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Thema: unwichitge erkenntnisse

  1. #1
    genießer Avatar von itac.cati
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    unwichitge erkenntnisse

    ich hab gerade festgestellt, dass der "Riedel: Anorganische Chemie" eigentlich gar nicht so schlecht ist wie ich dachte.
    hatte mir nur so gedacht zur klausur vorbereitung mal noch ein anderes nachschlagewerk zu hilfe zu nehmen als den ehlers ... nachdem der heute beim kolander ja nicht so gut abgeschnitten hat ;o)

    wusstet ihr z.b., dass man die formel zur ph-berechnung schwacher säuren nicht immer nehmen kann?:
    pH=1/2 (pKs-lg c) nur wenn c>Ks
    denn sonst ist der protolysegrad laut ostwaldschem verdünnungsgesetz so groß, dass das alles nimmer hinhaut.

    diese erkenntnis ist bestimmt nicht sonderlich wichtig, aber ich fand sie so toll, dass ich sie gern mit euch teilen wollte *g* und außerdem wäre so ein pharma-forum ohne bissle rumzuklugscheißern doch langweilig.

  2. #2
    kann Zeit verflüchtigen Avatar von sharksen
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    Na, wir hatten in der Schule eh noch andere Möglichkeiten, den pH-Wert zu berechnen. Das steht so auch in dem Abitafelwerk...

  3. #3
    Apothekerin Avatar von Kirsten
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    das ist äußerst interessant! aber die Frage ist nun, ob es relevant für uns ist, denn für den Kolander ist ja nicht alles so ganz richtig...

    aber es ist gut zu wissen!

  4. #4
    genießer Avatar von itac.cati
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    naja so nen fall mit so ner starken verdünnung hatten wir zwar noch net, aber wer weiß welche spitzfindigkeiten in der klausur drankommen ... und für den fall könnt ihr ja an meinen eintrag denken!

  5. #5
    Sylvi
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    danke cati... inzwischen bin ich mir ganz sicher: so eine ausnahme kommt dran... (du hast uns allen grade die 100% gesichert)

    dafür gibts nen kuss: :-*

  6. #6
    Studentin Avatar von Caro
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    rein hyphothetisch: wie berechnet man den ph-wert dann, also wenn c<Ks ?

    das wäre doch die frage aber sowas kommt doch hoffentlich nicht dran

  7. #7
    Foren-Guru Avatar von Christin
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    Aufpassen, das sieht schwerer aus, als es ist:

    c(H3O+)= (-Ks/2)+ ((Ks²/4)+Ks*c(Anfang))^(1/2)

    pH=-lg[H3O+]

    Zur Erklärung: Die Anfangskonzentration entspricht ja nicht der Hydroniumkonzentration. Diese Gleichung ist, wie ihr vielleicht mitbekommen habt, die Lösungsformel einer quadratischen Gleichung. Wollt ihr, dass ich die hier noch herleite? Ich könnte es, aber ihr könnt mir auch so glauben.

    Wenn die Annahme Ks/c(Anfang)<0,01 beziehungsweise Kb/c(Anfang)<0,01 gilt, dann lässt sich das so vereinfachen, wie wir das gelernt haben. Also

    c(H3O+)=(Ks*c(Anfang)^(1/2)

    beziehungsweise logarithmiert dann

    pH= (pKs-lg(c(Anfang))/2

    Alles klar?
    Geändert von Christin (22.11.2007 um 17:17 Uhr)
    You shoot me down, but I don't fall - I'm Titanium!

  8. #8
    genießer Avatar von itac.cati
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    also ich hätte jetzt gesagt für den fall das c<Ks heißt das ja laut ostwaldschem verdünnungsgesetz, dass der protolysegrad sehr groß ist. im riedel stand alpha>0,62 ... und man muss dabei bedenken, dass es sich ja eigentlich um schwache säuren handelt!
    und deshalb hätte ich jetzt einfach pH=-lg c(anfang) gerechnet. natürlich wird das nur ne näherung, aber immer noch besser als mit dieser komplizierten formel von christin =o)

    @christin: hab ich das richtig verstanden, dass diese formel die gaaanz allgemeine ist, die immer gilt und unsere "normale" nur die vereinfachung, die halt an bestimmte bedingungen geknüpft ist?

  9. #9
    Foren-Guru Avatar von Christin
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    Genau so isses:shy:

    Die ist die allgemeine Herleitung aus der Gleichung für Ks, das ist eigentlich nicht schwer, halt bloß viel Schreibarbeit.

    Ich versuchs mal:

    Ks=([H3O+]+[A-])/[HA]

    [H3O+]=[A-]

    also Ks=[H3O+]²/[HA]

    im GG: [HA]=c(Anfang)-[H3O+]

    also Ks=[H3O+]²/(c(Anfang)-[H3O+])

    umgestellt: Ks*(c(Anfang)-[H3O+])-[H3O+]²=0
    0=[H3O+]²+Ks*[H3O+]-Ks*c(Anfang)

    das ist jetzt die quadratische Gleichung und mit der allgemeinen Lösungsformel ergibt sich dann die oben genannte Gleichung
    You shoot me down, but I don't fall - I'm Titanium!

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