7 Leuten und der Schwerpunkt lag auf Stationsbelieferung und Zytoherstellung. Die Hierarchie war flach und der Umgang einigermaßen okay miteinander, sachlich und höflich. In dem zweiten, sehr viel größeren KH waren viele Prozesse automatisiert und die PTA's waren auch hier hauptsächlich mit Zytoherstellung, Rezepturherstellung und Logistik beschäftigt. Meine Erfahrung hierbei war, das im Zuge der Klinischen Pharmazie die größere Apotheke mehr Gelder versucht hat für die Anstellung neuer Apotheker zu verwenden und daher den Automatisierungsprozess vorangetrieben hat, was mehr Arbeit für die PTA's bedeutet hat aber auch mehr Eigenverantwortung, da die Apotheker verstärkt auf den Stationen zum Einsatz kamen.

  4. #4
    Hey, ich habe im KH gearbeitet und kann dir vielleicht etwas helfen. Also ich bin nach meinem halbjährigen Praktikum ins KH gegangen und wurde etwas eingearbeitet, aber vieles war learning by doing, weil es vso iele Tätigkeitsbereiche gibt und durch die Stationsbelieferung einfach wenig Zeit bleibt, einem alles haargenau zu erklären, da hängt vieles vom Personal ab und natürlich vom Chef. Meine erste Chefin hat händeringend gesucht und ihr war es egal, dass ich keine Erfahrung in diesem Bereich hatte, bei meiner heutigen Chefin sähe das sicherlich anders aus, weil ihr Augenmerk auf Erfahrung gerichtet ist, da hätte ich damals schlechte Karten gehabt. Bei uns gab es routierende Arbeiten wie Zyto, Parenteralia, Rezeptur, Chemische Analytik, Kommissionierung, Stationsbegehung, Bestellungen, Einteilung zum Telefonservice. Es gibt für das KH auch diverse Fortbildungsmaßnahmen, wie in Hamburg, München oder im Saarland. Da kommt es auch drauf an, wie das KH zu Fortbildungen steht. Ich persönlich finde, dass man sowas auf jeden Fall machen sollte, weil im Alltag zu wenig Zeit bleibt um alles zu erklären oder nachzuvollziehen und einfach für die persönliche Entwicklung ist das gut. Ich konnte micht recht schnell zurechtfinden und die Dinge sind auch nicht sehr schwer. Und mit etwas Übung findet man sich in alles hinein. Es mag am Anfang recht viel sein und du wirst senken, wie schaffe ich das alles bloß, aber das gibt sich alles mit der Zeit. Ich habe mich dort wohl gefühlt und meine Entscheidung nie bereut. Und du kannst da sicher auch mal zum Probearbeiten vorbeikommen. Vieles hängt einfach davon ab, ob du ins Team passt und wie der Chef tickt und wenn der gut drauf ist und sieht, dass du das wirklich willst und warum, dann sollte das nicht unmöglich sein. Also nur Mut.
    Geändert von Serpentine (30.01.2015 um 11:24 Uhr)

  5. #5
    Unregistriert
    Gast
    Danke für die vielen Antworten. Ich werde es mir jetzt mal gründlich überlegen. Leider geht es auch nur um eine zeitlich begrenzte Stelle in Elternzeitvertretung. :-(

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