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Thema: Wie viele Chemiepraktika im Studium?

  1. #1
    Unregistriert
    Gast

    Wie viele Chemiepraktika im Studium?

    Ich habe gerade angefangen und ich hasse Laborpraktika. Die giftigen Chemikalien belasten mich sehr: Kopfschmerzen; allergische Reaktionen, Schleimhautreizungen. Jetzt frage ich mich, ob ich das Studium durchziehen soll oder nicht? Wie viele Laborprktika muss ich während dem Studium "überleben"? Wird in höheren Semestern mit weniger giftigen Chemikalien gearbeitet? Wie sind die Praktika in höheren Semestern? Wieder voller Quecksilberdämpfe? Oder wird dann nur noch mit harmlosen Stoffen hantiert?

  2. #2
    Unregistriert
    Gast
    Also ich hab auch schon eine kleine Verätzung, die aber sicher wieder abheilt. Ich bin auch echt empfindlich, aber mittlerweile hab ich mich daran gewöhnt und wir werden ja streng überwacht. Das mit der Schleimhaut kann man gut umgehen, indem man öfters mal rausgeht an die frische Luft. Ansonsten Hände öfters mal waschen. Zu Not gehst du halt öfters mal unter dem Abzug auch bei ungiftigeren Stoffen.

    Mir macht aber das Praktikum extrem Spaß. Also irgendwie denk ich mir in dem Moment "was mache ich hier überhaupt", aber am Ende des Tages merke ich was für eine Freude ich doch an den Analysen hatte.

    Du solltest das nicht als überleben betrachten, sondern es richtig auskosten. So eine Gelegenheit sich mal im Praktikum auszutoben, bekommt man nicht immer. Zudem haben es schon tausende vor uns geschafft.

    Ich glaube wir werden noch später gerade in organischen Praktikum sicher mit noch giftigeren Stoffen arbeiten.

    Wichtig ist den Respekt vor den Stoffen zu haben aber sich nicht verrückt machen. Ist leichter gesagt als getan. Ich habs schon erwähnt, ich bin auch ängstlich, aber man schafft es mit der richtigen Einstellung die Freude im Vordergrund rücken zu lassen.

  3. #3
    Unregistriert
    Gast
    Mir macht das Praktikum überhaupt keinen Spaß. Ich frage mich, wie man im Labor positive Gefühle entwickeln kann. Immerhin werde ich dort tagtäglich vergiftet und ich kann mich nicht schützen. Krebs auf Raten. Vielen Dank auch.
    Kann jemand, der schon fertig ist, vielleicht noch erzählen, wie das in höheren Semestern läuft? Wird es schlimmer oder besser?

  4. #4
    Studi Avatar von Nachi
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    Entschuldigung, aber warum hast du das Studium überhaupt angefangen? Wenn man KEINE Ahnung von der Materie hat, dann denke ich mir, dass du auch im Vorfeld nichts mit Chemie oder Physik zu tun hattest. Denn auch in der Schule wird schon mit "giftigen" Chemikalien hantiert. Da jetzt einen Aufstand zu machen, man würde ja mit absicht vergiftet ist auch totaler Humbug. Wenn es dir keinen Spaß macht, dann beende es einfach.

  5. #5
    Unregistriert
    Gast
    Ich denke, das ist von Uni zu Uni ein bisschen anders.
    Bei uns im Qualipraktikum wurden z.B die ganz giftigen Nachweise (z.B. Arsen) gar nicht durchgeführt.

    Es ist aber auch normal, dass man im ersten Semester noch ein wenig Angst vor den ganzen Chemikalien hat. Das nimmt mit der Zeit ab.

    Ich bin jetzt im vorletzten Chemiepraktikum und fühl mich gesund, obwohl ich mir schon oft Methanol über die Hand gekippt, mich mit Perchlorsäure verätzt und Bromdämpfe eingeatmet hab. Man lernt, das gelassener zu sehen.

    Auf dich zukommen werden wohl noch folgende Chemiepraktika:
    Quanti
    Organik
    Instrumentelle Analytik
    Arzneibuchanalytik
    Biochemie
    Arzneistoffanalytik
    Phytochemisches Praktikum

    Die Wirkung von Chloralhydrat in den Biokursen ist manchmal auch ganz lustig.

    Die Gefahrenhinweise lesen sich zwar immer ganz schrecklich, aber unsere Expositionszeit ist einfach zu kurz, um da größere Schäden auszulösen, wenn man halbwegs ordentlich arbeitet.

    Also nicht verrückt machen lassen

  6. #6
    Unregistriert
    Gast
    Zitat Zitat von Unregistriert Beitrag anzeigen
    Mir macht das Praktikum überhaupt keinen Spaß. Ich frage mich, wie man im Labor positive Gefühle entwickeln kann. Immerhin werde ich dort tagtäglich vergiftet und ich kann mich nicht schützen. Krebs auf Raten. Vielen Dank auch.
    Kann jemand, der schon fertig ist, vielleicht noch erzählen, wie das in höheren Semestern läuft? Wird es schlimmer oder besser?
    wow... was für eine negative Einstellung. Dann studiere was anderes. Du wirst wie geschrieben, noch sehr oft mit "gefährlichen" Stoffen arbeiten. Ich habe soviele Apotheker in meinerm Bekanntenkreis. Alle leben noch und haben kein Krebs... Das hätte dir bewusst sein sollen. Spätestens, wenn dich mit der Materie auseinander setzt.
    Mehr als Tipps kann ich nicht geben, schließlich bin ich gerade auch frisch am lernen.

  7. #7
    Unregistriert
    Gast
    Also "vergiften" ist ja mal etwas hart dahergesagt Wer in den Sicherheitsseminaren (die es ja vor jedem Praktikum verpflichtend gibt ) anwesend war und mit seiner Unterschrift bescheinigt hat, dass die dort vermittelten Sicherheitshinweise verinnerlicht wurden, weiß wie man sich in den Praktika zu verhalten hat um keinen toxischen Einflüssen ausgesetzt zu werden. Du wirst noch einige Pratika haben, wie oben schon schön aufgezählt wurde, und es wird überall mit mehr oder weniger gefährlichen Substanzen hantiert werden (wird im Arbeitsalltag eines Pharmazeuten/Apothekers ja genauso sein). Im übrigen habe ich die Praktika einschließlich des 5. Semesters hinter mir, setze gerade aus wegen Schwangerschaft, und kann versichern, dass weder ich noch mein Kind vergiftet sind

  8. #8
    Unregistriert
    Gast
    Einfache Frage, einfach Antwort: Zu viele!

    Es ist leider so, dass das Pharmaziestudium einen wohl zum chemisch-technischen-Assistenten ausbilden soll ... nur so kann ich mir die ewigen Praktika fast jedes Semester erklären. Wenn du damit wirklich gesundheitlich ein Problem haben solltest, dann lass es bleiben. Der Aufwand ist es sowieso nicht wert.

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