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Thema: Aufhören oder weitermachen?

  1. #1

    Aufhören oder weitermachen?

    Hallo:-)
    Ich wollte einmal nach Erfahrungswerten anderer Pharmaziestudenten fragen. Ich bin im Moment im zweiten Semester,und habe bereits jetzt eine grosse Sinnkrise;-). Ich bin Mitte dreissig und habe meine Unizulassung über Berufserfahrung bekommen,habe also kein Abitur. Mein Realschulabschluss liegt 17 Jahre zurück und war nicht so gut. Die Ausbildung zur Pta( liegt auch schon länger zurück) habe ich ganz gut gemeistert. Dann kamen Arbeitsjahre bzw auch eine langjährige Pflegetätigkeit von schwerkranken nahen Angehörigen. Irgendwie füllte mich mein Beruf aber nie aus,und ich wollte noch mehr Lernen und Weiterkommen. So kämpfte ich mich durch mehrere Auswahltests und kam dann über Hochschulstart zur Uni. Die Umstellung war nicht leicht; nicht nur weil man mit zu den Ältesten gehört,auch das Lernen war/ ist deutlich schwerer als wie als Zwanzigjährige; aber das war ja von vornerein klar gewesen. Allerdings meinte auch ein Professor gleich am Anfang,das man das Studium über 25 gleich vergessen könne:-(( weil man halt nicht mehr so leicht/ gut lernt). Im ersten Semester habe ich im ersten Anlauf Chemie,Termi und Physik bestanden,aber nur relativ knapp. In Bio bin ich durch gefallen,in Mathe zweimal( Statistik und Co ist kein Problem,aber Integrale, Differenzieren geht gar nicht); und auch in Nomenklatur. Dort habe ich trotz Lernens gerade mal nur 5 von 34 Punkten erreicht; was peinlich ist, da fast alle bestanden haben. Ausserdem ist Nomenklatur wohl nicht gerade das schwerste Fach,vermute ich mal;-). Soll ich weitermachen, oder bin ich doch ungeeignet für die Uni?
    Mittlerweile denke ich jeden Tag daran aufzuhören, und dann mache ich aber doch weiter. Allerdings komme ich mit dem ständigen Druck ala jede Woche Kolloq auch nicht so richtig klar; einige psychosomatische Beschwerden haben sich bereits auch schon eingestellt. Ausserdem möchte ich auch noch wenigstens ein Kind,und wenn ich länger als 4 Jahre für das Studium brauche wird es zeitlich bereits eng;-). Ich finde es eigentlich auch besser ,das was man anfängt zu Ende zu bringen; aber um absolut jeden Preis? Gibt es hier noch mehr Ptas ohne Abitur,die das Pharmaziestudium bereits erfolgreich abgeschlossen haben; wie ist es mit Instrumenteller Analytik im 4.Semster; ich habe gehört,das man dort Integralrechnung zwingend braucht? Macht es wohl in meiner Situation Sinn,das ganze um jeden Preis durchzuziehen ( evtl. keine Kinder,finanzielle Belastung über Jahre) oder sollte man realistisch sein,und sagen, ich habe es probiert,aber es übersteigt wohl doch meine Fähigkeiten?
    Bestimmt kann man sich noch irgendwie bis zum 1. Stex durchwurschteln( falls man Instru und andere Hürden schafft); aber spätestens da fällt man doch mit so schwachen Leistungen bestimmt auf die Nase?
    Ich weiss,das ich mir das alles früher hätte überlegen sollen,aber ich hatte wohl den Fehler gemacht,das ich meine Leistungen und Leistungsfähigkeit wohl überschätzt hatte:-( Vielen Dank für das Lesen von diesem Roman:-)

  2. #2
    Zitat Zitat von Bluesea Beitrag anzeigen
    Allerdings meinte auch ein Professor gleich am Anfang,das man das Studium über 25 gleich vergessen könne:-(( weil man halt nicht mehr so leicht/ gut lernt).
    So ein Schmarrn.
    Zitat Zitat von Bluesea Beitrag anzeigen
    Im ersten Semester habe ich im ersten Anlauf Chemie,Termi und Physik bestanden,aber nur relativ knapp. In Bio bin ich durch gefallen,in Mathe zweimal( Statistik und Co ist kein Problem,aber Integrale, Differenzieren geht gar nicht); und auch in Nomenklatur. Dort habe ich trotz Lernens gerade mal nur 5 von 34 Punkten erreicht; was peinlich ist, da fast alle bestanden haben. Ausserdem ist Nomenklatur wohl nicht gerade das schwerste Fach,vermute ich mal;-). Soll ich weitermachen, oder bin ich doch ungeeignet für die Uni?
    Im 1. SteX ist Physik deutlich einfacher als die Klausur zur entsprechenden Vorlesung im Grundstudium. Da du ausserdem ohne Taschenrechner rechnen musst, ist die Mathematik dementsprechend einfach, dass du alles im Kopf rechnen kannst. Der Inhalt der Mathe Vorlesung ist für das 1. Stex nicht relevant. Terminologie konnte man nach der Klausur auch für immer vergessen, im 1 Stex kommt davon ebenfalls nichts dran.

    Zitat Zitat von Bluesea Beitrag anzeigen
    wie ist es mit Instrumenteller Analytik im 4.Semster; ich habe gehört,das man dort Integralrechnung zwingend braucht?
    Integralrechnung brauchst du ausser für deine Mathevorlesung nie wieder im Pharmaziestudium. Auch nicht für 1. Stex. Ich kann mich nicht erinnern, dass es in Instru in ieiner Form vorkam. Die einzigen Integrale, die es in Instru gibt, sind iwelche Flächen unter HPLC oder NMR Kurven, die du vom Programm fertig als Zahl angegeben bekommst. Du integrierst sie mit Sicherheit nicht manuell.

    Zum 1. Stex:
    Man soll einfach nur ausreichend oft die MC Fragen klicken und früh genug anfangen. Die Fragen wiederholen sich ja auch. Und die Inhalte des 1. Stex sind nicht so tiefgehend wie die entsprechenden Vorlesungen im Grundstudium. Es ist einfach nur viel, dafür aber recht oberflächlich.

  3. #3
    He,Danke, das hat mich schon etwas wieder aufgebaut;-) Es gibt einfach Momente, da möchte man einfach alles hinschmeissen ;aber das kennt wahrscheinlich in diesem Studium jeder mal;-). Man braucht wohl einen laaangen Atem und viel Durchhaltevermögen.

  4. #4
    Unregistriert
    Gast
    Hört sich doch alles "ganz normal" an. Du hast die meisten Klausuren auf Anhieb geschafft, durch Termi biste vermutlich durchgefallen weil du falsch gelernt hast (kann passieren - aus Fehlern lernt man ja) und Bio kann ich nicht beurteilen, aber wird sicherlich nicht "dein persönlicher Stolperstein" werden - so schwer ist Bio nicht.

    Ich habe mit jemand Pharmazie studiert der Mitte 50 war und der hat das auch (gar nicht mal schlecht) auch klar gemacht. Wenn man etwas wirklich will, dann schafft man das auch, allerdings ist eine "gewisse Motivation" für Pharmazie sicherlich enorm hilfreich, weil das Studium halt recht anspruchsvoll und zT auch ein bisschen zum kotzen ist - das sollte dir bewusst sein.

    Also lass dir nichts einreden, vor allem nicht von einem Prof. der Pharmazie ... Mit Mitte 30 gehört man gewiss nicht zu den Lernbehinderten ...

  5. #5
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    Allerdings meinte auch ein Professor gleich am Anfang,das man das Studium über 25 gleich vergessen könne:-(( weil man halt nicht mehr so leicht/ gut lernt)
    So ein Quatsch. Gibt doch einige, die Pharmazie noch später studieren. Ich hab mit 26 angefangen, bin jetzt 30 und im 7. Semester. Ich hab ein Semester trocknen müssen, weil ich zwei Mal durch Instru gefallen bin, das traf aber circa. 60 % unseres Semesters. Vor dem 2. Stex werde ich noch mal ein Lernsemester einlegen. Es ist nicht immer einfach und man hat oft Phasen, wo man denkt, es geht nicht mehr, aber irgendwie geht's dann doch immer.

    Wenn du allerdings merkst, es ist gar nicht deins, dann wär es auch keine Schande aufzuhören - das tun ja auch sehr viele.

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von mia
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    Apothekerin
    Ich stimme meinen Vorrednern weitgehend zu. Nur eines solltest du bedenken: das Studium in 4 Jahren fertig zu haben wird eng. verdammt eng. Wenn du jetzt schon viel Stress hast, wäre es vielleicht eine Überlegung das ganze etwas zu entzerren und evtl schon während des Studiums Kinder zu bekommen. Klar ist das doof, weil man Schwanger nicht ins Labor darf, aber wenn du dir durch unnötigen Zeitdruck nur noch mehr stress aufbaust, ist die warscheinlichkeit das Studium nicht zu packen noch höher.

  7. #7
    Hi, da hast Du Recht mit dem Stress. Aber wenn man z.B. nach dem ersten Staatsexamen ein Kind planen würde; ist es dann nicht noch schwieriger das Hauptstudium zu packen? Ich meine durch die "Doppelbelastung" ; das Hauptstudium wird ja bestimmt nochmal ne Ecke härter;-).Ausserdem wird es nicht einfach eine Betreuung zu organisieren;da sämtliche Omas und Opas bereits bis auf eine verstorben sind, und die einzige,die es noch gibt, arbeitet noch selber. Vielleicht gibt es ja einen Uni- Kindergarten,aber ob man da sein Kind bis 18 Uhr abgeben kann?( und möchte;-)) Alles nicht so einfach leider.

  8. #8
    Benutzer Avatar von GenieundChaos
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    Pharmaziestudentin
    Hm, also mir wurde in der Beratung am Institut auch gesacht, dass ichs gleich lassen soll, mit 30 und Ausbildung als Pharmakant trotz Abitur.
    Ausschlusskriterien wären laut Prof. 3 Punkte: Alter, Beruf und dass ich arbeiten muss, um studiern zu können
    Jetzt bin ich im ersten Semester und freu mich.
    Na klar isses ein Arsch voll Arbeit, sorry für die Ausdrucksweise.
    Und Freizeit hab ich deFacto keine mehr, selbst in den Ferien kaum.

    ABER: Ich WILL das, das Studium ist endlich und es interessiert mich brennend, auch wenn das Grundstudium eigentlich totale Zeitverschwendung is, weil man den Mist eh nie wieder brauch.
    Also beiß ich mich durch.

    Ich würde dir raten:
    Mach dir kein Stress von wg. in 4 Jahren fertig werden.
    Bissel länger zu brauchen is keine Schande, aber dran kaputt gehen schon.
    Wenn du Kinder möchtest, dann sieh dich einfach mal um, was die Uni an Kinderbetreuung anbietet und ob das für dich ok wäre bzw. was es drum rum noch so gibt.

    Wenn du den Zeitpunkt der Schwangerschaft gut planst, dann kannste die Zeit, wo du nicht ins Labor darfst zum Bsp. zum Lernen fürs 1. Stex nutzen oder so.

    Aber am wichtigsten ist: Überleg dir, was deine Prioritäten sind.
    Meiner Erfahrung nach ist das das Wichtigste, denn dann kannste dir nen Plan bauen, wie das unter einen Hut zu bekommen ist.
    Ich drück dir die Daumen!
    Menschen sind Engel mit nur einem Flügel, um fliegen zu können, müssen sie sich umarmen!

  9. #9
    Unregistriert
    Gast
    Hallo, ich bin 33, plane gerade mein Pharmazistudium, habe bereits ein fünfjähriges Kind und wollte nur mal loswerden, dass mich dieser Thread hier, sowie die Existenz dieses Forums sehr aufbaut.
    Allen Beteiligten meinen Dank und viele Grüße!

  10. #10
    Ich habe mit 26 mein Studium aufgenommen und war auch schon lange aus der Schule raus und muss in den Ferien arbeiten. Bin jetzt im ersten und ja es ist anstrengend, jedenfalls für mich zwischen all diesen Überfliegern und Frisch-Abiturienten zu bestehen, aber ich wusel mich da irgendwie durch, weil ich es unbedingt will. Es ist nicht einfach, aber auch nicht unmöglich. Ich versuche mir jeden Tag Mut zuzusprechen und stehe kurz vor den Klausuren. Und wenn ich das im ersten Anlauf nicht schaffe, dann eben im zweiten, nicht aufgeben und sich jeden Tag aufs Neue motivieren heißt die Devise. Und denk dran, du bist nie allein^^ zu mir meinte ein Dozent vorher, dass ich mich mit meinem Alter und Zeugnis gar nicht erst bewerben brauche. Kompletter Blödsinn. Ich habe es direkt reingeschafft. Lass dich davon nicht beirren.
    Geändert von Serpentine (22.06.2014 um 15:56 Uhr)

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