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Thema: Arbeitsalltag PJ

  1. #1
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    Gast

    Arbeitsalltag PJ

    Guten Abend zusammen,

    ich bin seit etwa einer Woche in einer öffentlichen Apotheke und leiste dort die zweite Hälfte meines PJs ab (die ersten 6 Monate habe ich in der Forschung verbracht).
    Eine Woche ist noch keine lange Zeit, das ist mir bewusst, jedoch bekomme ich jetzt bereits Zweifel, ob ich mich für die richtige Apotheke entschieden habe. Während des Studiums habe ich immer wieder in einer Apotheke ausgeholfen und hinten bei den PKAs mitgeholfen.
    Nun ist es so, dass ich in den letzten Tagen nichts anderes gemacht habe als die Schubladen mit den Gratisproben für Kunden aufzufüllen, Werbezetell in die Apotheken-Umschau zu legen und diese dann an die Kassen zu verteilen, außerdem fülle ich die (in meinen Augen ziemlich überschaubare) Sichtwahl auf. In letzterer Tätigkeit erkenne ich noch einen Sinn, ich soll natürlich wissen, was hinter mir im Regal steht, sonst fühle ich mich jedoch eher wie ein Laufmädchen. Ich kenne einen Ausbildungsleitfaden der Apothekerkammer, der auch diese Tätigkeit in der ersten Woche vorschreibt und erst ab der zweiten Woche eine Einarbeitung in das Warenwirtschaftssystem vorsieht.

    Was habt ihr in den ersten Tagen und Wochen im PJ gemacht?

  2. #2
    Studi Avatar von Nachi
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    Bist du denn in der Apotheke, in der du sonst auch ausgeholfen hast oder in einer völlig neuen? Bisher kann ich zwar nur von meiner Erfahrung als PTA berichten, aber soweit ich das von Kommilitonen gehört habe, unterscheiden sich die ersten Wochen dort kaum. Auch ich musste genau solche Arbeiten, wie du sie beschreibst, erledigen. Anfangs war ich entsprechend deprimiert, weil Heftchen stempeln oder mit Zetteln befüllen einen selbst nicht sehr erfüllt. Irgendwann in der zweiten Woche kam dann dazu, dass ich die Inventur durchgeführt habe (wurde bei uns wöchentlich gemacht). Anfangs mit jemand anderem, irgendwann alleine. Dann kamen Rezepturen, die ich unter Aufsicht machen durfte. Im Laufe der Zeit konnte ich Rezepturen die häufiger bei uns hergestellt wurden und bei denen wenig Potential für Fehler vorlag auch alleine machen. In der 4. Woche wurde ich dann in's kalte Wasser geschmissen und wurde in den HV geschickt. Mein Chef hatte dafür einen Tag genommen, an dem es recht ruhig in der Apotheke war und er stand auch immer in der Nähe, falls ich etwas nicht wusste oder es ein beratungsintensiverer Fall war. Das Kassensystem kannte ich schon von der PTA-Schule und mir wurde nur noch gezeigt, wie Kundendaten aufgerufen werden und andere Kleinigkeiten.

    Wie du schon sagst ist eine Woche wirklich noch nichts. Wahrscheinlich will man dich in der Apotheke einfach erst mit ganz kleinen Arbeiten kennen lernen und dann wirst du Stück für Stück schon an die richtigen Aufgaben herangeführt. Sollte es nun aber die Apotheke sein, in der du bereits vorher schon ausgeholfen hast, dann würde ich vielleicht einmal mit dem Chef sprechen, da sie dich und deine Arbeitsweise ja eigentlich schon kennen sollten.

  3. #3
    Unregistriert
    Gast
    Ich stimme dem zu, warte etwas ab.
    Ich würde Praktikanten aber genau so heranführen, egal ob Famulant oder PJler, denn all das gehört auch zu den Aufgaben in einer Apotheke. Klar fühlt man sich leicht verarscht, hat vier Jahre Studium hinter sich und darf dann Zettelchen stempeln. Aber ich finde, dass man es selbst gemacht haben muss, um die Wichtigkeit dahinter zu verstehen. Eine Apotheke besteht aus so vielen kleinen Zahnrädchen, die ineinander greifen und nichts finde ich schlimmer, als Mitarbeiter (speziell Approbierte), die sich dafür zu schade sind und es nicht zu würdigen wissen.
    Musst du das allerdings dauerhaft machen, dann solltest du mit dem Chef sprechen. Ich habe anfangs auch solche "Laufmädchen"-Arbeiten erfüllt, war dann aber nach knapp einem Monat dauerhaft im HV. In dem ersten Monat kamen die ganzen Warenwirtschaftsaufgaben Stück für Stück dazu, sodass ich jeden Tag was neues gelernt habe und auch die Abläufe und Aufteilungen besser verstanden habe. Und meistens wird eben nicht unterschieden, was du bereits hinter dir hast (PTA-Ausbildung oder Studium), sondern du bist ein neuer Mitarbeiter und sollst alles kennenlernen. Gleichzeitig lernen deine Kollegen aber auch dich kennen, also immer schön motiviert beim Auffüllen der Sichtwahl (wobei du übrigens hervorragend den Beratungsgesprächen lauschen kannst und dir ein paar Sachen abgucken kannst!).

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