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Thema: Pharmaziestudium das richtige für mich?

  1. #1
    Unregistriert
    Gast

    Pharmaziestudium das richtige für mich?

    Hallo zusammen

    Ich bin 22 und studiere momentan im 4. Semester Versorgungstechnik an einer Fachhochschule.
    Es ist ein typischer Ingenieur-Studiengang, womit ich vom Niveau her sehr gut klar komme.

    In diesen Studiengang bin ich reingerutscht, weil mir die guten Jobaussichten gefallen haben und ich mit naturwissenschaftlichen Fächern allgemein ziemlich gut klar komme. Auch von Familienmitgliedern, die jahrelang in dem Bereich (Gas- Wasserinstallation) arbeiten, wurde ich motiviert das Studium anzufangen.

    In letzter Zeit habe ich aber oft nachgedacht, und festgestellt, dass ich mein Leben nicht in einem Ingenieursbüro verbringen will und ehrlich gesagt interessiert mich dieser Fachbereich auch so gut wie gar nicht.

    Fehler hin oder her, so ist es nun mal.

    Mein Wunschstudium war im Abi eigentlich schon Zahnmedizin oder Pharmazie, da ich beides extrem interessant finde, nur leider hatte ich mit einem Notendurchschnitt von 2,5 schlechte Voraussetzungen, das Studium anzufangen.

    Meine Frage lautet eigentlich, ob mein Interesse an Medizin allgemein, Chemie, Medikamenten und ihre Wirkungen auf den menschlichen Körper alleine ausreicht, um mich durch das Studium zu motivieren. Ich bin mir sehr bewusst, dass das Studium auf einer Uni viel härter und zeitintensiver als bisher sein wird, aber ich hab wenigstens das Interesse in diesen Bereichen, im Gegensatz zu meinem Ingenieursstudiengang.
    Ich werde mir auf jeden Fall noch Vorlesungen ansehen, um einen besseren Überblick zu bekommen und mich noch mehr informieren, aber es wäre schön noch einige persönliche Meinungen hier im Forum anzulesen. Ich werde auch in einer Apotheke wegen einem Praktikum anfragen, um zu schauen, ob der Beruf an sich interessant ist.

    Ich würde mich auf einige motivierende und ehrliche Antworten freuen und bedanke mich schon mal bei allen im Voraus

    MfG

    Ramon

  2. #2
    Unregistriert
    Gast
    Hi!
    Das Studium ist sehr fordernd. Nicht allein vom auswendig lernen her, sondern auch vom Verständnis. Es ist nicht zu unrecht gleich hinter Zahnmedizin im Ranking (bezüglich des Schwierigkeitsgrades). Es ist sehr zeitintensiv durch viele Praktika, Seminare und Protokolle aus den Praktika.
    So jetzt genug zum schlimmen Teil!
    Es gibt auch viele schöne Dinge: die Praktika sind teilweise echt interessant, natürlich auch viel Schrott dabei, aber so ist das bei so nem alten Studiengang. Die Zeit ist meist nur für ein paar Wochen bis zu 2-3 Monaten begrenzt. Danach ist das Praktikum vorbei und man hat Zeit für die Klausuren zu lernen. Ich hab mit nem Abi von 2,9 das Studium ohne Probleme geschafft (was ja nicht direkt heißt, dass es einem mit nem "schlechten" Abi schwerer fallen sollte). Gab auch viele 1er Kandidaten, die kläglich an Klausuren scheitern.

    Die Job Aussicht für Apotheker sind traumhaft: man bekommt quasi überall einen Job und es werden in den nächsten Jahren zich Apotheker in Rente gehen. Das Gehalt ist noch ok. Für die Verantwortung finde ich es eigentlich zu gering, grade im Vergleich zu Mediziner, die zwar mehr Verantwortung tragen aber ein gleichwertiges Studium haben. Aber durch die momentane Lage der verfügbaren apothekern kannst du wunderbar hanndeln beim Gehalt (10-20 % über Tarif sollten kein Problem sein). So kommt man schon im ersten Jahr in NRW auf ein Gehalt von mind. 3500€ brutto.

    Mir hats Spaß gemacht aber ich bin froh, dass es jetzt vorbei ist ^^

  3. #3
    Unregistriert
    Gast
    Wenn du 4 Semester in einem Ingenieursstudium klar machst, dann wirst du mit Pharmazie von Intellektuellen her mit Sicherheit keine Probleme haben.

    Die anspruchsvollste Mathematik beschränkt sich auf 3-Satz, Biologie geht über LK-Wissen auch nicht hinaus, ebenso Physik. Das einzige was mehr gemacht wird, ist Chemie. Allerdings keine anspruchsvolle Chemie wie in einem Chemiestudium sondern eher Grundlagen. Schwierig ist lediglich die Masse an Stoff mit Zeit und Motivation in Einklang zu bringen. IdR hat man ja nach 8 Stunden Uni (in der Pharmazie durchaus die Regel) keine Lust mehr noch groß was zu lernen. Weiterhin kannst du (anders als vielleicht im Ingenieursstudium) nicht erwarten nur "sinnvolle" Inhalte zu lernen. So lernst du zT sehr viel Schwachsinn, den du nie wieder (also wirklich nie wieder, egal was du machst) brauchen wirst.
    Und meinem Vorredner muss ich hier leider widersprechen: Wirklich verstehen musst du nur wenig - das meiste ist Faktenwissen. Ich kenne Leute, die gar nichts verstanden haben im Laufe des Studiums, und die eröffnen mittlerweile ihre eigene Apotheke (vermutlich weil sie nichts verstanden haben).

    Wenn du mit diesen Widrigkeiten klar kommst, dann wirst du definitiv keine Probleme haben.

  4. #4
    Unregistriert
    Gast
    Threadersteller hier:

    Das einzige, womit ich vielleicht Schwierigkeiten haben könnte, wäre die Auswendig-Lernerei, da ich eher ein logischer denker bin, d.h ein Mathematisches Prinzip lerne und das auf beliebig viele Fallbeispiele anwenden kann. Aber es gibt ja nix, was man sich nicht antrainieren kann

    Vom Verständnis her denke ich auch, dass ich mit klar komme. Chemie war für mich schon immer logisch und macht mir auch Spaß
    Ich habe in meinem jetzigen Studium sehr viel Freizeit, da ich nicht lange brauche, um wissenschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und somit nichts vor oder nacharbeite und nur in der Klausurphase anfange zu lernen.

    Ich finds nur schade, dass ich das Studium anfangen würde, wenn ich mit meinem jetzigen fertig wäre, und mich dann entscheiden müsste zwischen viel Geld im Ingenieursbereich verdienen oder nochmal 5 Jahre studieren und mit mind. 28 Jahren erst fertig zu werden, weil ich JETZT IM MOMENT grad mehr Lust auf Pharmazie habe.

  5. #5
    Unregistriert
    Gast
    Du musst bedenken, dass wenn du zu Ende studierst, als Zweitstudent läufst und dich somit anders bewerben musst. Soweit ich weiß, ist das in der Pharmazie zwar nicht so ein großes Problem, aber das würde ich an deiner Stelle noch einmal gut abwägen.

    Und ganz ehrlich, wenn es dir viel um Verstehen und Naturwissenschaft geht, dann bist du in der Pharmazie definitiv falsch. Pharmazeuten sind, auch wenn einige das Glauben, keine richtigen Naturwissenschaftler. Dafür lernst du zu wenig, und das was du lernt oft einfach nur auswendig.

  6. #6
    Unregistriert
    Gast
    Naja dass wir keine "echten" Wissenschaftler sind, will ich mal stark verneinen! Wir sind eben keine reine Naturwissenschaft, sondern eine Interdisziplinäre Wissenschaft, als Brücke zwischen Medizin Chemie etc.
    Wir haben die Möglichkeit über die eine wissenschaftliche Erkenntnis in ein anderes Fachgebiet zu übertragen.
    Der Chemiker weiß nichts von Medikamenten. Der Mediziner nichts von Chemie. Der Biologe nichts von Medikamenten oder Pharmakologie. Das kann man ewig weiter führen.
    Wir können zwar nicht in den reinen Disziplinen mithalten im Vergleich, zB. In der Chemie, aber man hat dennoch die Möglichkeit.

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