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Thema: ratlose Unzufriedenheit

  1. #1
    Unregistriert
    Gast

    ratlose Unzufriedenheit

    Ich habe letztes Jahr die Prüfung zur PtA bestanden. Mein Chef im halbjährigen Praktikum war sehr zufrieden mit mir und hätte mich auch gerne genommen wenn er eine Stelle frei gehabt hätte. Hatte er nicht, also habe ich mich auf Jobsuche begeben. Meine erste Arbeitsstelle habe ich gekündigt, weil ich von der Chefin gemobbt wurde. Ich habe direkt im Anschluss einen Job gefunden wo ich zuerst dachte, hier wird alles gut. Letztenendes war ich da aber nur so eine Art "Lagerfacharbeiterin". Hatte mich jetzt aber nicht weiter gestört, weil ich von einer Kollegin gehört habe dass es bis zu einem Jahr dauert bis der Chef einem was zutraut sprich Kunden bedienen und Rezepturen herstellen. Kurz darauf musste ich zweimal am Großzeh operiert werden weswegen mir der Chef kündigte.
    Im April diesen Jahres habe ich die dritte Stelle angenommen. Ich arbeitete in einer öffentlichen Apotheke, die ein Zytostatika Labor betreibt. Dort arbeitet ich und war sehr zufrieden mit dem Arbeitsalltag. Ich habe nie Beschwerden von meinen Kolleginnen gehört, die mich in irgendeiner Weise betrafen. Auch das erste Gespräch nach 3 Monaten mit meiner Chefin war positiv. Vor zwei Wochen kam dann der Hammer: Ich werde nach der Probezeit nicht übernommen. Im 2. Gespräch kurz vor Ende der Probezeit war sie sich noch nicht sicher, ob sie mich "übernimmt". Als ich sie nach den Gründen gefragt habe, bekam ich immer nur als Antwort: Das waren mehrere kleine Fehler, die dazu geführt haben.

    Jetzt meine Frage an euch: Liegt es tatsächlich an mir, dass ich keinen Fuß in der öffentlichen Apotheke fasse oder habe ich immer daneben gegriffen?

  2. #2
    Unregistriert
    Gast
    Hey
    das werden wir dir hier auch nicht sagen können, da wir dich nicht persönlich kennen, noch in den Apotheken dabei waren. In der Praktikumsapotheke war dein Chef sehr zufrieden, das klingt doch schon mal gut.
    Natürlich sollte man auch ein Stück weit Selbstreflexion betreiben. Wie hat man sich in verschiedenen Situationen (Stress, Ärger mit Kunden, usw) verhalten, wie hat man sich ins Team integriert, wie kam man grundsätzlich mit den Kunden zurecht, mit welcher Haltung ist man aufgetreten, wie sah es vom Fachwissen her aus (wobei du ja auch noch nicht lange mit der Ausbildung fertig bist und erst noch Erfahrung sammeln musst). Hast du Kontakt mit alten und/oder aktuellen Kollegen bzw verstehst du dich mit einem Kollegen/einer Kollegin besonders gut? Dann schildere die Situation und bitte um eine ehrliche Antwort, woran es liegen könnte. Nimm diese Antwort kritiklos an und überlege, ob etwas dran sein könnte und wenn ja, ob und wie du es ändern möchtest. Wichtig finde ich aber hierbei: mach es nicht zur Hauptaufgabe, herauszufinden, ob es an dir liegt. Damit machst du dich nur selbst fertig und am Ende hattest du einfach wirklich nur Pech.

    Unfair finde ich aber übrigens diese Aussage: "aufgrund mehrerer kleiner Fehler". Es gab keine weitere Erklärung? Wurden diese kleinen Fehler nicht im Vorfeld angesprochen? Wenn nicht, wie sollst du dann etwas lernen? Wie sollst du diese Fehler abstellen, wenn du nicht weisst, dass du sie machst? Ein guter Chef nimmt seinen Mitarbeiter auch mal zur Seite, spricht Fehler/Verhalten an und versucht gemeinsam mit dem Mitarbeiter Lösungen zu finden. Vielleicht bittest du sie hier nochmal um Aufklärung mit dem Hinweis, dass du es in der nächsten Apotheke besser machen willst. Auch hier, sollte sie mit dir doch ausführlicher sprechen: Kritik annehmen und daraus lernen.

    So und nun nochmal allgemein zu Apotheken. Sowohl aus Gesprächen mit Arbeitskollegen über ehemalige Arbeitsplätze, wie auch aus eigenen (aktuellen) Erfahrungen habe ich festgestellt, dass man sehr schnell Pech mit den Apotheken haben kann. Könnte ich in die Vergangenheit reisen, ich würde es tun, mir meine Bewerbung aus der Hand nehmen und zerreissen.

    Ich wünsche dir viel Glück für die zukünftige Apotheke.

  3. #3
    Unregistriert
    Gast
    Um dir da eine Antwort zu geben, müsste man 2 Dinge wissen:

    1. Was für Fehler
    2. Wie du so persönlich drauf bist

    Ich habe jetzt aus deinem Schreibstil nicht den Eindruck, dass es am Menschlichen scheitert - aber das ist natürlich nur ein Eindruck ...
    Die Bude, wo du aufgrund des Großzeh gekündigt wurdest, scheint mir allerdings an sich etwas gestört. Es ist ja nicht normal, dass man als fertige PTA erstmal ein Jahr nichts machen darf, so schwer ist es ja nun auch wieder nicht das richtige aus der Schublade zu holen oder Metronidazol irgendwo einzurühren.
    Sollte es sich bei den mehreren kleinen Fehler allerdings um Abgabefehler handeln, kann ich den jeweiligen Chef schon verstehen. Regelmäßige Abgabefehler sprechen ja eine recht eindeutige Sprache was Einstellung und Konzentration angeht. Hin und wieder kann das passieren, öfter aber nicht und auch nicht bei teuren Sachen: Hier darf man sich einfach nicht zu fein sein, sondern sollte jemand zur Kontrolle bitten. Für organisatorische Fehler muss man eine Zeit lang Verständnis haben, zumal manche Buden auch umständlich organisiert sind und man es als Anfänger dann doppelt schwer hat - dauerhaft geht das aber auch nicht.

    An deiner Stelle würde ich das jetzt mal nicht auf mich beziehen und halt weiter suchen, gibt ja genug Apotheken die jemanden brauchen. Ich hatte in der ersten Apotheke auch Problem ... Probleme die ich in der Qualität bisher nie wieder hatte, manchmal sind tatsächlich die anderen Schuld ... Gestörte gibts in der Pharmazie leider zuhauf.

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