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Thema: Vorurteile pharmaziestudium

  1. #1
    Abi 2016
    Gast

    Vorurteile pharmaziestudium

    Hallo Community ;-) ,

    ich habe mich hier ein wenig im Forum ungesehen und auch ältere Beiträge gelesen und bin auf viele Diskussionen bzw Mythen gestoßen. Wäre nett wenn mir ein Pharma-Student sagen könnte ob die noch up To Date sind

    1. frauenanteil von bis zu 75% ?
    Ist das wirklich noch so extrem oder hat sich das reguliert, falls nicht : ist es als Mann nicht vielleicht sogar angenehm?weil ich kann mir schlimmeres als weibliche Gesellschaft vorstellen oder entbrennt da irgendwann ein unerträglicher Zickenkrieg( kenn ich aktuell vom Nebenjob als Kellner )

    2. hat man wirklich fast keine Freizeit? Wenn ja was Geist das denn konkret ? Das es zeitintensiv ist, ist mir bewusst. Aber Zeit für 1-2 Stündchen Sport am Tag wird doch meistens drin sein oder ? Und am Wochenende kann man doch auch mal in eine Bar oder Disko gehen? Also wenn nicht grade prüfungsphase ist.

    3. die Unterschiede zwischen den Unis. Manche würden einen wie Untermenschen behandeln, andere wären sehr angenehm. Welche könnt ihr da vielleicht empfehlen ?

    4. passt nicht ganz zum Thema aber welche Uni könnt ihr insgesamt empfehlen ?
    Also mir wäre es wichtig, eine moderne Uni mit netten Profs zu haben, gleichzeitig noch ein bisschen Zeit für mich, aber auch ein schönes Studentenleben geboten zu kommen . Also gute Bars und Clubs, Cafés , nette Leute die man einfach kennen lernt ( die gibt's zwar überall aber habe auch gelesen dass es in einer Grosstadt eher anonym ist.)
    ich hoffe dass ist nicht zu utopisch und dass es eine Uni gibt die zu mindeste die meisten Punkte erfüllt.

    Schonmal Danke an die die sich Zeit nehmen mir zu antworten

  2. #2
    1234
    Gast
    So, ich kann dir als Mann dann mal antworten ...
    frauenanteil von bis zu 75% ?
    Ja, oder mehr...
    ist es als Mann nicht vielleicht sogar angenehm?
    Na ja, kommt immer darauf an. Gibt definitiv schlimmeres, kann aber auch teilweise nerven. Auf jeden Fall kein Grund gegen das Studium. Sonst geht man eben nach dem Labor mal mit ner Männergruppe nen Bier trinken ;-)
    hat man wirklich fast keine Freizeit?
    Ich hatte genug Freizeit ... In der Prüfungsphase gibts gern mal nen paar Wochen, wo es stressiger ist, oder wenn das Labor nervt ...
    Aber Zeit für 1-2 Stündchen Sport am Tag wird doch meistens drin sein oder ? Und am Wochenende kann man doch auch mal in eine Bar oder Disko gehen?
    Jeden Tag Sport nur, wenn du nachtaktiv bist ;-) Aber den Sport aufgeben muss man definitiv nicht ... Natürlich hat man auch ein Wochenende...

    Ist alles natürlich recht subjektiv. Genau so zu deinen weiteren Fragen. Ich kann nur Bonn beurteilen und hier ist es schon zu empfehlen. Die 8 Semester gehen übrigens auch rum wie im Flug, also mach dir da mal keine Gedanken!

  3. #3
    Unregistriert
    Gast
    1. Ja der Frauenanteil ist in der Regel sehr hoch (70-85%)
    2. Freizeit ist natürlich relativ und hängt auch sehr von deiner individuellen Leistungsfähigkeit ab. Unterm Semester hast du aber definitiv sehr viele Pflichtveranstaltungen und auch solche, wo Teilnahme dringend zu empfehlen ist. Solche Dinge wie professionellen Leistungssport etc. kannste mMn definitiv knicken. Alles andere ist dann auch eine Sache der Individualität (zB hat nicht jeder Bock um 20Uhr nach 10h Uni noch was zu machen ... ich hatte nach langen Labortagen zB öfter mal Kopfschmerzen...).
    3. Ich glaube die Unterschiede zwischen den Unis sind tatsächlich relativ krass - wie bei Schulen halt auch. Frankfurt scheint mir ganz gut zu sein, da dort Profs sitzen, die wohl eher menschlich ganz ok sind und auch was erreicht haben (meistens sind die, die nicht wirklich was reißen auch menschlich recht daneben ...).
    4. Könnte mir vorstellen das Heidelberg oder Tübingen und auch andere kleine Uni-Städte vielleicht ganz nett sind. Hier haste eine gute Mischung aus Besonderheiten und Annehmlichkeiten, die sich lohnen könnten. Nur am "Provinztum" darf man sich dann halt nicht stören.

    Was die Güte einer Uni angeht, kannste dir das relativ leicht selbst erarbeiten. Guck dir mal die Examensstatistiken an (ich glaube impp hat die) und nimm das ins Verhältnis zu den Studienanfängern (es ist keine Kunst brutal zu sieben und sich dann mit guten Besterquoten zu brüsten ...)

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von Linalool
    Registriert seit
    09.10.2014
    Beiträge
    137
    Pharmaziestudentin
    1. Ja.
    2. Kommt darauf an was für ein Lerntyp du bist. Gibt ja Leute die viel lernen wollen/müssen, andere nicht.
    3. Düsseldorf ist ganz ok. So Mittel.
    4. Kenne nur die Pharmazie in Düsseldorf.
    Finde in Bonn aber die Uni und die Stadt sehr schön.

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von mia
    Registriert seit
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    229
    Apothekerin
    Jeden Tag 1-2h Sport? Niemals .
    Wir können ja mal grob überschlagen, wo man zeitweise mit rechnen muss (nicht jedes Semester):
    7h Schlaf
    2h morgens aufstehen, fertig machen, frühstücken, abends zähne putzen usw.
    1h Weg zur Uni
    10h Uni
    1h Abendessen
    3h Protokolle schreiben / lernen


    das macht zusammen schon 24h. Wenn man jetzt noch länger zur Uni pendelt, Abends noch selber etwas aufwändiger kocht, Einkaufen gehen muss, Wäsche macht oder die Wohnung saugen möchte, geht das alles von der Lernzeit ab. Wer weniger Schlaf braucht hat Glück gehabt, wer mehr braucht hat Pech.
    Das hier ist ein extrembeispiel, es wird nicht 8 Semester lang durchgehend so sein. Aber ein paar Wochen muss man sowas schon mal durchhalten.
    In der Vorlesungsfreien Zeit kann man sich die Zeit immerhin selber einplanen, da muss man nur für Klausuren lernen. Da kann man dann auch tatsächlich jeden Tag Sport machen.

    Ansonsten kann ich nur meinen Vorrednern zustimmen. Was die Uni angeht muss man wohl auf gut Glück einfach mal irgendwo anfangen.

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von Linalool
    Registriert seit
    09.10.2014
    Beiträge
    137
    Pharmaziestudentin
    Ich finde das ist hart übertrieben bzw. schwarz gemalt.
    Klar zu Laborzeiten ist man mal 8 bis 10h in der Uni. Protokoll kann man aber auch mal im Labor schreiben.
    Aber ganz so schlimm ist es wirklich nicht.

  7. #7
    Frischling
    Gast
    Also das mit den krassen uni Zeiten ist Quatsch! Jeder ist, abgesehen von den pflichtveranstaltungen, selbst für seine Freizeit verantwortlich... Ich habe in Leipzig und Düsseldorf studiert und habe grade mein 2. examen hinter mich gebracht. Es gibt selten Tage, an denen man 10h in der uni ist, das ist Blödsinn.
    Ich habe genau 50:50 in Leipzig und Düsseldorf gemacht und kann nur dageny sagen, dass es natürlich zu den Prüfungszeit grausig ist, da ist das abi hält en Witz gegen. Aber im Semester und in den Ferien ist halt eierschaukeln meistens angesagt.
    Klar gehen Praktika bis 6 Uhr offiziell, abemusze musst du seltenst ausnutzen.
    Allein weil die uni meist erst 8:30 beginnt und fast immer um 18:00 endet, sind 10h eh Quatsch.
    Du musst selbst wissen,wieviel Energie du da rein setzt.
    Ich habe nie viel für die uni getan, immer das nötigste und habe es einfach gehabt, examen war ok und gut genug für mich. Gibt genug die diese Mythen bestätigen, weil sie sich selbst den stress machen und die hatte ich im labor neben mir stehen und haben die gleichen aufgaben erledigt wie ich, und ich habe das nicht benötigt.

    Das Studium ist mit Sicherheit ein sehr anstrengenden, aber lohnenswertes Studium. Der mix aus den Naturwissenschaften ist gut, praktische Anwendung kommt erst nach dem 1. examen hinzu. Vorher hat es mehr theoretischen Charakter.

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Avatar von mia
    Registriert seit
    10.09.2010
    Beiträge
    229
    Apothekerin
    Ok, man ist tatsächlich selten 10 Stunden in der Uni. Da nur sehr wenige Praktika bis 18:30 gehen sind es meistens eher 9,5 h . Ich habe ja auch geschrieben dass es nicht durchgehend so ist, aber eben vorkommt. Da vor allem im Hautstudium ein Großteil der Veranstaltungen Pflichtveranstaltungen sind, erübrigt sich das mit Freizeitgestaltung irgendwie. Viele Erstsemester gehen meiner Meinung nach naiv ins Studium, da sollte man ruhig mal ehrlich sein und die auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Ich wollte keine Ängste schüren, man sollte aber eine reelle Vorstellung von dem haben was einen erwartet. Ich erwarte immer lieber etwas schlimmes und lasse mich dann positiv überraschen, z.B. habe ich das Studium mit der Vorstellung begonnen, dass ich bestimmt 1-2 Semester über Regelstudienzeit brauchen werde. Dadurch war ich häufig viel gelassener, auch in Nachklausuren.

    Zu behaupten man könne immer das halbe Semester nur eierschaukeln finde ich wiederum Blödsinn. In einem trockensemester vielleicht, aber sonst?

    Trotz dem ganzen Stress würde ich es wieder studieren.

  9. #9
    Unregistriert
    Gast
    Natürlich gibt es stressige Zeiten, aber im Grunde war es ganz schön! Inhaltlich zeitweise extrem viel aber machbar. Zu Anfang hätte ich nie gedacht das alles in Regelstudienzeit zu schaffen, geschweige denn das 2. Examen im ersten Anlauf zu schaffen. Und trotzdem hat alles geklappt mit wenig Aufwand in der Vorlesungsreihe, nur zu den Klausuren den Arsch aufgerissen.
    Und in der Schule habe ich nur en 2,9er abi gehabt und bin wahrlich nicht strebsam ^^ mit etwas verstand und Fleiß im richtigen Moment ist das sehr gut machbar mit wenig Aufwand!

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