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Thema: Klinische Pharmazie - wie seht Ihr das?

  1. #1
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    Klinische Pharmazie - wie seht Ihr das?

    Hallo Zusammen!

    Da mein Studium schon eine kleine Weile her ist, würde mich mal interessieren, wie das Fach "Klinische Pharmazie" an Euren Universitäten mit Leben erfüllt wird? Seid Ihr der Meinung, daß Euch die Lehrinhalte nützlich sind, gefällt Euch das Fach? Ich persönlich bin ja schon ein bisschen neidisch auf Euch, denn zu unserer Zeit steckte das Ganze in den Kinderschuhen und wir haben an der Uni herzlich wenig davon mitbekommen. Alles mussten wir uns hinterher mühsam über Literatur oder Workshops zusammenklabüstern, da weiß man erst die geballte Wissensladung an der Uni zu schätzen :s!

    LG, Sabine

  2. #2
    Administrator Avatar von ooonja
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    Hallo,
    ich habe erst seit diesem Semester Klinische Pharmazie und finde es ziemlich gut, was wohl auch an dem Engagement des Professors liegt! Themen sind z.B. Arzneimittelinformation - das fand ich auf jeden Fall nützlich, dann gibt es noch Themen wie Dosisindividualisierung, oder klinische Studien. Bei uns kann man auch an Lehrvistiten auf Station teilnehmen, außerdem ist eine Lehrapotheke geplant. Die Vorlesungen in Krankheitslehre und Pharmakotherapie werden von wechselnden Ärzten gehalten, wobei das Niveau auch recht unterschiedlich ist. Ich finde es auch gut, gezielt über Krankheiten aufgeklärt zu werden, was man davon später gebrauchen kann, hängt wohl stark davon ab, wo man arbeitet.
    Ich kann aber nur für Leipzig sprechen, hier gibt es einige Infos auf der Seite der Klinischen: http://www.uni-leipzig.de/~pharm/klipha/lehre.html

    Mich würde auch mal interessieren, wie das an anderen Unis läuft?

  3. #3
    Unregistriert
    Gast
    Also an der Uni Düsseldorf ist es ählich. Wir lernen viel über therapie, Leitlinien, klinische studien und wie man kritisch an die ganzen sachen herangeht.

  4. #4
    Unregistriert
    Gast

    Uni München

    München ist da noch ein bisschen hinterher. Von Besuchen im Uniklinikum daneben spricht man nur im Rahmen der Sicherheitseinweisung im Labor. Die anderen Fachbereiche haben sich das ganze aufgeteilt, d. h. die ganze sache ist äußerst bunt zusammengeschustert. Jedes Semester wird der Schwerpunkt anders gelegt. Meist ist es aber mit Studentenvorträgen verbunden. Im 5. mussten wir Kurzreferate zur Beratung zu irgendwelchen Arzneistoffen halten. Das gute war, die Tage konnte man endlich mal daz lesen. Im 6. durften wir uns ein Thema, z. B. Diabetes, selbstständig in Kleingruppen erarbeiten und dann an einem Nachmittag unser Wissen in simulierten Beratungsgesprächen zur Schau stellen. Das Erarbeiten war echt effektiv und hat was gebracht, schade dass man da nicht mehr zeit im studium für sowas hat. Jetzt im 7. werden wir mal mehr mit dem Fach an sich konfrontiert. Wir hören alle zwei Wochen einen Vortrag von Menschen aus der Praxis zu beachtenswerten Arzneiformen, Studien oder wies in der Krankenhausapotheke abläuft. Einer unserer Sitzscheine, man kann sich ja denken, wie groß die Aufmerksamkeit ist. Im 8. geht dann die Reihe an die Pharmakologie, die kombinieren das Ganze wohl mit unserem letztem Pharma-Kurs und machen dann Vorträge zu pharmakologisch wichtigen Themen, wo wir wohl auch wieder aktiv werden sollen. Das wird dann auch fürs Examen gelernt.
    Gerade im 7. und 8. Semester finde ich, wollen die Lehrstühle damit ihr Lehrangebot abrunden. Die besprochenen Themen im 7. Semester finde ich gut, weil hier einigermaßen wissenschaftlich eine gute Betreuung spezieller Arzneimittel-Anwendungen besprochen wird. Im 5. und 6. Semester ists eher Beschäftigungstherapie für unterforderte Studenten.. Einfach schade, dass kein eigener Lehrstuhl eingerichtet wird, wo das ganze dann etwas mehr koordiniert stattfindet und auch mal am Anfang begonnen wird. Das ganze Fach finde ich aber deutschlandweit noch deutlich ausbaufähig. Wenn ich höre, wie das Studium im englischsprachigen Raum damiit gefüllt wird, bekomm ich immer ganz glänzende augen. Da verzicht ich echt gern auf ein paar Synthesen und Trennungsgänge..

  5. #5
    Unregistriert
    Gast

    In Bonn war`s super

    Also, in Bonn war es echt klasse. Prof. Jaehde ist ja der "Papst" für Klinische Pharmazie und es hat super Spaß gemacht. Das einzige Semester übrigens, das mir Spaß gemacht hat. Das hat mich so gefesselt, dass ich noch eine Diplomarbeit inKlinischer Pharmazie geschrieben habe.

  6. #6
    auch ähnlich eigentlich
    Ich kann micht nicht erinnern, dass ich mal was vergessen hätte

  7. #7
    Unregistriert
    Gast
    Ich werfe mal eine gewagte These in den Raum:

    Wer Pharmakologie kann, der kann auch klinische Pharmazie. Viele Dinge kann man sich aus einem soliden pharmakologischen Wissen ableiten (mal von methodischen Dingen abgesehen). Klinische Pharmazie ist eine sinnvolle Ergänzung, aber auch nicht mehr.

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