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Thema: Auflösverhalten von verschiedenen Antazida-Suspensionen

  1. #1
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    Auflösverhalten von verschiedenen Antazida-Suspensionen

    Hallo,

    im Rahmen eines Projekts meiner Hochschule war die Aufgabe drei verschiedene Suspensionen Antazida in ihrem Auflöseverhalten zu vergleichen.
    Es handelt sich dabei um Talcid Liquid, Maaloxan und Riopam.

    Versuchsbedingungen:
    Diese wurden jeweils in verdünnter HCl bei einem PH von 1 aufgelöst und die Wassertemperatur lag bei 37°C. Als Indikator wurde Malachtigrün verwendet. Die Antazida wurden je einmal direkt aus der Packung zur "nachgestellten Magensäure" zugegeben und einmal wurden sie jeweils mit 4 ml Wasser angeschlemmt.

    Unangeschlemmt:

    Talcid Liquid:
    sehr dickflüssige Suspension, es kommt zur Flockung, Der PH-Umschlag erfolgt sehr langsam, die gebildeten Agglomerate lösen sich auch nach längerer Zeit nicht auf

    Maaloxan und Riopam: relative dünnflüssig, lösen sich schnell auf, schneller PH-Umschlag

    Angeschlemmt:


    Talcid: bildet kurz kleine Flocken, löst sich aber trotzdem fast vollständig auf
    Riopam und Maaloxan: lösen sich sofort, Indikator-Umschlag =schnell


    Meine Frage ist nun warum das Talcid (unangeschlemmt) flockt?


    Bisher weiß ich, dass Hydrotalcit eine Gitterstruktur besitzt und sich die Aluminium und Magnesiumionen relativ langsam herauslösen und auch der Wirkstoff langsamer freigesetzt wird als bei Maaloxan und Riopam. Es muss auch was mit der Molekülgröße zu tun haben (wo finde ich die?)? Auch die Hilfsstoffe spielen da noch mit aber inwieweit ist mir nicht klar....
    In Talcid befindet sich außer dem Wirkstoff Hydrotalcid noch die Hilfsstoffe: Bentonit, hochdisperses Siliciumdioxid, Carmellose Natrium (und Saccharin Natrium, Zimtöl, Aromastoffe)

    Wäre sehr dankbar, wenn mir jemand weiterhelfen kann =).

  2. #2
    Hallo,
    mein erster Gedanke wäre, dass die Flocken durch die quellfähigen Stoffe (Bentonit und Carmellose-Natrium) entstehen.
    Wird vorher angeschlemmt (wird dabei gerührt?), sind sie fein dispergiert und quellen ohne Klumpen. Gibt man sie einfach so in die Lösung entstehen Pulveragglomerate (manche Pulverteilchen vollständig von anderen Pulverteilchen umgeben, können nicht quellen, weil sie nicht ans Wasser rankommen).
    (Hab eben noch ganz schnell über die Hilfsstoffe der beiden anderen Präparate gesehen und dabei keine Quellstoffe entdeckt.)

    Grüße
    Melilotus

  3. #3
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    Danke erst mal!- und ja sowas habe ich mir auch vorgestellt.
    Ja die Suspension wurde mit im angeschlämmten Zustand noch umgerührt.
    Denke, dass es iwie an CMC-Na liegen muss. Habe nachgelesen, dass es wohl bei PH<2 ausfällt und bei PH zwischen 2 und 10 stabil ist. Aber was da jetzt genau passiert ist mir noch unklar.

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