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Thema: Subutex im Urin

  1. #1

    Subutex im Urin

    Ein Bekannter von mir hat momentan Probleme wegen eines "positiven" Urinbefunds, der auf den Konsum von Drogen hinweist.
    Er behauptet aber steif und fest, nichts konsumiert zu haben, sondern geht davon aus, dass er Rückstände aus dem Medikamentenbecher einer anderen, mit Subutex substituierten Person unabsichtlich eingenommen hat.

    Meine Frage bezieht sich auf die Menge der im Befund bezeichneten Wirkstoffe.
    Da heißt es:

    Creatinin im Spontanurin: 3,38
    Buprenorphin im Urin: 2,8
    Norbuprenorphin im Urin: 14,1

    Referenzwert bei ersterem Wert sei laut Labor >0,3, die Referenzwerte bei den anderen beiden Werten sollen "negativ" sein.

    Nun ist meine Frage, ob die genannten Werte Rückschlüsse darüber zulassen, ob das Subutex versehentlich (z.B. durch Rückstände in Medikamentenbechern) oder doch absichtlich eingenommen wurde.


    Vielen Dank für Eure Antworten!

  2. #2
    PhiP
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    Subutex sind "Lutschtabletten". Man reißt den Blister auf und entnimmt die Tablette. Diese löst sich unterhalb der Zunge auf (Sublingualtablette). Wie sollen da Rückstände im Becher entstehen? Es ist auszuschließen, dass diese Werte durch Reste entstanden sind...

  3. #3
    Studi Avatar von Nachi
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    Ich glaube, dass das nicht die Frage beantwortet. Wenn ich es richtig verstanden habe, möchte EZB-Schmarozer wissen, ob man Rückstände im Urinbecher eines Subutex-substituierten Patienten haben kann. An und für sich (laut wikipedia) scheinen nur etwa 10-30% des Stoffes über die Niere ausgeschieden zu werden. Und ich denke eigentlich, dass solche Urinbecher gründlich gereinigt werden und danach keine Rückstände mehr enthalten. Zu welchem Arzt oder wo überhaupt würde der Urin deines Bekannten denn geprüft? Ich selbst halte es im Moment noch für unwahrscheinlich, dass in dem Becher Rückstände waren.

  4. #4
    Neuer Benutzer
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    Zitat Zitat von Nachi Beitrag anzeigen
    Und ich denke eigentlich, dass solche Urinbecher gründlich gereinigt werden und danach keine Rückstände mehr enthalten.
    Die Urinbecher werden nicht gereinigt, sondern nach Verwendung verworfen. Außer der besagte Bekannte hat ihn selbst wieder verwendet, aber in Arztpraxen wird solches Verbrauchsmaterial nicht mehrmals verwendet.

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