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Thema: Lernaufwand Pharmaziestudium

  1. #1

    Lernaufwand Pharmaziestudium

    Hallo zusammen,
    mich würde interessieren wie gut sich ein Studium der Pharmazie, welches ja ohne Frage sehr anspruchsvoll ist, mit einer Beziehung vereinbaren lässt. Man wird vermutlich den ganzen Tag in der Uni verbringen und abends einiges nach- und vorzubereiten haben, wie sieht es denn da mit Freizeitaktivitäten aus?
    Es wäre toll ein paar Erfahrungsberichte zu lesen wie ihr das so alles unter einen Hut bekommt

  2. #2
    Hey,

    mit der Vermutung, dass man meistens bis Abends in der Uni ist liegst du schon richtig. Meistens hat man morgens Vorlesungen und mittags Labor, an manchen Tagen hat man gar ganztägig Labor, da kann es vorkommen, dass man von 9 bis 18 Uhr im Praktikum steht. Abends stehen oftmals Vorbereitungen für die Folgetage an, es müssen Protokolle, Antestate, Zwischenprüfungen etc. vorbereitet werden. Viel Zeit für Freizeitaktivitäten bleibt in der Vorlesungszeit also nicht, trotzdem kann man Abends immer mal wieder etwas unternehmen. Am Wochenende kann man sich dann gut mal eine Pause gönnen und dem nachgehen, was einem Spaß macht. Zumindest am Anfang des Semesters geht das gut.
    Wenn es gegen das Ende der Vorlesungszeit geht, stehen die Klausuren an. Bei uns läuft es meistens so, dass ab dem Zeitpunkt das Lernen im absoluten Vordergrund steht. Die einen lernen in der Bib, die anderen zu Hause. Meist fängt man Morgens an und lernt bis Abends durch, aber einige Pausen zwischendurch müssen sein. Diese Zeit ist wirklich hart und man sollte es nicht übertreiben. Viele in unserem Semester sind nach der Klausurphase regelrecht ausgelaugt, anderen macht es weniger aus. Es ist also auch personenabhängig wie du damit klar kommst.
    Ich würde auf jeden Fall empfehlen in dem Studienort auch zu wohnen, wenn es geht. Längere Zugfahrten würden einem nur den Rest geben.

    Das Studium lässt sich mit einer Beziehung eigentlich am ebsten verbinden, wenn ihr beide Pharmazie studiert mag vielleicht blöd klingen, ist aber so.
    Wenn dein Partner in einer anderen Stadt wohnt, geht das natürlich auch. Man kann sich am Wochenende sehen, nimmt dafür aber in Kauf jedes Wochenende "nach Hause" zu fahren. Ich persönlich finde es besser, wenn man sein Studienort sein zu Hause nennen kann. Viele aus unserem Semester fahren ausnahmslos jedes Wochende nach Hause, was ich etwas schade finde, aber das ist ein anderes Thema hier im Forum wie ich gerade sehe.

    Das alles hört sich vielleicht abschreckend für dich an, ich möchte an der Stelle aber nochmal sagen, dass man sich auch mal die Zeit nehmen kann die man braucht. Man kann aber nicht wegdiskutieren, dass das Pharmaziestudium doch sehr aufwendig ist und man leider einige Abstriche im "Privatleben" machen muss.
    Ich selbst finde es zwar auch hart, vor allen Dingen, dass man wenig Zeit hat einer Sportart regelmäßig nachzugehen, nach einem langen Tag fehlt oft die Motivation. Trotzdem studiere ich gerne Pharmazie, weil es oft Spaß macht!

    Darf ich fragen in welcher Situation du dich gerade befindest? Stehst du gerade vor dem Studienbegin? Fall ja wünsche ich schonmal einen guten Einstieg, es wird dir auch Spaß machen, vor allen Dingen das "Ionenlotto" im ersten Semester wird dir Spaß machen das war im Nachhinein das mit Abstand beste Praktikum!
    Geändert von celeb (25.09.2012 um 17:18 Uhr)

  3. #3
    Unregistriert
    Gast
    Zitat Zitat von celeb Beitrag anzeigen
    Das Studium lässt sich mit einer Beziehung eigentlich am ebsten verbinden, wenn ihr beide Pharmazie studiert mag vielleicht blöd klingen, ist aber so.
    Wenn dein Partner in einer anderen Stadt wohnt, geht das natürlich auch.
    Also ich komme jetzt ins 7. Semester und wohne seit Studienbeginn mit meinem Freund - welcher nicht Pharmazie studiert - in einer gemeinsamen Wohnung in meinem Studienort. Funktioniert wunderbar und wir haben auch genügend Zeit für uns.

  4. #4
    Zitat Zitat von Unregistriert Beitrag anzeigen
    Also ich komme jetzt ins 7. Semester und wohne seit Studienbeginn mit meinem Freund - welcher nicht Pharmazie studiert - in einer gemeinsamen Wohnung in meinem Studienort. Funktioniert wunderbar und wir haben auch genügend Zeit für uns.
    Du hast natürlich Recht, es muss natürlich nicht sein, dass beide Pharmazie studieren, viele würde es sicher auch nerven. Solange beide im gleichen Studienort wohnen sehe ich da eigentlich keine Probleme

  5. #5
    Vielen Dank Celeb für die schnelle und vor allem ausführliche Antwort
    Meine Freundin studiert leider nicht Pharmazie und wird dafür vermutlich auch nicht zu begeistern sein.. aber ich habe sie bereits vorgewarnt was die Lernintensität angeht und ich würde dann zu ihr ziehen, sodass ich zumindest nicht pendeln müsste und ich recht Uni-nah wohnen würde. (wir führen momentan eine Fernbeziehung und das ist schon ohne den Lernstress unschön..)
    Klar darfst du fragen
    Ich befinde mich momentan im dritten Lehrjahr einer Ausbildung im sozialen Bereich die mir allerdings nicht besonders liegt. Da aber mein Abi-Schnitt nicht wirklich überzeugt konnte ich zumindest Wartesemester sammeln und mir damit hoffentlich einen Platz an meiner Wunsch-Uni (Heidelberg) sichern.
    Allerdings bin ich noch nicht eingeschrieben.. Die verbleibende Zeit bis dahin möchte ich aber nutzen um mich so gut es geht über den Studiengang zu informieren und meine Chemie-Kenntnisse aufzufrischen (für die Basics nutze ich derzeit "Chemie verstehen" von Edgar Wawra, Helmut Dolznig und Ernst Müller; im Anschluss möchte ich den hier sehr angepriesenen Mortimer bestellen und durcharbeiten).
    Ionenlotto hört sich interessant an, was genau ist das denn?
    Wenn es sich nicht so leicht erklären lässt nutze ich aber auch gerne die Foren-Suchfunktion^^
    Mir fällt gerade noch etwas ein.. ist es an der Uni üblich Lerngruppen zu bilden? (Entschuldigt bitte die doofen Fragen..)

  6. #6
    Beim "Ionenlotto" handelt es sich um das anorganisch chemische Grundpraktikum, was meines Wissens nach immer im 1. Semester ansteht. Dabei bekommt ihr ein weißes Pulver und ihr müsst durch Nachweisreaktionen herausfinden, welche Salze bzw. Ionen enthalten sind. Dabei dürft bzw. müsst ihr völlig selbständig arbeiten, es wird zwar Seminare geben, in denen die Reaktionen und die Vorgehensweise erklärt werden, im Labor seid ihr aber auf euch gestellt. Bei einigen Reaktionen kann es zu schönen Farbwechseln oder Farbspielen kommen
    Es ist schon üblich Lerngruppen zu bilden, macht aber nicht bei allen Fächern Sinn. Wenn es ums pure auswendiglernen geht, lernt man lieber für sich. Wenn es um Verständnisfragen geht, dann ist eine Lerngruppe durchaus hilfreich

  7. #7
    Das hört sich doch ganz interessant an
    Ich schweife jetzt wieder etwas ab, aber ist der Fächerkatalog an allen Unis gleich oder variiert die inhaltliche Abfolge der Kurse?
    Es geht darum dass ich gerne wüsste welche Fächer im ersten Semester auf mich zukommen um mich schon etwas einzuarbeiten um nicht ganz so ratlos dazustehen zum Studienbeginn..

  8. #8
    Der Inhalt dürfte größtenteils gleich sein. In welchem Semester was dran kommt kann leicht variieren.
    Wenn du dir ein paar Chemiegrundlagen aneignest bist du schon sehr gut beraten

  9. #9
    Okay, und wie sieht es mit Mathe aus? Schaden kann es sicher nicht da auch nochmal in die Bücher zu schauen, oder?

  10. #10
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    In Sachen Mathe interessieren eigentlich nur Statistik und Logarithmenrechenregeln. Hast aber eine Pflichtvorlesung wo Statistik durchgenommen wird. Solange du eine Exponentialfunktion nach beliebigen Variablen umstellen kannst und weißt was Standardabweichung und Konfidenzintervall sind bist du gewappnet.

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