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Thema: Psychologe Arzneimittel?

  1. #1
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    Psychologe Arzneimittel?

    Mein Psychologe hat mir angebliche Antidepressiva gegeben. Die wirkten auch irgendwie. Dann erfuhr ich daß ein Psychologe sowas garnicht verabreichen darf. Ich hab ihn zur Rede gestellt und der hat gemeint er darf Placebos verabreichen, und meine wären Placebos mit Wirkstoff. Das hatte ich dann so akzeptiert aber jetzt hab ich Zeit gehabt und mal richtig recherchiert und hab jetzt doch sehr stark das Gefühl daß der mich total verschaukeln will. Bevor ich ihn zur Rede stelle und gehörig meine Meinung verkünde will ich sichergehen ob es nicht etwa doch sowas gibt wie Placebos mit Wirkstoff?

  2. #2
    Benutzer Avatar von Sertuerner
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    Wenn Placebos Wirkstoff hätten, wären sie keine Placebos.

  3. #3
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    Der hat gemeint Placebos hätten immer einen Bezug auf was sie Plazebowirkung haben. Was irgendwo auch Sinn macht weil wenn man paar Placebos als "Hungerdepressivum" benutzen würde hätten die ja keine Placebowirkung weil die ja mit Stärke gefüllt sind. Also richtiger Wirkstoff in dem Sinne. Also kann bei mir da Antidepressiva drin sein wenn es zB ein Appetitblocker Placebo sein soll? Ist das Gesetz so gestaltet daß der das als Placebo verschreiben darf?

  4. #4
    Benutzer Avatar von Sertuerner
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    Nochmal: Placebos enthalten keinen Wirkstoff.
    Jedoch kann nach der Einnahme einer solchen Zuckertablette eine Wirkung eintreten. Diese Wirkg kommt allerdings nicht von der Tablette. Wenn dein Psychologe dir ein Placebo gibt und dir sagt welchen Effekt du durch das Placebo bekommst, so nimmst du deine Tablette ja auch mit der Erwartung ein,
    dass dieser Effekt auch eintritt. Die Wirkung ist dir also suggeriert worden. Er hätte dir auch ein blaues m&m geben können, der Effekt wäre der gleiche.

  5. #5
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    In einem anderen Forum wurde so was erläutert was für meinen Fall zutreffen könnte. Zum Beipiel könnte man einigen Menschen Schlafmittel geben, um es zu testen, und der anderen Gruppe Placebos. Diese sind dann Schlafmittelplacebos aber die dürfen Antidepressiva enthalten denn es sind keine Antidepressivaplacebos. Mit der Antidepressivawirkung können die Tester ausschliessen, daß die Placebo Testpersonen schlafen gehen nur wegen einer Depression und den Test verfälschen.
    Und solche Placebos darf der Psychologe anscheinend verschreiben. Ich hoffe mal daß es so stimmt und ich mit meinem Psychologen nicht mehr verärgert sein brauche. Trotzdem vielen Dank für die Antworten.

  6. #6
    Studi Avatar von Nachi
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    Also hier nochmal ein Link: http://flexikon.doccheck.com/de/Placebo
    Also sollten in Placebos keine Antidepressiva, Hustenmittel oder sonst was drin sein.

  7. #7
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    Jetzt habe ich mir selbst zwei Placebos zur Überprüfung "placeboiert". Bei zwei von vier Placebos hatte ich den Inhalt ausgetauscht gegen Puderzucker. Und ich wusste also nicht mehr welche mit Wirkstoff waren (falls Placebos mit Wirkstoff) und bei welchen ich den Inhalt ausgetautscht hatte.
    Die hab ich dann genommen. Jetzt hatte ich irgendwie vier verschiedene Reaktionen und nur bei einer Kapsel wurde meine Stimmung aufgehellt. Keine Ahnung. Vielleicht hat eine der originalen Kapseln nicht gezündet wegen Wechselwirkungen weil ich Antibiotika nehme zur Zeit. Ich weiss nicht. Je mehr ich mich damit befasse desto deprimierter werde ich. Ich werde das mit dem Psychologen besprechen und dann weitersehen.

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Avatar von mia
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    Apothekerin
    Es gibt auch Arzneimittel gegen Depressionen, die Rezeptfrei erhältlich sind. Diese Mittel können z.B. auf 'grünen Rezepten' verschrieben werden, das Rezept ist hier eher als Empfehlung oder Merkhilfe für den Patienten zu sehen.
    Vielleicht ist es soetwas?

    Ein Placebo hilft immer gegen das, was der Arzt gesagt hat. Auch die Verpackung kann hier angepasst sein, um auf eine bestimmte Erkrankung hinzudeuten.
    Hiervon abzugrenzen sind die Pseudoplacebos, die zwar einen Wirkstoff enthalten, dieser aber (vermutlich) keine Wirkung hat. Die Wirkung dieses Arzneimittels beruht also tatsächlich (warscheinlich) nur auf dem Placeboeffekt, obwohl es einen Wirkstoff hat.

    In Studien wird tatsächlich oft gegen ein anderes Mittel getestet. Enthält das andere Mittel keinen Wirkstoff (also z.B. nur Stärke) ist es ein Placebo. Enthält es irgendein anderes Medikament, nennt man es nicht Placebo, sondern z.B. 'Referenz'

    u solltest auf garkeinen Fall deine Medikation selbstständig absetzen! Bespreche das lieber mit deinem Psychologen, oder du fragst deinen Hausarzt.

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