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Thema: Calciumcarbonat - Brausetabletten

  1. #1

    Calciumcarbonat - Brausetabletten

    Hallo,
    ich habe eine Verständnisfrage bezüglich der Calciumcarbonat-Brausetabletten.

    Wieso entweicht das Carbonat nicht schon beim Sprudeln im Wasserglas? Ich weiß, dass das Sprudeln durch Säuerungsmittel (Zitronensäure oder Natriumhydrogencarbonat) zustande kommt. Dennoch frage ich mich, wieso das Carbonat am Calcium gebunden bleibt und somit erst im Magen zur Kohlensäure reagiert.

    Ich hoffe auf hilfreiche Antworten.
    Vielen Dank schonmal.

  2. #2
    Studi Avatar von Nachi
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    Da hätte ich spontan einfach auf die Löslichkeit von Calciumcarbonat getippt. Es ist quasi unlöslich in Wasser (laut Wikipedia 14mg/L bei 20°C), also wird es wahrscheinlich damit zusammenhängen, dass CaCO3 nicht schon im Wasserglas u.a. zur Kohlensäure reagiert.

  3. #3
    Hallo, ich habe auch eine Frage: was passiert genau beim Sprudeln der Tabletten? Und wer hat erzählt, dass Carbonat erst im Magen zu Kohlensäure reagiert?

  4. #4
    Aber die Braustablette mit CaCO3 löst sich doch vollkommen auf?

    Manche Menschen sollen Calcium nur in Form von Calciumcitrat nehmen, damit die Magensäure nicht neutralisiert wird und keine Gase entstehen. Das Citrat wird ja nur zu Zitronensäure. Ich dachte, man könnte es irgendwie umgehen, das Citrat zu kaufen, weil es teurer als das Carbonat ist.

  5. #5
    Studi Avatar von Nachi
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    Deine Tablette besteht doch aber nicht nur aus CaCO3. Ja, irgendwie muss sich die Tablette "auflösen", dafür sind andere Bestandteile dann verantwortlich. Das Carbonatsalz ist dann aber immer noch unlöslich. Ich habe mir noch keine Calciumcarbonat-Brausetablette in Wasser angeschaut, allerdings hat man selbst bei einer Aspirin noch feine Partikel im Wasser schwimmen. So wird man es bei CaCO3 wohl auch haben. Im Magen hat man wahrscheinlich eher CO2 als Kohlensäure vorliegen, weil sie einfach zu schnell wieder zerfällt.

    @Liane
    Es geht um CaCO3 und nicht um Carbonat alleine.
    Geändert von Nachi (27.07.2016 um 13:20 Uhr)

  6. #6
    Ok, sorry dann.. Citronensäure löst das Calciumcarbonat nicht, was dann?
    Und warum sprudelt das ganze?

  7. #7
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    Das ganze sprudelt durch die Freisetzung von Kohlendioxid. Grundsätzlich werden Brausetabletten Säuren zugesetzt, damit ein schneller Zerfall der Darreichungsform und damit eine zügige Freisetzung des Wirkstoffs gewährleistet ist (die meisten Calcium-Brausetabletten enthalten Natrium-(hydrogen)-carbonate, welche im sauren Milleu Kohlendioxid abgeben) [dies sind einige der obig erwähnten weiteren Bestandteile der Brausetablette]. Das Calciumcarbonat ist im sauren Milleu nicht unlöslich, aber es löst sich im Glas - wie oben erwähnt - vermutlich nicht komplett.
    LG
    Geändert von Danny S. (27.07.2016 um 21:05 Uhr)

  8. #8
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    Mein Studium ist zwar schon etwas her, aber die Reaktionskinetik spielt natürlich auch eine Rolle. Nur weil eine Reaktion ablaufen kann bzw. abläuft heißt das ja nicht, dass sie dies sofort tut. Es gibt Reaktionen die dauern z.T. relative Ewigkeiten oder laufen nur unter Katalyse ab oder bedürfen eines offenen Systems, wo ein Reaktant konstant entweicht. Damit habe ich jetzt zwar keine definitive Antwort gegeben, aber ich denke das sowas auch eine Rolle spielen wird.

    Ein Beispiel wäre ATP. Rein chemisch würde man ja denken, dass der Zerfall von ATP sehr rasch ablaufen würde. Berücksichtigt man aber, dass ATP zum einen mit Magnesium als Komplex vorliegt und zum anderen noch Entropieeffekte, kann man verstehen, dass ATP eine relativ stabile Verbindung ist.

  9. #9
    Studi Avatar von Nachi
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    Zu der Sprudel-Geschichte. Wahrscheinlich ist noch ein Hydrogencarbonat dabei. Zumindest haben wir so Brausegranulate hergestellt. Eben ein Hydrogencarbonat und Citronensäure. Dann bekommst du in deinem Glas Kohlensäure bzw. H2O und CO2.

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