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Thema: Pharmaziestudium schaffbar/Zeitaufwand?

  1. #1

    Pharmaziestudium schaffbar/Zeitaufwand?

    Hallo Community,

    Ich bin momentan in der Sek II Gymnasium und überlege, wie es dann nach dem Abitur weitergehen soll. Ich finde Pharmazie sehr interessant, meine Eltern sind medizinisch tätig und ich habe daher von klein auf viel mitbekommen. Nun wurde ja schon mehrfach beschrieben, wie aufwendig das Pharmaziestudium ist und dass es beinahe die ganze Freizeit verschlingt - auf den ersten Blick möchte ich das nicht.

    Allerdings bin ich halt ein anderes Stresslevel gewohnt, da ich seit der 8. Klasse eine Sportschule besuche und eine Ausdauersportart mache, die bekanntlich viel Trainingszeiten in Anspruch nimmt - Mein Alltag sah also spätestens seit der 10. Klasse so aus, dass ich von früh 7 Uhr irgendwas bis 14 Uhr oder 14.30 Unterricht hatte, dann kurz Zeit zum umziehen und packen, 15 - 17 bzw 18 Uhr beim Training war, duschen, umziehen, Abendessen und dann Hausaufgaben und Lernen und dann Regeneration. Seit der SEK II habe ich sogar meist 2 mal Training, also bis kurz vor 9 Schule, dann direkt lange Training, Mittagessen, kurz Zeit zum durchschnaufen und zwischen 12 - 13 Uhr geht es dann bis 14-15 Uhr weiter mit Schule, danach wieder Training, immer mindestens 1.5, eher 2 - 3 h.

    Es ist keinesfalls so, dass ich niemals lernen will, nur chillen und am besten jedes Wochenende auf die Party gehen. Durch den Sport habe ich eine hohe Aktivitätsbereitschaft und eben ein anderes Stresslevel. Aber es war nie so, dass ich für nichts anderes im Leben Zeit hatte, und das möchte ich beim Studium auch nicht.

    Könnt ihr anhand meiner Beschreibungen einmal schätzen, ob das Pharmaziestudium für mich eine extreme Erhöhung des Stresses/Zeitaufwands bedeuten würde oder ob es zu vergleichen ist mit dem aktuellen Zustand? Auch über andere Erfahrungen und Berichte zu Pharmaziestudium und Sport würde ich mich freuen.

  2. #2
    Heyo, da biste ja bereits ordentlich beschäftigt

    Ich denk, der Unterschied dürfte bei dir der größte sein, dass es eine andere Art von Stress ist. Sport ist eben eine andere Sache, als den Tag im Hörsaal zu sitzen oder im Labor zu stehen. Das würde ich noch mal als Gedankenspiel in den Raum werfen.

    In meinem Empfinden es so, dass die ersten 2-3 Semester die Zeitintensivsten sind. Ich bin jetzt im 6. Semester, und bei uns hat sich der Zeitaufwand an Veranstaltungen in der Uni nach Stundenplan schon gemindert. Nun muss man auch sagen, war eben die letzten anderthalb Jahre Corona, aber wenn ich einfach das so auf Präsenzveranstaltungen anwende, dann ist es immer noch weniger als in den ersten Semestern. Im ersten Semester hatten wir 38h/Woche Veranstaltung in der Uni. Dazu kommt dann eben Vor- und Nachbereiten. Jetzt im 6. Semester hat der Plan schon deutlich weniger Stunden, aber es fehlt auch eine Menge an Praktika. Am Ende landet man denke ich immer bei um die 30h/Woche rum an Veranstaltung in der Uni.

    Je nachdem, was für ein Lerntyp man ist, und wie kurz man sich vor den Klausuren befindet, sitzt man aber auch bis 22 oder 24 Uhr in der Bib. Wenn man Nachts noch in der Bibliothek ist, fallen einem irgendwann übermäßig viele KommillitonInnen unter den wenigen, verbleibenden Studierenden auf. Aber das ist eben nichts fixes, und eben individuell unterschiedlich.

    Ich finde, wenn man die ersten Semester überstanden hat, sich daran gewöhnt hat, und langsam akzeptiert, dass man seine Hobbys eben nich immer Tagsüber durchführen kann unter der Woche, sondern eben auch mal Abends, ist das Studium stressmäßig durchaus zu packen.

    Pharmazie hat die Besonderheit gegenüber vielen anderen Studienfächern, dass man vergleichsweise schlecht sein Studium strecken kann. Das variiert auch von Uni zu Uni, aber zumindest hier in Tübingen ist es bspw. nicht so, dass man entschließen kann in einem Semester nur das eine Fach zu machen, was für das Fachsemester vorgesehen wäre, sondern immer alle machen muss. Das ist denke ich ein großer Unterschied zu Bachelor/Master Studiengängen, wo man mehr Freiheit hat in seiner Gestaltung des Stundenplans. Dieser ist in Pharmazie ziemlich fix an den Unis.
    Dadurch wird man aber auch weniger in die Versuchung geführt, Prüfungen zu schieben, und sich das Studium unnötig lang zu gestalten. (Und man muss sich weniger Kopf machen, für welche Kurse man sich denn anmeldet)

    Also ich vermute schon, dass sich der Zeitaufwand zu deinem jetzigen Plan erhöhen wird. Kommt eben auf deinen Lern- und Lifestyletyp an. Ich bin selber Sportmuffel, aber andere Kommillitonen die vor dem Studium deutlich Sportaktiv waren, sind inzwischen sichtbar nicht ganz so stark mehr dabei, wie noch vor dem Studium (Bizeps schrumpft ). Aber sagen wir so, wo ein Wille da ein Weg

  3. #3
    Danke Für deine Antwort. Ja, das habe ich auch schon gedacht, dass der Unterschied vor allem sein wird, dass die Belastung dann fast nur noch psychisch ist. Sonst hatte ich halt immer Abwechslung zwischen psychischer und physischer Belastung... Hobby s außer dem Sport gibt es eh wenige und die werden jetzt schon auf s Wochenende verschoben - sofern es mal ein trainingsfreies gibt, das ist selten. Bin also auch an verplante WE s gewöhnt

  4. #4
    Das klingt alles sehr interessant. Ich werde hier mal mitlesen, sofern da noch mehr kommt. ;-)

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