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Thema: Harnstoff / Urea – Nutzung trocken statt in Cremes

  1. #1

    Harnstoff / Urea – Nutzung trocken statt in Cremes

    Hallo Zusammen,

    ich habe sehr trockene Füße bzw. teils Hornhautprobleme. Ich interessiere mich für Naturkosmetik und möchte mir mal ein eigenes Hautpflegeprodukte mit Harnstoff / Urea herstellen. Hab im Internet recherchiert und bräuchte mal Euren fachmännischen Rat. Ich will versuchen Harnstoff in Wasser auflösen (ca. 5%), dann in meine Socken sprühen, anschließend trocken und dann ab und an mal tragen um die Hornhaut an den Füßen etwas weicher und die Füße geschmeidiger zu bekommen. Was würdet Ihr mir raten, klappt das?

    - Meint Ihr die Konzentration reich aus?
    - Was haltet Ihr davon wenn ich z.B. zusätzlich Allantoin z.B. 0,25% reinmische?
    - Habt Ihr nen Rat welche hauptpflegendene Wirkstoffe ich ergänzen könnte, z.B. ne Pflege oder etwas was kühlt?
    - Wie lange ist so etwas haltbar bzw. besteht die Gefahr das der Harnstoff seine Wirkung verliert, z.B. wenn ich das in Wasser Mixe und Trockne oder das der Spaß oxidiert wenn ich das später nutze?
    - Laut meiner Recherche brauch ich keinen Konservierungsstoff seht Ihr das auch so?

    Freu mich auf nee Diskussion und euren Rat.
    Viele Grüße
    Michaela

  2. #2
    Unregistriert
    Gast

    Nicht sinnvoll

    Hallo Michaela,

    das ist eine nette Idee und es tut mir fast schon leid, dir zu erklären, dass das alles ziemlicher Unsinn ist. Du kannst das sicher alles so machen, wie du schreibst, aber es ist im Endeffekt eine Spielerei ohne Nutzen - nicht mehr und nicht weniger.

    Aber im Einzelnen:

    1. Grundsätzlich hat das alles überhaupt nichts mit "Naturkosmetik" zu tun. - Dieser Begriff ist übrigens rechtlich nicht definiert, von daher kursieren da zum Teil recht abenteuerliche Aussagen, v.a. im Internet.
    2. Wenn du Harnstoff auflöst und trocknest, hast du am Ende Feststoff in deinen Socken, der keinerlei Wirkung mehr hat, weil er nicht in die Haut eindringen kann.
    3. Das selbe gilt für alle anderen Zusatzstoffe, die du dir theoretisch überlegt hast.
    4. Dass sich Harnstoff bei unsachgemäßer Verarbeitung zumindest teilweise zersetzt, ist nicht auszuschließen. Zum Beispiel müsstest du beim Lösen darauf achten, keine Wärme zuzuführen.
    5. Wenn du Harnstoff in Wasser löst, hast du mit Sicherheit keinen Schutz vor mikrobiellem Befall. Inwiefern das ein Problem beim Aufsprühen auf Socken und anschließendem Trocknen wäre, wird dir kaum jemand definitiv sagen können.

    Ich empfehle dir: Besorge dir Produkte wie z.B. die von Eucerin, die Harnstoff in sinnigen Konzentrationen (meist um die 5%, höher bringt keinen Zusatznutzen!) enthält. Diese sind sehr gut verträglich, da sie frei von unnötigen Zusatzstoffen sind, von denen auch unerwünschte Wirkungen bekannt sind (Konservierungsmittel, Parfüme... das ist sicherlich in deinem Sinn, da du von "Naturkosmetik" schreibst).
    Hast du dicke Hornhaut? Dann könnte eine Hornhautablösung angeraten werden (z.B. Eidechse Fußschälkur mit Salicylsäure - Preis < 10€).

    Versteh mich bitte nicht falsch - du kannst ruhig etwas mit deinen Ideen rumspielen. Schaden richtest du damit keinen an. In meinen Augen ist es allerdings Zeitverschwendung. Von daher: Lass es bleiben und besorge dir konventionelle Fußpflegeprodukte!

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Thomas
    Registriert seit
    20.03.2010
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    225
    Pharmaziestudent seit 2010
    Also das meiste wurde schon gesagt, aber gerade ohne Konservierung wirst Du nicht auskommen wenn Du das jetzt umbedingt machen willst. Zumindest die wässrige Lösung des Harnstoff muss konserviert werden, da sie mikrobiell anfällig ist und es ein paar Bakterien gibt die sehr gerne den Harnstoff mampfen.

    Desweiteren wurde ja schon zur Sinnigkeit viel gesagt, gerade das anschließende Trocknen erscheint mir nicht so bombig. Wenn es eine eigene Rezeptur sein soll, dann könntest Du natürlich ein Fußbad versuchen daraus zumachen, denk dann aber an die Konservierung und eventuell solltest Du dann die Konzentration nochmal überdenken.

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