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Thema: Dyskalkulie und PTA Ausbildung ?

  1. #1

    Dyskalkulie und PTA Ausbildung ?

    Hallo, liebes Forum.

    Ich bin 16 Jahre alt, gehe auf eine Realschule und habe im Sommer sehr wahrscheinlich meinen Abschluss in der Tasche.

    Bin schon sehr lange an dem Beruf PTA interessiert, habe schon zwei Schulen besichtigt und mir reichlich Info-Material zukommen lassen. Habe mir auch schon vor einiger Bücher bestellt zum vorbereiten/begleiten der Ausbildung bestellt.
    Der Beruf interessiert mich sehr und wollte diesen Beitrag auch schon lange schreiben, habe es aber immer vor mir hergeschoben, weil ich zeitweise was anderes machen wollte, aber es bleibt mir nicht mehr viel zeit um zu überlegen welcher Beruf zu mir passt. Deswegen ist meine Situation nämlich ein bisschen doof. Ich glaube jeder kennt/kannte das.

    Kommen wir zum eigentlichen Punkt:
    Ich habe eigentlich ein gutes Zeugnis nur in einem Fach 'hapert' es bei mir, nämlich in Mathe.
    Seit der 1 Klasse habe ich große probleme in diesem Fach, bei mir wurde eine Dyskalkulie festgestellt heißt, ich habe kaum ein Zahlenverständnis und kann mir mathematische Vorgänge schwer vorstellen, geschweige denn umsetzen, es wurde bei mir mehrere male ärztlich festgestellt. Dafür habe ich in anderen Fächern meine stärken. Auf den zwei Schulen die ich besichtigt habe wurde mir nie richtig Auskunft darüber gegeben wie man denn mit Dyskalkulanten umgeht, selbst in meiner jetzigen Schule ist es nicht ganz leicht das den Lehrern klar zu machen, aber ich bekomme auch dort von meiner Nachhilfe Lehrerin unterstützung, man kann das ganze mit der Legasthenie vergleichen, nur halt in Mathe. Ich hatte in Mathe in der 9'ten Klasse eine vier, die restlichen Klassenstufen immer eine 5 auf dem Zeugnis.

    Trotzdem interessiert mich der Beruf total. Es war der erste Berufswunsch von mir und hab viel überlegt und nachgedacht, auch über andere Berufe aber bin jetzt trotzdem dabei geblieben das mich auf einer Schule bewerben will. Habe große angst vor dem Eignungstest und vor der Pharmazeutischen Mathematik usw.

    Vielleicht mach ich mir auch unnötig sorgen darüber. Wäre super wenn ihr mich bisschen beraten könntet, wie es denn wirklich ist.

    Danke
    Geändert von Anoriath (03.11.2015 um 22:44 Uhr)

  2. #2
    Studi Avatar von Nachi
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    Vor der "Mathematik" in PTA-Schulen brauchst du eigentlich keine Angst haben. Zumindest in der Völker Schule in Osnabrück gab es speziell "Pharmazeutisches Rechnen", denn mehr als Rechnen ist es auch nicht. Dreisatz, Prozentrechnung und so etwas in der Richtung werden geübt. Oft gibt es auch einfach nur Formeln, die man kennen muss und dann werden einfach die Werte eingesetzt. Die Eignungstest musst ich als Abiturientin nicht machen und ich habe auch das Glück, dass ich nicht das Problem habe, das bei dir vorliegt. Egal ob das jetzt die normale Legasthenie oder wie bei dir das Problem bei Mathe liegt...ich stelle mir das echt schlimm vor . Du kannst doch einfach mal im Vorfeld die jeweiligen PTA-Schulen ansprechen. Vielleicht können sie dir helfen, dass du dich besser auf den Test vorbereiten kannst.

  3. #3
    Erfahrener Benutzer
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    Wie Nachi schon gesagt hat, ist Pharmazeutisches Rechnen jetzt nicht so zwingend mit der Mathematik in der Schule zu vergleichen. Überlegen solltest du dir dennoch, ob du z.B. grundlegende Dinge wie 0,5% von 50g ausrechnen kannst, weil das das tägliche Brot der PTA in der Rezeptur ist. Das musst du im Zweifel nicht jetzt können, aber es sollte für dich erlernbar sein. Gleiches gilt für Dosierungen z.B. bei Kindern, auch hierbei handelt es sich prinzipiell um Dreisätze.
    Ob du das letztlich mit der Dyskalkulie überbrücken kannst oder nicht, musst du vllt. für dich selber feststellen. Ich kenne eine Bekannte, die hat einfach stumpf alle Rechenwege auswendig gelernt und ist damit gut hingekommen. Sie hat also nie verstanden, warum sie das so machen muss, konnte es aber für die wichtigsten Dinge nach Schema entsprechend anwenden.
    Ansonsten gibt es ein Buch für die PTA Ausbildung im Bereich Fachrechnen, vllt. besorgst du dir das mal und schaust wie du mir klar kommst. Und ich würde unbedingt nochmal auf ein Gespräch pochen in der Schule pochen und mich dort beraten lassen. Deine Lehrkräfte können das sicher am besten beurteilen. Hast du eventuell auch eine speziell geschulte Nachhilfe in der Hand, die dir helfen kann bei deiner Entscheidung?

    LG
    Springuin

  4. #4
    Ich bekomme schon mehrere Jahre Nachhilfe, funktioniert auch gut.
    Meine Nachhilfe Lehrerin hilft mir auch bei vielen anderen dingen.

    Am Samstag habe ich ein Termin im Arbeitsamt, dort sind viele Betriebe und Schulen vetreten, unteranderem die PTA Schule.
    Ich werde dort auf jeden fall das Thema Dyskalkulie nochmal ansprechen. Ein Beratungstermin habe ich ja schon gehabt an der Schule, doch wurde mir da keine richtige Auskunft drüber gegeben, wie man denn mit Dyskalkulanten umgeht.

    Noch eine seperate Frage, man wird es mir eh Samstag sagen, aber ich frage trotzdem mal hier in die kleine Runde.

    Wie ist das mit den Eignungstests, wann werden die geschrieben vor den Sommerferien, nach den Sommerferien?

    Wenn ich da ja durchfalle und die Schule mich nicht aufnimmt brauche ich ja dann einen neuen Ausbildungsplatz, das wird dann schwer wenn der Test nach den Ferien geschrieben wird, mit dem bewerben usw.

    Danke
    Geändert von Anoriath (05.11.2015 um 17:08 Uhr)

  5. #5
    Studi Avatar von Nachi
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    An meiner ehemaligen PTA-Schule waren die Tests sehr weit vor den Sommerferien. Ich selbst hatte meinen Vertrag schon Anfang Februar unterschrieben.

  6. #6
    Erfahrener Benutzer
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    Ich kann mir vorstellen, dass sie dir auf deine Fragen bzgl. des Umgangs mit Dyskalkulie keine richtige Antwort gegeben haben, weil sie keine richtige Antwort haben. Letztlich ist es eine Berufsaufsausbildung. Du musst hinterher fit sein und das was du lernst in der Praxis anwenden könne. Um das zu üben, gibt es ja noch das halbe Jahr, aber letztlich solltest du weitestgehend fit sein nach der Ausbildung. Ich weiß, dass an einigen Schulen es bei Nachweis von Dyskalkulie oder Legasthenie eine Nichtbewertung in den jeweiligen Fächern gibt. Das geht in meinen Ausgen in einer Ausbildung aber nicht. Sobald du fertig bist, bist du ja verantwortlihc für das was du tust.
    Ich denke das wichtigste wäre, dass du dir die Aufgabenstellungen, die auf dich zukommen, mal mit deiner Nachhilfelehrerin ansiehst und schaust, ob der Job wirklich zu dir passt. Hast du auch ggf. schon am über Alternativen nachgedacht?

    LG
    Springuin

  7. #7
    Zitat Zitat von Springuin Beitrag anzeigen
    Hast du auch ggf. schon am über Alternativen nachgedacht?
    Nein. Hab heute ein Beratungsgespräch gehabt und den Ausbildungsvertrag unterschrieben.
    Die Aufgabenstellungen werde ich mir mit meiner Nachhilfe Lehrerin gründlich durchnehmen, werde mir da noch ein Buch bestellen.
    Es gibt auch kein Eignungstest. Habe jetzt erstmal ein ruhiges gewissen.

    Danke.
    Geändert von Anoriath (07.11.2015 um 18:17 Uhr)

  8. #8
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    Mathematik. Deswegen mache ich mir auch Sorgen. Ich habe mich jetzt an zwei PTA Schulen beworben und ich weiß nicht wie viel Wert, die auf die Mathematiknote im Zeugnis legen. In der Oberstufe stand ich durchgehend 5. Davor war es auch nur 4. Und in den vergangen Jahren habe ich etwas komplett mathefreies studiert (... das aber irgendwie nicht so das richtige war und ich orientiere mich jetzt um... bin immerhin schon 22... lange Geschichte...) Ich habe wirklich kein Problem mit einfachen Rechnungen aber sobald es an den höheren Kram geht, bin ich doch leicht verwirrt.

  9. #9
    Studi Avatar von Nachi
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    Was ist denn für dich "höherer Kram"? So lange du +, -, * und : beherrschst, sollten dich die Aufgben in der PTA-Schule nicht überfordern. Denn was andres sind Dreisatz/Prozentrechnung nicht. Man muss nur erkennen, wie es funktioniert und das ist keine hohe Mathematik, das ist simples rechnen. Das bekommt man schon hin, so oft wie das in der Schule durchgekaut wird.

  10. #10
    Unregistriert
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    Höherer Kram = alles das was in der gymnasialen Oberstufe behandelt wurde und darüber hinaus. Bitte nicht nach den Themennamen fragen. Die habe ich nach der letzten Stunde in Frühjahr 2013 aus meinem Gehirn gelöscht.

    Das beruhigt mich dann schon, denn mit Dreisatz und Prozentrechnung habe ich keine Probleme. Und wenn das sehr oft geübt wird, dann sehe ich da kein großes Problem. Danke für die Antwort.

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