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Thema: Wieso fungiert Ammoniak in Wasser als base und nicht als Säure?

  1. #1
    Unregistriert
    Gast

    Böse Wieso fungiert Ammoniak in Wasser als base und nicht als Säure?

    Hallo Leutz,
    ich weis das Ammoniak NH3 in Wasser H20 zu Nh4+ und OH- Ionen reagiert. Also es gilt:

    NH3 + H2O -> NH4+ + OH- (somit entstehen oxonium Ionen und die Lösung ist Basisch)

    wieso lautet die gleichung nicht:

    NH3 + H2O -> NH2- + H3O+ (EN, N=3 EN, O= 3,5)

    Bitte nur eine Sinnvolle Antwort, also warum ist das ganze so und nicht andersherum?!

  2. #2
    Unregistriert
    Gast

    -

    *es entstehen natürlich Hydroxid Ionen (OH-) und nicht Oxonium Ionen (H3O+)...

  3. #3
    Studi Avatar von Nachi
    Registriert seit
    13.09.2010
    Ort
    Münster
    Beiträge
    814
    Pharmaziestudentin seit 2010
    Hast du dir denn schon einmal den pKs-Wert von Ammoniak angeschaut? Eigentlich klärt der dann doch schon alles.

  4. #4
    Unregistriert
    Gast

    Pfeil -

    danke erstmal für deine antwort...also soweit ich weis ist der pks wert ein experimentell herausgefundener wert (durch halbtitration).

    nun die weitere Frage, ob man, wenn man, als steinzeitmensch ammoniak in wasser getan hätte jemals wüsste das nh4+ entsteht und nicht nh2-...wäre doch ohne vorher zu experimentieren (welches saurer ist) gar nicht vorhersehbar, was nun passieren würde...

    danke im voraus

  5. #5
    Wie bereits gesagt, wird sowas experimentell ermittelt. Wenn du es jedoch theoretisch hervorsagen willst, musst du tief in die Quantenchemie. Eine Hilfe kann dir das HSAB-Prinzip liefern. Des Weiteren solltest du wissen, dass stets der größte "Energiegewinn", also stabilste Zustand herauskommt. Schau dir dafür Molekülorbitalschemata von harten und weichen Säuren/Basen an

  6. #6
    Acrolein
    Gast
    Zitat Zitat von Unregistriert Beitrag anzeigen
    Hallo Leutz,
    ich weis das Ammoniak NH3 in Wasser H20 zu Nh4+ und OH- Ionen reagiert. Also es gilt:

    NH3 + H2O -> NH4+ + OH- (somit entstehen oxonium Ionen und die Lösung ist Basisch)

    wieso lautet die gleichung nicht:

    NH3 + H2O -> NH2- + H3O+ (EN, N=3 EN, O= 3,5)

    Bitte nur eine Sinnvolle Antwort, also warum ist das ganze so und nicht andersherum?!
    Stickstoff hat eine geringere Kernladung als Sauerstoff und kann daher besser Elektronen zu einer dativen Bindung beisteuern. Das spiegelt sich auch in den Elektronegativitäten wider. Beide Gleichungen sind möglich, die untere spielt jedoch eine derart untergeordnete Rolle, daß sie (in der kinetisch-mechanistischen Beschreibung) vernachlässigt wird. Daher nur mit der oberen arbeiten, die untere wird dir eventuell als falsch angekreidet.

  7. #7
    Acrolein...again
    Gast
    Zitat Zitat von Liane Beitrag anzeigen
    Wie bereits gesagt, wird sowas experimentell ermittelt. Wenn du es jedoch theoretisch hervorsagen willst, musst du tief in die Quantenchemie. Eine Hilfe kann dir das HSAB-Prinzip liefern. Des Weiteren solltest du wissen, dass stets der größte "Energiegewinn", also stabilste Zustand herauskommt. Schau dir dafür Molekülorbitalschemata von harten und weichen Säuren/Basen an
    Ojeojeoje, hier wurde ja einiges durcheinandergeworfen. Ich rate dir, dich nochmal mit der MO-Theorie und dem HSAB-Konzept zu befassen, denn deine Antwort läßt nicht gerade Fachkompetenz durchscheinen.
    Das HSAB-Konzept unterscheidet zwischen harten Spezies kleinen Radius', hoher Ladungsdichte und geringer Polarisierbarkeit und den ihnen gegenüberstehenden weichen Spezies (hohe Polarisierbarkeit, diffuse Ladung, großer Radius). Aus MO-Schemata gehen diese Eigenschaften überhaupt nicht hervor. (Die MO-Schemata von Methanid, Ammoniak und Phosphan sind in etwa gleich. Denk mal darüber nach.) Auch daß Basizität nichts mit der Härte einer Base zu tun hat, scheinst du nicht begriffen zu haben. (Vergleich einfach mal die Basizitäten der harten Basen F- und NH3 mit denen der weichen Basen CH3- und I-. Na, klingelts?) Das HSAB-Konzept dient zur qualitativen Beschreibung der kinetischen Selektivität chemischer Reaktionen, korreliert aber NICHT mit einem meß- oder berechenbaren physikalischen Parameter, versagt nicht selten durch falsche Vorhersagen und ist daher nur eine grobe Regel. Selbiges kann man von MO-Diagrammen, die in den Basissatz quantenchemischer Rechnungen aufgenommen werden, nicht sagen.

    Also BITTE NICHT von HSAB reden, wenn man davon absolut keine Ahnung hat.

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