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Thema: Funktion einer alten Analysenaage

  1. #1

    Funktion einer alten Analysenaage

    Guten Morgen,

    ichh bin ein "Altfall" , eine PTA die nach langen Jahren einen Wiedereinstieg macht. Nun zu meinem Problem. In einer meiner jetzigen Apotheken , in der ich stundenweise arbeite, steht eine alte Analysenwaage, mit der ich noch nicht gewogen habe. Mich würde interessieren, wie sie funktioniert. Es ist keine elektrische, sondern eine alte mechanische Präzisionswaage, mit der ich nicht wiegen kann, da ich in der PTA schule schon mit elektrischen Analysenwaage gearbeitet habe. Wie funktioniert das Wiegen mit einer solchen Waage, bzw. das tarieren. Die Feingewichte, die ich habe sind alle geeicht, die Waage auch, ich könnte loslegen. Wie tariere ich ein Uhrglas, auf das ich eine Menge von zB. 0,025 g wiegen will.

    Die Waage sieht ähnlich aus, wie diese hier: http://upload.wikimedia.org/wikipedi...ysenwaage2.jpg

    Vielleicht sind ja noch andere Dinosaurier hier. Bitte keine Komments ala " mit soetwas wiegt man nicht mehr, andere Waage kaufen oder so.."

    Sylvia

    Die Beschreibung in Wikipedia war irgendwie mit "Gewichte abheben" das verstehe ich nicht. Die Waage ist auf Punkten ganz fein gelagert, da kann man doch nichts "abheben" oder so!!!

  2. #2
    Unregistriert
    Gast
    Im Prinzip funktioniert es wie eine Wippe auf dem Kinderspielplatz. Ein Gewicht auf der einen Seite der Waage hebt den Balken aus der Waagerechten. Um ihn wieder waagerecht zu bekommen, muß nun auf der anderen Waagenseite soviel Gewicht aufgelegt werden, bis es dem ersten Gewicht entspricht.

    1. Schritt: Urglas/Wägegefäß auf die eine Seite ( Seite A) . Nun solange Gewichte auf die zweite Seite (Seite B) bis der Zeiger der Waage im Nullpunkt zum Ruhen kommt.
    2. Schritt: auf die Seite B das Gewicht auflegen, das der abzuwiegenden Substanz entspricht. Nun vorsichtig auf dem Urglas die zu wiegende Substanz "aufstreuen"/abwiegen bis wieder der waagerechte Balken erreicht ist und der Zeiger im Nullpunkt zum ruhen kommt.
    3. Schritt Über/Unter-wägung feststellen, durch Nachlegen von Gewichten auf Seite B bzw durch Entfernen von Gewichten von Seite B.

    So ganz vereinfacht dargestellt

  3. #3

    Aber..

    ...im Prinzip ist mir das schon klar, wie eben früher an den alten Waagen. Aber diese spezielle Waage ist ja so genau, dass es sehr schwierig ist, das Uhrglas genau auszuwiegen und mit Gewichten zu tarieren Ich dachte , es gibt da einen mechanischen Trick - irgendeine übersetzung, die das Tarieren einfacher macht. Die alten Teewagen hat man ja mittels Tarierschrot austariert, also von einem Tara-Becherlein ins andere Tarierschrot gekippt, bis die Waage ausgeglichen war. Aber diese Teewagen sind ja viel gröber.
    Nun ist wahrscheinlich der "Trick", das Uhrglas schon vorher an einer mittelgenauen Waage vorzuwiegen und dann mittels normalem Gewichtssatz wegzutarieren. Danach erfolgt die Wägung mit Milligrammgewichten. Oder wie? Falls jemand was anderes denkt, bin gespannt.

    Sylvia

  4. #4
    Studi Avatar von Nachi
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    Ich habe in meiner Apotheke auch einmal mit einer solchen Analysenwaage wiegen müssen. "Unregistriert" beschreibt das sehr gut und mit Hilfe meines Apothekers habe ich das auch ganz gut geschafft.

  5. #5
    ... tja, ich wollte mir da keine Blöße geben, dass ich einen eventuellen Trick nicht kenne. Wenn ich es normal mit Gewichten wegtarieren muss, dann passt es schon. Dann mache ich ja wenigstens nichts verkehrt. Finde bloß das Auswiegen des Uhrglases sehr diffizil mit dieser Waage, dauert lange , bis der Zeiger endlich "Ruhe" gibt.

    Sylvia

  6. #6
    Studi Avatar von Nachi
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    Joa, ich habe das zum Glück doch noch recht schnell hinbekommen, weil wir in der PTA-Schule auch immer mal wieder zum Üben mit Handwaagen arbeiten mussten. Das war auch nicht so leicht.

  7. #7
    Handwaage hab ich noch bis vor 6 oder 8 Jahren, vor meiner letzten Kinderpause noch regelmäßig gemacht. Bin immer gut zurechtgekommen.

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