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Thema: Artikel: Studieren an der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald

  1. #1

    Artikel: Studieren an der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald


  2. #2
    Unregistriert
    Gast
    Hallo,

    absolvierte einen Teil meines Grundstudiums auch in Greifswald. Ich würde es nie wieder tun.

    Die Stadt ist winzig und dennoch kommt man kaum von A nach B. Klar, mit dem Fahrrad. Wer kein Auto besitzt ist ziemlich eingeschränkt. Vor allem im Winter.
    Zudem ist kaum etwas los. Es gibt sehr wenige Clubs und selbst die, die von der Studierendenschaft betrieben werden haben ein ziemlich niedriges Niveau. Das Studentenleben ist recht anspruchslos und auf wenige Möglichkeiten beschränkt. Nach 2 Monaten hat man wirklich alles gesehen und wahrscheinlich auf das meiste schon keine Lust mehr.
    An Geschäften gibt es das nötigste. Hier und da ein Discounter, Bäcker, etc. Nichts, was einen wirklich begeistert. Problematisch ist beim Einkaufen wieder, dass man meist mit dem Fahrrad unterwegs ist. Wer nicht nah genug an einem Discounter wohnt (in der sehr zentralen Fleischervorstadt gibt es beispielsweise keinen einzigen mehr!) hat Probleme sein Zeugs nach Hause zu kriegen.
    Stellvertretend dafür steht vielleicht auch die Dompassage. Noch nie habe ich so einen Reinfall gesehen, wie diese "Einkaufscenter". Es steht mitten in der Stadt, ist recht groß. Innendrin befinden sich eine handvoll Geschäfte, werden gefühlt auch jede Woche weniger. Meist ist man der einzige Kunde, der durch die leeren, menschenverlassenen Gänge schlürft. Ziemlich traurig.

    Die Universität selber ist in Ordnung. Ich kann nur für mich sprechen, aber man hat mir zuminest das nötige Wissen vermittelt. Allerdings gab es auch hier nichts, was ich besonders positiv hervorheben würde. Die Organisation der Uni ist aufgrund ihrer Größe eher mittelmäßig. Es wird oft davon gesprochen, dass man hier mehr Zusammenhalt und familiäre Verhältnisse vorfindet, als an anderen Universitäten. Dem muss ich widersprechen. Ich fand es sogar eher kalt und unpersönlich. Der Kontakt zum Personal und zu den Professoren war auch nicht besser als an anderen Universitäten, ich hatte sogar das Gefühl, dass man die gesuchten Personen eher selten antraf, wenn man sie denn brauchte.
    Zwischen den Studierenden herrschte in meinen Augen auch oft eine eher kühle Stimmung. Klar, mit vielen verstand man sich gut, aber es gab teilweise so extreme Grüppchenbildung, dass ich mich in meine Grundschulzeit versetzt fühlte.
    Dazu kommt auch, dass die Uni kaum Identität bietet hat. Der Name, übrigens von Hermann Göring (NSDAP) ausgewählt, sorgt schon seit Jahren für Streit (zu Recht, wie ich finde) und sorgt dafür, dass man einfach nicht das Gefühl bekommt, dass man zu etwas dazu gehört. Es kam nie das Gefühl auf "wir sind die EMAU-Greifswald!". Vielleicht versteht ihr, was ich meine. Es war eher "ja okay, wir studieren hier halt".

    Ich würde nie wieder in Greifswald studieren, werde die Stadt wahrscheinlich auch nie wieder sehen. Es gibt einfach nichts, was eine Fahrt dorthin lohnenswert macht. Das klingt hart, ist aber gar nicht so böse gemeint. Man kann dort studieren, Abschluss ist Abschluss. Aber ich hatte immer das Gefühl dort meine Jugend zu verschwenden. Und die war mir zu schade.

  3. #3
    Benutzer
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    Ich habe 1997 ein Semester in Greifswald studiert, ich habe mir extra ein Auto zugelegt, da ich auch in Mesekenhagen eine Anliegerwohnung finden konnte.
    Klar Parkplätze gab es auch damals schon nicht und so kam es dass ich in 3 Monaten 4 Knöllchen wegen Falschparken gesammelt hatte...
    Aber ich fand es da sehr witzig und habe es genossen an der See zu sein...
    doof war, dass das Studium nur zum Wintersemester anfing, man also bei evtl. nicht schaffen von Klausuren ein ganzes Jahr trocknen mußte. Ist das heute immer noch so???
    Da Greifswald damals 600km von meinem Heimatort weg war und um Greifswald herum die nächste Autobahn 200km entfernt war, bin ich dann nach Düsseldorf gewechselt... ganz andere Anforderungen... und das habe ich dann leider nicht mehr gebacken bekommen und das Studium 1999 an den Nagel gehängt.
    Mir hat es in HGW damals gefallen und ich würde da jederzeit wieder studieren, wenn es nicht so weit weg wäre und wenn ich studieren wollte.

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