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Thema: Schüchternheit

  1. #1
    Unregistriert
    Gast

    Lächeln Schüchternheit

    Huhu,

    mich interessiert die Ausbildung zur PTA sehr, leider bin ich ein sehr schüchterner Mensch. Allerdings komme ich immer aus mir raus wenn ich über was spreche was mir wirklich am Herzen liegt oder ich jemandem helfen kann. Ging es jemandem ähnlich oder ist es doch eher keine so gute Idee diese Ausbildung anzufangen?

    LG

    Lisa

  2. #2
    Hallo Lisa!

    Ich hab vor einer Woche meine PTA Ausbildung begonnen und bin auch eher ein ruhiger und schüchterner Mensch. Hatte am Anfang auch ein paar Startschwierigkeiten, weil alles neu und ungewohnt war, aber nach ein, zwei Wochen hat man sich dann auch daran gewöhnt Ich finde auch als schüchterner Mensch spricht gegen die Ausbildung überhaupt nichts, vorallem nicht wenn dich der Beruf sehr interessiert. Und später in der Apotheke ist es ja auch eher so, dass nicht du etwas von den Kunden möchtest, sondern die Kunden was von dir, weil sie Hilfe brauchen. Und dann kommst du ja - wie du sagst - aus dir herraus, weil du den Menschen mit deinem erlernten Fachwissen helfen kannst. Und vielleicht wirst du durch die Ausbildung auch ein bisschen selbstbewusster und offener
    Und was immer ganz wichtig ist: Glaub an dich und dann schaffst du das auch!

    LG Sunrise

  3. #3
    Ich bin auch ein sehr schüchterner Mensch, aber wenn dir der Umgang mit Kunden Spaß macht dann klappt es schon
    Ich komme da komischerweise total aus mir heraus und habe echt Spaß daran.

    Viel Erfolg.

  4. #4
    Unregistriert
    Gast

    Helfen ist die falsche Motivation

    Hallo Ihr Lieben,
    "helfen" ist in der Apotheke die falsche Motivation,
    und überlegt Euch sehr gut, ob ihr diese Ausbildung machen wollt.
    Eine Apotheke ist in erster Linie ein Geschäft wie jedes andere auch. Es geht dabei um Gewinn. Da lässt sich nichts dran rütteln, Personal ist teuer und
    die Gewinnspannen immer kleiner. Ich musste schon mehrmals "Verkaufstrainings" innerhalb und außerhalb der Apotheke über mich ergehen lassen, weil
    mein Chef das so wollte. Da geht es um Zusatzverkäufe zu den Kassenrezepten und Freivekäufen, da zählt selbstbewusstes Auftreten und ein gewisses Verkaufstalent-das ich auch nicht habe. Den Beruf also ergreifen zu wollen, weil man anderen Menschen helfen möchte, ist der falsche Ansatz.
    Wer diesen Beruf machen möchte, braucht ein dickes Fell!!!
    Man steht den ganzen Tag neben seinem Chef, zumindest in den allermeisten Apotheken, sind die meisten doch noch kleine oder mittelgroße Betriebe.
    Das kann mitunter SEHR belastend sein, stellt sich der Chef als Choleriker oder -was leider auf die meisten Apotheker nicht ohne Grund zutrifft-schlechtgelaunter und total gestresster Geschäftsführer raus. Ist nicht immer witzig, man kann keinen auch noch so kleinen Fehler übertünchen.
    Die Arbeitszeiten sind als Vollzeitjob eigentlich nur von jungen Kolleginnen ohne eigenen Hausstand zu schaffen. In den meisten Apotheken-zumindest in denen, in denen ich bisher war- fängt man um 8 an, hat dann eine ellenlange Mittagspause, wer nicht gerade um die Ecke wohnt, sitzt rum und langweilt sich , und arbeitet dann bis Ladenschluß. Nicht sehr zeitökonomisch, der Tag ist nämlich gelaufen.
    Was am allermeisten nervt, ist der EWIGE Papierkrieg, mit dem alle Gesundheitsberufe zu kämpfen haben, Krankenkassenverträge, Vorschriften, neue Apothekenbetriebsordnung, STÄNDIG gibt es weitere Reglements, eigentlich wöchentlich, wer da 3 Wochen Urlaub hat, kann sich gleich mal hinsetzen...
    Die Kunden sind megaanspruchsvoll und verärgert, weil sie sich den Lieferverträgen der Krankenkassen beugen müssen, man ist nur noch am Rumtelefonieren und klärt irgendwelche Sonderwünsche bei den Praxen ab und beschwichtigt verärgerte Kundschaft, die sich von den bösen Apotheken übervorteilt sieht.
    Zu guter Letzt hat man fast keine Aufstiegs-oder Entwicklungsmöglichkeiten. Man kann sich sogar-außer im städtischen Umfeld- kaum verändern, weil man keine Qualifikationen hat, die man als Querensteiger in andere Branchen nutzen könnte.
    Dabei ist nun nicht mal der Apotheker schuld, sondern die gesamtpolitische Lage und auch die Reglementierung aus den eigenen Reihen- mit QM, Apobetriebsordnung und dem Ganzen. Ich kenne zur Zeit keine Kollegin, die sich das nochmal aussuchen würde.
    Überlegt Euch wirklich gut, ob das was für Euch ist. Sonst seid ihr in ein paar Jahren frustriert.
    Die Ausbildung ist nicht ohne, viel Lernerei und im Labor stehen bis zum Abend, mir hats gefallen, aber jetzt brauche ich davon vielleicht 30 %.
    Und das, was mich am meisten interessiert hat, Chemie und Botanik, gar nicht mehr, Tees mischen kostet nur Zeit und muß mühselig dokumentiert werden, das krigen wir nicht bezahlt und forcieren es nicht mehr und chemische Prüfungen werden zwar gemacht, aber im sicheren Schnellverfahren, Zeit ist Geld.
    Am meisten brauche ich gute Nerven und Stressresistenz.

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